miniatur|Aktuelles Logo zur Serie Dämonenkiller war ursprünglich eine Reihe von Horror-Heftromanen aus dem Pabel-Verlag, die von 1973 bis 1977 erschien. Hauptautoren der Serie waren Ernst Vlcek (auch als Paul Wolf) und Neal Davenport (eigentlich Kurt Luif). Die Reihe wurde in einer zweiten Auflage und in mehreren Buchreihen fortgesetzt. Außerdem gibt es mehrere Reihen von Hörspieladaptionen.

Handlung Dorian Hunter ist der „Dämonenkiller“, der Held der Serie. Er kämpft mit seiner Gefährtin, der Hexe Coco Zamis, gegen die dunklen Mächte auf der Erde und schafft es trotz riskanten Handelns, dem Bösen jedes Mal zu entfliehen.

Die Serie beginnt damit, dass der 29-jährige englische Reporter Dorian Hunter zusammen mit seiner Frau Lilian auf Einladung der dämonischen Gräfin Anastasia von Lethian zu einem Schloss an der jugoslawischen Grenze reist. Auf der Reise lernt er acht weitere Männer kennen. Auf dem Schloss stellt sich heraus, dass die Gräfin seine Mutter, die Männer seine Brüder und sein Vater der Dämon Asmodi ist, selbiger Oberhaupt der „Schwarzen Familie“, einer mafiaähnlichen Organisation der Dämonen. Dorians Brüder nehmen diese Eröffnung begeistert auf, Dorian jedoch versucht zu fliehen. Seine sensible Frau verliert bei der Begegnung mit den Dämonen den Verstand und spielt im weiteren Verlauf der Serie keine nennenswerte Rolle mehr.

Bald darauf lernt Dorian die junge Hexe Coco Zamis kennen, die beiden verlieben sich ineinander, und auch Coco wendet sich von der „Schwarzen Familie“ ab. In London kontaktiert Dorian den Secret Service, der ihn fortan bei seinem Kampf gegen die Dämonen eine Weile lang unterstützt. Danach wird Dorians Kampagne der Dämonenbekämpfung durch den Millionär Jeff Parker finanziert. Neben Coco Zamis finden sich bald weitere Mitglieder des Dämonenkiller-Teams, namentlich Trevor Sullivan, Phillip Hayward und Donald Chapman. Die Operationszentrale der Dämonenkiller ist eine Jugendstilvilla in der Baring Road am südöstlichen Stadtrand Londons mit der Haushälterin Martha Pickford.

Im Laufe der folgenden Hefte stellt sich heraus, dass Dorian mehrere Vorleben hatte. Er ist die jüngste Reinkarnation des Barons Nicolas de Conde, der im 15. Jahrhundert an einem Hexensabbat teilnahm, um das ewige Leben zu erlangen. Dort verstieß er seine Familie und tötete seine Frau, allerdings – wie er glaubte – nur zum Schein und symbolisch. Als er nach dem Sabbat feststellt, dass Frau und Kinder tatsächlich tot sind, schwört er ewige Rache. In immer neuen Inkarnationen verfolgt er über die Jahrhunderte hinweg sein Ziel, die Vernichtung der „Schwarzen Familie“. Zuletzt wird er als Dorian Hunter in die „Schwarze Familie“ hineingeboren. Obwohl sein Vater der „Fürst der Finsternis“ ist, also der oberste Dämon, hat Dorian selbst keine magischen Fähigkeiten, er kann jedoch dämonische Wesen („Schwarzblütige“) erkennen.

Heftromane

Erste Auflage Zunächst erschienen die Geschichten um den „Dämonenkiller“ als lose Serie innerhalb des Vampir-Horror-Romans, einer im Pabel-Verlag publizierten Serie von abgeschlossenen Romanen. Da sich der „DK“ schnell großer Beliebtheit bei den Lesern erfreute, beschloss der Verlag die Auslagerung zu einer eigenen Serie, die mit Folge 18 (Das Fest auf dem Teufelshügel) begann, nachdem der Bastei-Verlag mit Professor Zamorra kurz zuvor eine eigene Reihe auf den Markt gebracht hatte. In der Folge entwickelte sich Dämonenkiller zu einer Ausnahmeerscheinung auf dem zu dieser Zeit aufblühenden Sektor der Horrorheftromane. Ein Grund dafür war, dass Dämonenkiller im Gegensatz zu Serien wie Geisterjäger John Sinclair oder Larry Brent nicht von einem Hauptverantwortlichen, sondern von mehreren Autoren verfasst wurde. Die Kontinuität war dadurch gewährleistet, dass diese einander durch das Verfassen von Exposés über die aktuelle Handlung auf dem Laufenden hielten. Sehr beliebt war die Serie auch durch ihre inhaltliche Struktur, die weniger auf abgeschlossene Einzelabenteuer als auf Mehrteiler – sogenannte Zyklen – setzte.

Mit Folge 131 wurde wiederum ein solcher begonnen – der „Baphomet-Zyklus“, der sich über 20 Ausgaben erstrecken sollte. Mitten in der Erzählung, nach Band 143 (Rächer aus dem Totenreich), wurde die Serie jedoch plötzlich eingestellt, da innerhalb eines Jahres drei Romane auf die Liste der jugendgefährdenden Schriften gesetzt wurden (Nr. 104, Nr. 115 und Nr. 121). Außerdem wurde der noch in der Reihe Vampir-Horror-Roman erschienene Titel Amoklauf indiziert. Ein Weiterverkauf wäre für ein Jahr nur „unter der Theke“ möglich gewesen, was praktisch das Aus bedeutete.Vgl. Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften §7, Fassung vom 29. April 1961 (PDF).Uwe Schnabel: Dämonenkiller auf dem Index : Ein Blick hinter die Kulissen, Beitrag auf Zauberspiegel-online.de, abgerufen am 22. Oktober 2018.

Nach der vorläufigen Einstellung von DK unternahm der Verlag einen halbherzigen Versuch, mit Ernst Vlceks Hexenhammer-Subserie im Vampir-Horror-Roman einen Ersatz zu finden. Es erschienen zweiwöchentlich neue Romane mit Derek Hammer und seiner Freundin Vesta; aufgrund der unklaren Konzeption fand die Reihe jedoch keinen Anklang und wurde nach 20 Heften eingestellt. Eine Fortsetzung wurde dann in Form weiterer Coco-Zamis-Jugendabenteuer im Rahmen der Dämonenkiller-Taschenbücher gefunden.

Hauptautoren der Heftromanserie waren Ernst Vlcek, der bis auf seine drei ersten Romane unter dem Pseudonym Paul Wolf schrieb, Kurt Luif als Neal Davenport und Walter Appel als Earl Warren. Sie verfassten rund zwei Drittel der veröffentlichten Geschichten.

Weitere Autoren der Heftromane waren: Derek Chess = Dirk Hess Gay D. Carson = Günter Dönges Damion Danger = Helmut Rellergerd Charles Fleming = Hans E. Ködelpeter Raymond Hart = Rainer Delfs Merlyn G. Hastur, G. Hastur = Werner K. Giesa Hivar Kelasker = Hanns Kneifel Pierre Lykoff = Wolfpeter Ritter, besser bekannt als Peter Terrid George McMahon = Hubert Haensel Roy Palmer = Holger Friedrichs Hugh Walker = Hubert Straßl

Einige Autoren der ersten DK-Auflage (Vlcek, Walker, Luif) wurden nach deren Ende vom Verlag für die neue Fantasy-Serie Mythor (1980–1985) eingesetzt. Ernst Vlcek war Exposé-Autor der Mythor-Hefte 21–181. Nach Einstellung von Mythor verfassten einige der Autoren Beiträge zur Dämonenkiller-Zweitauflage (Giesa, Ritter, Haensel).