Die Österreichische Fußballmeisterschaft 1989/90 wurde vom Österreichischen Fußball-Bund ausgerichtet. Die erstklassige 1. Division und die zweitklassige 2. Division waren in dieser Saison durch einen Playoff-Modus miteinander verschmolzen. Als dritte Leistungsstufe fungierten die Regionalliga Ost (Wien, Niederösterreich, Burgenland) und West (Salzburg, Tirol, Vorarlberg) sowie die Landesligen von Kärnten, Oberösterreich und der Steiermark.
Playoff-Ligen (1. und 2. Division) Modus Die Meisterschaft in der 1. und 2. Division wurde zunächst im Herbst mit je 12 Mannschaften in einem einfachen Durchgang ausgetragen, sodass jedes Team zunächst 22 Spiele absolvierte. Anschließend erfolgte die Einteilung in das Meisterschafts-Playoff (1-8. 1. Division), Mittlere Playoff (9-12. 1. Division und 1-4. 2. Division) und Abstiegs-Playoff. Das bedeutete, dass nun im Meister-Play-off Meister und Europacupstartplätze ermittelt wurden, im Mittleren Play-off Aufstiege und Abstiege zwischen 1. und 2. Division und im Abstiegs-Play-off die Absteiger in die Regional- und Landesligen. Ins Meister- und Abstiegs-Playoff wurden Spiele, Tore und Punkte ins Frühjahr mitgenommen. Die Punkte wurden dabei halbiert (und das Ergebnis nötigenfalls aufgerundet), um die Spannung im Frühjahr zu erhöhen. Die Mannschaften im Mittleren Playoff nahmen naturgemäß keine Punkte und Tore aus dem Herbst in die Frühjahrssaison mit.
Allgemeines In der Meisterschaftssaison von 1989/90 konnte der FC Swarovski seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen und damit zum zweiten Mal österreichischer Fußballmeister werden. Anders als die Endtabelle vermuten ließe war es ein knapper Zweikampf mit der Wiener Austria, der erst am vorletzten Spieltag im direkten Duell entschieden wurde. Swarovski siegte durch Gorosito-Tor mit 1:0, die Austria ließ sich anschließend gehen und verlor am letzten Spieltag gegen den Namensvetter aus Salzburg gar noch 0:5. So war Swarovski für den Europapokal der Landesmeister 1990/91 qualifiziert, die Austria durfte dank des Cupsieges im Europapokal der Pokalsieger 1990/91 starten und die Plätze im UEFA-Pokal 1990/91 gingen an Rapid und Admira/Wacker. Die zuletztgenannten Südstädter waren der erfolgreichste der vier Europacupstarter. Der Klub erreichte das Achtelfinale, in dem erst im Elfmeterschießen das Aus gegen Bologna kam.
Tabellen 1. Division Verein Pkt. PP-Pkt. 1. FC Swarovski Tirol (M, C) 34 17 2. FK Austria Wien 31 16 3. FC Admira/Wacker (S) 29 15 4. SK Rapid Wien 28 14 5. SK Sturm Graz 23 12 6. First Vienna FC 1894 21 11 7. SV Austria Salzburg 21 11 8. VSE St. Pölten 21 11 9. Kremser SC 20 0 10. SK Vorwärts Steyr 14 0 11. Wiener Sport-Club 11 0 12. Grazer AK 11 0 2. Division Verein Pkt. PP-Pkt. 1. SV Spittal/Drau 31 0 2. VfB Mödling 28 0 3. SK VOEST Linz 28 0 4. Donawitzer SV Alpine 28 0 5. Linzer ASK 27 14 6. SK Austria Klagenfurt 23 12 7. WSG Swarovski Wattens (N) 21 11 8. LUV Graz (N) 19 10 9. ASV Vösendorf (N) 19 10 10. SV Stockerau 17 9 11. SV Flavia Solva Wagna 17 9 12. FC Kufstein 6 3 Meister-Playoff Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte Mittleres Playoff Abstiegs-Playoff
(M) Österreichischer Meister 1988/89 (C) ÖFB-Cup-Sieger 1988/89 (S) ÖFB-Supercup-Sieger 1989 der Saison 1988/89 (N) Neuaufsteiger der Saison 1988/89
Torschützenliste
siehe auch Liste der besten Torschützen Österreichs
Die Meistermannschaft des FC Swarovski Tirol Meistermannschaft: Klaus Lindenberger – Bruno Pezzey, Michael Streiter, Kurt Garger, Christian Ablinger, Heinz Peischl, Robert Wazinger, Leopold Lainer, Oliver Prudlo, Alfred Hörtnagl, Néstor Gorosito, Hansi Müller, Manfred Linzmaier, Manfred Schneider, Michael Baur – Peter Pacult, Václav Daněk, Christoph Westerthaler, Oliver Schnellrieder, Werner Löberbauer, Rupert Marko – Trainer: Ernst Happel
Dritte Leistungsstufe Regionalliga Ost Abschlusstabelle
(N) Neuaufsteiger der Saison 1988/89
Aufstieg Gruppe Mitte
Abschlusstabelle
Regionalliga West Abschlusstabelle
(A) Absteiger der Saison 1988/89 (N) Neuaufsteiger der Saison 1988/89
Osterreichische Fussballmeisterschaft 1989/90 #1989/90