Dammartin-les-Templiers ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté.
Geographie Dammartin-les-Templiers liegt auf , etwa 19 Kilometer ostnordöstlich der Stadt Besançon (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Jura, auf einer leichten Anhöhe auf dem sogenannten ersten Plateau, einem breiten Becken am Südfuß der Jura-Randkette (Côte).
Die Fläche des km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der Hauptteil des Gebietes wird vom breiten ersten Juraplateau eingenommen, das durchschnittlich auf liegt. Es bildet ein weites Becken ohne oberirdischen Abfluss und weist verschiedene Karstphänomene auf wie beispielsweise die Versickerungsstelle bei Fay und der Gouffre du Seu. Im Bereich von Dammartin ist das Plateau überwiegend von Acker- und Wiesland bestanden. Nach Osten reicht der Gemeindeboden in die Waldgebiete des Bois de Seu und der Forêt de l’Aiguillon. Ganz im Osten bildet das leicht in das Plateau eingetiefte Tälchen des Audeux die Abgrenzung.
Nach Norden erstreckt sich das Gemeindeareal auf den langgezogenen, bewaldeten Höhenrücken der Jura-Randkette (Côte). Dieser Kamm trennt das Plateau vom nördlich angrenzenden Doubstal und ist in Richtung Südwest-Nordost orientiert. Hier wird mit die höchste Erhebung von Dammartin-les-Templiers erreicht.
Nachbargemeinden von Dammartin-les-Templiers sind Ougney-Douvot im Norden, Bretigney-Notre-Dame und Aïssey im Osten, Glamondans im Süden sowie Champlive im Westen.
Geschichte Seit dem frühen 13. Jahrhundert war Dammartin Standort einer Templerkommende, die von Besançon abhängig war. Auch in Fay (2 km südlich des Dorfes) bestand eine Templerniederlassung, die jedoch vor 1373 aufgegeben wurde. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich. Um Verwechslungen mit anderen Gemeinden des gleichen Namens zu vermeiden, wurde Dammartin 1922 offiziell in Dammartin-les-Templiers umbenannt.
Sehenswürdigkeiten mini|Kirche St. Martin
Die heutige Kirche St. Martin in Dammartin wurde 1742 erbaut. Erhalten ist auch die Kapelle Notre-Dame de Fay. Der Ortskern ist geprägt durch verschiedene Bauernhäuser im charakteristischen Stil der Franche-Comté aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.
Bevölkerung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2016 Einwohner 157 144 120 132 174 191 206 Quellen: Cassini und INSEE
Mit Einwohnern (Stand ) gehört Dammartin-les-Templiers zu den kleinen Gemeinden des Départements Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts markant abgenommen hatte (1881 wurden noch 395 Personen gezählt), wurde seit Beginn der 1980er Jahre wieder ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum verzeichnet.
Wirtschaft und Infrastruktur Dammartin-les-Templiers war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in der Agglomeration Besançon ihrer Arbeit nachgehen.
Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Nancray nach Baume-les-Dames führt. Eine weitere Straßenverbindung besteht mit Glamondans.
Literatur Le Patrimoine des Communes du Doubs. Band 2, Flohic Editions, Paris 2001, ISBN 2-84234-087-6, S. 1144–1145.
Weblinks
Kategorie:Ort in Bourgogne-Franche-Comté