mini|Tennengebirge vom Leopold-Happisch-Haus aus gesehen (2011)
Das Leopold-Happisch-Haus ist eine Schutzhütte der Sektion Salzburg der Naturfreunde Österreichs, gelegen im westlichen Teil des Tennengebirges im Salzburger Land.
Lage Die Hütte befindet sich auf einer kleinen, grünen Anhöhe in Höhe im Pitschenbergtal. Dieses wasserarme Hochtal erstreckt sich im westlichen Teil des Tennengebirges und zerschneidet das weitläufige Plateau in zwei Teile. Aufgrund der abgeschiedenen Lage dieses Stützpunktes gab es in den letzten Jahren Schwierigkeiten, die Bewirtschaftung aufrechtzuerhalten. Die Versorgung ist aufwendig und teuer, sie erfolgt ausschließlich per Hubschrauber und Träger. Das Leopold-Happisch-Haus ist ein Stützpunkt für Bergsteiger, die von hier aus zahlreiche Plateauüberschreitungen und Gipfelbesteigungen im Tennengebirge unternehmen können.
Geschichte Benannt wurde das Haus nach dem österreichischen Schriftsetzer und Arbeitersportfunktionär Leopold Happisch (* 1. April 1863 in Wien; † 19. November 1951 in BerndorfAls Sterbeort wird bisweilen das neben Berndorf gelegene Hernstein angegeben. – In: Hanns Jäger-Sunstenau, Karl Uhlirz: Die Ehrenbürger und Bürger ehrenhalber der Stadt Wien. Im Gedenken an den österreichischen Historiker Karl Uhlirz, 1889–1903 Direktor des Wiener Stadtarchivs, gestorben 1914 als Universitätsprofessor in Graz. Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, Band 23. Deuticke, Wien 1992, , ISBN 3-7005-4629-7, S. 85.), dem ersten Sekretär der Naturfreunde-Internationale und Schriftleiter der Zeitschrift Der Naturfreund – Online bei ANNO..
Seit dem Start des Wandersommers 2016 wird das Leopold-Happisch-Haus als Selbstversorgerschutzhaus geführt. Das heißt, es befindet sich kein Hüttenwirt mehr auf der Hütte und die Bergsteiger müssen sich selbst versorgen.
Im Jahr 2017 wurden Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung erneuert.
Zustiege Anreise: Von der Tauernautobahn (A 10), Ausfahrt Pass Lueg, über die B 159 nur etwa 700 m nördlich bis zum Gasthaus Stegenwald. Alternativ zum Parkplatz am Pass Lueg oder von der Ausfahrt Werfen hinauf zur Eisriesenwelt.
Vom Pass Lueg bei Golling (, Parkplatz) über Langtal, Törl, Stiege und Pitschenbergalm in einer Gehzeit von 6 Stunden. Vom Gasthaus Stegenwald über Grünwaldalm, Ofenrinne, Stiege und Pitschenbergalm in einer Gehzeit von 4½ Stunden. Vom Dr.-Friedrich-Oedl-Haus (Eisriesenwelt) über Hochkogelsteig und Plateau in einer Gehzeit von 3 Stunden.
Übergänge Stefan-Schatzl-Hütte () über die Wieselsteine, schwierig, Gehzeit: 4 Stunden Dr.-Friedrich-Oedl-Haus () über Hochkogelsteig, Gehzeit: 2½ Stunden Edelweißerhütte () über Streitmandlscharte, Gehzeit: 2½ Stunden Werfener Hütte () über Streitmandlscharte, Edelweißerhütte und Throntal, Gehzeit: 3½ Stunden Laufener Hütte () über Wengerscharte, Bleikogel und Tennkessel, Gehzeit: 7 Stunden Söldenhütte () über Wengerscharte und Tauernscharte, Gehzeit: 6½ Stunden
Gipfelbesteigungen Wieselstein (2300 m), Gehzeit: 2 Stunden Knallstein (2234 m), Gehzeit: 4 Stunden Tiroler Kogel (2324 m), Gehzeit: 1½ Stunden Hochkogel (2283 m), Gehzeit: 1 Stunden Streitmandl (2350 m), Gehzeit: 2½ Stunden Raucheck (2431 m) über Lehnenden Stein, Gehzeit: 3 Stunden
Literatur und Karte Albert Precht: Alpenvereinsführer Tennengebirge. Bergverlag Rother, ISBN 978-3-7633-1246-7. Alpenvereinskarte 1:25.000, Blatt 13, Tennengebirge
Weblinks
Almen der bayerisch-österreichischen Kalkhochalpen | Vordere und Hintere Pitschenbergalm Belegungskalender Leopold-Happisch-Haus
Einzelnachweise
Anmerkungen
Kategorie:Alpenhütte im Land Salzburg Kategorie:Tennengebirge Kategorie:Pfarrwerfen