Leondari ( , auch Leontari) ist ein Dorf der Gemeinde Megalopoli mit 257 Einwohnern im Hochland von Arkadien auf dem Peloponnes in Griechenland. Zusammen mit einigen umliegenden Weilern bildet es eine Ortsgemeinschaft in der Gemeinde Megalopoli. Der Ort war bis 2010 der Verwaltungssitz der Gemeinde Falesia. Mit dieser wurde es zum 1. Januar 2011 nach Megalopoli eingemeindet.
Lage Das Dorf Leondari ist etwa 11 km südlich von Megalopoli am nördlichen Ausläufer des Taygetos-Gebirges auf einem Bergrücken in etwa 550 m Höhe gelegen. Dieser Bergrücken liegt zwischen den beiden Nebenflüssen des Alfios Xerilas () im Westen und Koutoufarinas () im Osten. Das Gebiet Leondaris erstreckt sich über 21,755 km². Südwestlich von Leondari liegt Kalyvia, nördlich liegen Gavria und Kotsiridi, jenseits des Koutoufarinas Kamaritsa.
Die Lage des von den antiken Autoren Thukydides, Xenophon und Pausanias erwähnten Ortes Leuktron ()Thukydides, Der Peloponnesische Krieg 5.54; Xenophon, Hellenika 6.5.24; Pausanias, Beschreibung Griechenlands 8.27.4 hatten William Martin LeakeWilliam Martin Leake: Travels in the Morea. Band 2, London 1830, S. 322 f. und Ernst CurtiusErnst Curtius: Peloponnesos: eine historisch-geographische Beschreibung der Halbinsel. Band 1, Gotha 1851, S. 292 f. in der Nähe des Dorfes erwogen.
Verwaltungszugehörigkeit und Bevölkerungsentwicklung Von 1835 an war Leondari Sitz der damaligen Gemeinde Falesia bis zu deren Auftrennung 1912 in elf Landgemeinden. Danach bildete Leondari als Verwaltungssitz die Landgemeinde Leondari () zusammen mit insgesamt elf Dörfern und kleineren Siedlungen. Durch Umgemeindungen und Auflösung reduzierte sich deren Gesamtzahl auf fünf Siedlungen bis 1940. Mit der Gebietsreform 1997 kam Leondari als Gemeindebezirk zur neugegründeten Gemeinde Falesia und war hier erneut Gemeindesitz. (Hrsg.): Band 1 (), Band 2 (), Athen 2002, ISBN 960-7509-47-1, S. 22, S. 526. (griechisch). Im Zuge der Verwaltungsreform 2010 wurden Falesia und Gortyna mit Megalopoli fusioniert. Seither hat Leondari den Status einer Ortsgemeinschaft in der neuen Gemeinde Megalopoli.
Einwohnerentwicklung von LeondariEinwohnerzahlen von Leondari 1920–2011 Griechisches Statistisches Amt ELSTAT, Digitale Bibliothek; Census 2011 (griechisch)
Name griechischer Name Code 1920 1928 1940 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011 Leondari 4004030101 639 645 329 561 443 323 252 306 289 257 Gavria 4004030102 87 91 35 52 21 16 6 9 10 9 Kalyvia 4004030103 161 158 65 83 69 46 40 28 24 11 Kamaritsa 4004030104 110 110 73 97 67 53 40 24 24 22 Kotsiridi 4004030105 145 178 101 140 86 62 54 37 37 22 Gesamt 40040301 1450* 1214** 603 933 686 500 392 404 384 321 * 1920: Bilali () 19 Einwohner, Sidirodromikos Stathmos Leondariou () 15, Soulari () 274 Einwohner ** 1928: Bilali () 11 Einwohner, Sidirodromikos Stathmos Leondariou () 21 Einwohner
Sehenswürdigkeiten Auf dem Berg am nordwestlichen Ortsrand liegt das Kastro von Leondari ().
In Leondari und der näheren Umgebung liegen mehrere byzantinische Kirchen, überwiegend aus dem 14. Jahrhundert. Die bedeutendste ist die Kirche Agii Apostoli () in der Nähe des Dorfzentrums.Church of Aghioi Apostoloi at Leontari, Ministerium für Kultur und Sport (englisch)Aspasia Louvi-Kizi In: Band 28, Athen 2007, S. 99–114. PDF Online (griechisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Region Peloponnes Kategorie:Ort auf dem Peloponnes Kategorie:Megalopoli