mini|Signatur, 1991 Johannes Roloff (* 1957 in Berlin) ist ein deutscher Pianist, Arrangeur und Komponist. Er ist ein Sohn des Pianisten Helmut Roloff.
Leben und Wirken Johannes Roloff begann mit sieben Jahren Klavier zu spielen. Er nahm von 1970 bis 1975 Cello-Unterricht und studierte von 1977 bis 1983 Klavier in Berlin und München. Konzertreisen führten ihn in verschiedene Städte der Bundesrepublik und der DDR, nach Japan, Kanada und auf die Kanarischen Inseln. Neben seiner pianistischen Tätigkeit komponierte er Theater- und Film-Musik, z. B. für Witold Gombrowiczs „Operette“ (aufgeführt im Sommer 1987 im Berliner Hebbel-Theater) und für den Zeichentrickfilm „Der kleine Prinz“, der im Dezember 1990 vom ZDF ausgestrahlt wurde. Im April 1988 spielte er mit dem Symphonischen Orchester Berlin in der Philharmonie Beethovens Klavierkonzert Nr. 1. Im Januar 1989 gab Roloff ein Solo-Debüt im Kammermusiksaal der Philharmonie mit Werken von Bach, Berg, Weber und Prokofjew.Kume Bijutsukan Tokyo (Hrsg.): Johannes Roloff Piano-Recircle. Programmheft, 5. April 1991.
Bekannt wurde er dann als musikalischer Leiter und Arrangeur des Comedy-Trios Geschwister Pfister, mit dem er seit 1991 zusammen arbeitet. Roloff arrangierte die Musik der Operette Im weißen Rößl für die Berliner Inszenierung von Christoph Marti in der Bar Jeder Vernunft. Das Arrangement wurde vom Verlag Felix Bloch Erben als Kurzfassung anerkannt.
In der Spielzeit 2009/10 ist er am Theater St. Gallen als musikalischer Leiter des Schweizer Musicals Bibi Balù engagiert, bei dem auch Tobias Bonn (Toni Pfister) und Christoph Marti (Ursli Pfister) mitwirken.
Komponist von Film- und Bühnenmusiken 1987 Theaterstück Operette von Witold Gombrowicz 1990 Zeichentrickfilm Der kleine Prinz 2025 Musical / kriminalistische Musikrevue Miss Merkel – Mord in der Uckermark. Nach David Safier, Musik von Thomas Pigor und Johannes Roloff, Uraufführung 21. September 2025, Komödie am Kurfürstendamm, Berlin
Diskografie 1993 – Ursli Pfister – A Pure Joy 1994 – Im weißen Rößl 1995 – March for Glory 1996 – Turn off the Bubble Machine 1997 – The Great Space Swindle 1999 – The Voice of Snow White 2000 – On the Run, Eine Reise ins Glück 2002 – Ursula West – Daughter of Country 2002 – Have a Ball! 2002 – Therapie Zwecklos 2005 – Ursula West – A Legend in my Time 2008 – American Dreams – Ursli Pfister singt Randy Newman
2001 – Ludwig van Beethoven: Klaviersonaten op. 109, 110, 111 – Aufzeichnung des Konzerts in der Kirche zum Heiligen Kreuz, Berlin-Kreuzberg am 25. November 2001 2005 – Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen – Aufzeichnung des Konzerts in der Passionskirche, Berlin-Kreuzberg am 15. Januar 2005 2006 – Joseph Haydn: Variationen f-moll und Ludwig van Beethoven: Diabelli-Variationen – Aufzeichnung des Konzerts in der Passionskirche, Berlin-Kreuzberg am 23. November 2006
Einzelnachweise
Kategorie:Pianist Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Mann