Das Coburger Tageblatt ist eine Tageszeitung in Coburg und Umgebung. Es erscheint Montag bis Samstag. Zusammen mit den Tageszeitungen Fränkischer Tag, Bayerische Rundschau, und Saale-Zeitung gehört das Coburger Tageblatt zur Mediengruppe Oberfranken. Die Zeitungen teilen sich eine überregionale Redaktion und betreiben jeweils ein Online-Portal.coburger-tageblatt.de

Geschichte Im Jahre 1886 wurde die Zeitung von dem Verleger Friedrich Riemann gegründet, redigiert vom Besitzer Theodor Hermann Wechsung und verlegt von der Riemann’schen Hofbuchhandlung. Das Coburger Tageblatt – Generalanzeiger für Stadt und Land – Organ für Politik, Lokalgeschichte, Handels- und Geschäftsverkehr sollte die Stimme der liberalen Kräften werden. Mitbegründer war Ferdinand Scheller, ein Neffe von Rudolf Scheller."Die Schellers: Eine Unternehmerfamilie aus Hildburghausen" - in: Südthüringer Rundschau, Nr. 50, 33/2023, S. 13. Von 1893 bis 1908 war Otto Kirchhof aus Sondershausen Herausgeber der Zeitung. Im Coburger Gebäude Gemüsemarkt 1 wurde der Zeitungsverlag untergebracht. Es folgte als Verleger Friedrich Colbatzky. Das Tageblatt war anfangs einem entschiedenen Liberalismus verpflichtet und entwickelte sich später zur objektivsten und ausgewogensten Coburger Tageszeitung.Coburger Zeitung Im Jahr 1926 wurde in der Coburger Mohrenstraße 17 ein neues Verlagshaus, das der Architekt Arthur Bergmann plante, eingeweiht. Um 1930 hatte die Tageszeitung eine Auflagenhöhe von über 10.000 Exemplaren. Im Jahr 1936 wurde sie von den Nationalsozialisten enteignet und 1940 mit der Coburger Nationalzeitung zusammengelegt, 1942 kam es zur Löschung des Zeitungstitels.

Die Familie Colbatzky gründete das Coburger Tageblatt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1945 neu. Die Verlagsräume in der Coburger Mohrenstraße waren aber der Neuen Presse unter dem Druck der amerikanischen Militärregierung pachtweise überlassen worden.

Hans-Georg Ehrhardt erhielt eine Zeitungslizenz, so dass Paula Colbatzky mit seiner Hilfe in den Hofbräuräumen an der Mohrenstraße wieder am 1. Oktober 1949 mit der Herstellung des Coburger Tageblatts beginnen konnte. Hanns Thormann wurde Chefredakteur und blieb bis 1962 in diesem Amt. Der Zwangspachtvertrag mit der Neuen Presse galt noch bis 1951. Die Anwesenheit der beiden Zeitungsverlage in demselben Gebäude führte zu ständigen Spannungen. Ende 1953 wurde der Neuen Presse der Miet- und Pachtvertrag gekündigt.

Das Coburger Tageblatt wurde 1971 von Friedrich-Herbert Colbatzky an den E. C. Baumann-Verlag in Kulmbach verkauft. Im Jahre 1973 wurde das Verlagshaus in der Mohrenstraße für den Neubau eines Warenhauses des Kaufhofes abgebrochen. Die Redaktion zog in die Hindenburgstraße 3a. Der Kulmbacher Verleger Horst Uhlemann gab von da an als zweite Tageszeitung neben der Bayerischen Rundschau das Coburger Tageblatt heraus. Im Jahre 2003 übernahm der Verlag Fränkischer Tag Bamberg die Mehrheit an der Baumann GmbH & Co. KG. Aus diesem Umstand heraus ergab sich der weitere Fortbestand als Coburger Tageblatt Verlag & Medien GmbH & Co. KG mit unabhängiger Lokal-, Sport- und Kulturredaktion in Coburg. Seit 2009 ist das Coburger Tageblatt Teil der Mediengruppe Oberfranken. Die Zeitung erscheint im Berliner Format.

Auflage Das Coburger Tageblatt hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Sie beträgt gegenwärtig Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei Prozent.

Siehe auch Neue Presse (Coburg) (Konkurrenzzeitung)

Einzelnachweise

Weblinks Online-Auftritt des Coburger Tageblatts: coburger-tageblatt.de Mediengruppe Oberfranken

Kategorie:Medien (Coburg) Kategorie:Zeitung (Bayern) Kategorie:Deutschsprachige Tageszeitung Kategorie:Zeitung (Deutsches Kaiserreich) Kategorie:Zeitung (Weimarer Republik) Kategorie:Medien (Weimarer Republik) Kategorie:Ersterscheinen 1886