Diese Liste führt die Namen der Gouverneure von Portugiesisch-Indien auf. Die Verwalter im Namen der portugiesischen Krone hatten verschiedene Titel. An Personen mit großen Verdiensten wurde der Titel des Vizekönigs vergeben. Er wurde erstmals durch König Manuel I. an Tristão da Cunha vergeben, der aber aufgrund einer zeitweiligen Blindheit das Amt nicht antreten konnte. Stattdessen wurde Francisco de Almeida der erste Vizekönig von Portugiesisch-Indien (Estado da Índia). Sein Nachfolger Afonso de Albuquerque erhielt wiederum nur den Titel des Gouverneurs. 1774 wurde der Titel des Vizekönigs offiziell abgeschafft, danach aber weiter sporadisch vergeben, bis er 1835 endgültig abgeschafft wurde.

Die Gouverneure/Vizekönige verwalteten über 200 Jahre lang von Goa (ab 1510 Hauptstadt) aus nicht nur die portugiesischen Besitzungen in Indien, sondern auch die anderen Kolonien am Indischen Ozean und Asien: Ostafrika (bis 1752), Macau, Portugiesisch-Timor und die anderen ostasiatischen Kolonien (bis 1951, mit Unterbrechung zwischen 1844 und 1883).

Der letzte portugiesische Verwalter wurde 1961 abgesetzt, als Indien die letzten portugiesischen Enklaven besetzte. Nach der Nelkenrevolution 1974 wurde die Annexion durch Portugal anerkannt.