Der Andelsbach, früher auch als der AndelMeyers Konversationslexikon, 4. Auflage, 1885–1892 und Andelnbach bezeichnet, ist ein 30 Kilometer langer Fluss im Landkreis Sigmaringen im südlichen Baden-Württemberg, der nach ungefährem Nordnordwestlauf bei Krauchenwies von rechts dem Donau-Zufluss Ablach zumündet.

Name Der Andelsbach wird 1236 erstmals als Andolfspach schriftlich erwähnt. Er leitet sich also von einem Personennamen ab.

Geographie Verlauf Die Quellbäche des Andelsbachs entspringen etwas nördlich von Glashütten und des Berges Höchsten () in der Gemeinde Illmensee am Südrand des Waldgebietes Nachtweide. Der als Hauptlauf angesehene rechte Oberlauf Andelsbach entspringt hier auf etwa , der etwas längere, jedoch einzugsgebietsärmere linke Seehaldengraben sogar auf etwa . Beide laufen ungefähr nordnordwestlich durch den Wald und die anschließende Flur bis zum Ortsteil Illwangen, wo sie dann nach 1,8 km bzw. 2,1 km zusammenfließen. Danach speist der Andelsbach auf den 66 ha großen Illmensee, durchquert nach dem Austritt den namengebenden Hauptort der Gemeinde Illmensee und durchfließt bei Ruschweiler auf immer noch den 22 ha großen Ruschweiler See.

Auf nun nordwestlichem Kurs überschreitet er nach dem letzten Weiler Gampenhof der Gemeinde die Stadtgemarkungsgrenze von Pfullendorf, fließt am Weiler Andelsbach am linken Ufer vorbei und durchquert dann den ersten Stadtteil Denkingen. Ehe er so Pfullendorf in weiterem Nordwestlauf selbst erreichen würde, knickt er in breiter Aue für drei Kilometer auf Nordlauf und passiert so die Kleinstadt im Nachbartal, deren östlichsten Teile bis auf den linken Hügelkamm reichen. In wieder nordnordwestlicher Richtung zieht er an den kollektiv Am Andelsbach genannten Einzelhäusern von Pfullendorf vorbei und fließt weiter zwischen Zell am Andelsbach am linken und Schwäblishausen am rechten Hangfuß hindurch. mini|links|Andelsbach bei Hausen am Andelsbach Hiernach erreicht der Bach die Gemarkung der Gemeinde Krauchenwies, dessen erster Talort Hausen am Andelsbach rechts bis ans Ufer reicht. Wenig darunter mündet nördlich des auf dem Anstieg zum Talsporn liegenden Ettisweiler, von links und Süden kommend, auf etwa der Kehlbach, mit 16 Kilometern Länge und 55 Quadratkilometern Einzugsgebiet bedeutendster Nebenfluss. Auf seinem restlichen Lauf zieht der kleine Fluss nordwärts, erreicht so bald die Siedlungsgrenze von Krauchenwies selbst und fließt im Dorf am Schloss Krauchenwies vorbei durch den Schlosspark. Zwischen der Bahnbrücke der Ablachtalbahn und der Kläranlage des Ortes mündet der Andelsbach dann von rechts und Süden in die hier ostnordöstlich zur Donau laufende Ablach.

Einzugsgebiet Der Andelsbach entwässert 152 km² der eiszeitlich geprägten Moränenlandschaft rechts der oberen Donau in nordwestlicher Richtung zur Ablach. Sein Einzugsgebiet hat etwa die Gestalt eines rechtwinkligen Dreiecks, dessen Hypotenuse an der Nordostseite sich vom Nordgipfel des Höchsten südlich von Illwangen über 25 Kilometer weit bis zur Mündung bei Krauchenwies erstreckt. Von dort läuft dessen kurze westnordwestliche Kathete über 14 Kilometer weit bis in den Forstwald südwestlich von Rothenlachen über der Quelle des großen linken Zulaufs Kehlbach. Die größere Kathete von dort zurück zum Höchsten ist fast 21 km lang und läuft etwa südöstlich.

Unmittelbar angrenzende größere Einzugsgebiete sind – von der Nordspitze an im Gegenuhrzeigersinn aufgeführt – zunächst jenseits der westnordwestlichen Wasserscheide die der Ablach selbst und zwischendurch ihres Zuflusses Ringgenbach. Anschließend entwässern jenseits der südwestlichen Wasserscheide die Linzer Aach und dann ihr Zufluss Deggenhauser Aach zum Bodensee; auf diesem Abschnitt läuft also die Europäische Hauptwasserscheide zwischen Donau diesseits und Rhein jenseits auf der Grenzlinie. Diese folgt auch noch auf einem ersten kurzen Stück rechts des obersten Andelsbachs der Nordostseite bis etwa auf die Breite des Illmensees, hier ist die ebenfalls zum Bodensee fließende Rotach unmittelbarer Konkurrent. Auf dem längsten Teil dieser Seite des Einzugsgebietes bis fast zu dessen Nordspitze führt jedoch die Ostrach das hinter dem Tälerkamm niedergehende Wasser unmittelbar in die Donau.

Der höchste Punkt im Einzugsgebiet liegt auf der Nordkuppe des Höchsten auf .

Zuflüsse und Seen Hierarchische Liste der Zuflüsse und 10px Seen von der Quelle zur Mündung, jeweils eingerückt unter dem aufnehmenden Gewässer und von dessen Ursprung zu dessen Mündung geordnet. Gewässerlänge, Seefläche und Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt. Nur nicht eingeklammerte Benennungen von Gewässern sind deren Eigennamen.

Ursprung des Andelsbachs auf etwa etwa 600 Meter nördlich des Wasserbehälters und des Funkturms auf der Nordkuppe des Höchsten im zum Ortsteil Illwangen von Illmensee gehörenden Zinken Glashütten. Der Bach fließt zunächst nordwärts in den Wald Nachtweide ein.

(Waldhangbach), von links und Süden auf etwa am ersten querenden Waldweg in der Nachtweide, ca. 0,4 km und ca. 0,1 km². Entsteht auf etwa am Südrand der Nachtweide unweit der Hauptquelle. Ab etwa hier Nordnordwestlauf. (Waldhangbach), von rechts und Nordosten auf etwa wenig nach dem vorigen, 0,4 km und ca. 0,1 km². Entsteht auf etwa eben noch auf der Waldgemarkung des Weilers Höhreute der Gemeinde Wilhelmsdorf im Nachbarkreis Ravensburg. Sacker Graben, von rechts und Osten auf etwa in einem kurzen Muldenwäldchen nach dem Austritt in die Flur, 0,5 km und ca. 0,2 km² Entsteht auf etwa westlich des zu Höhreute gehörenden Einzelhauses Sack am Nordrand der Nachtweide. Seehaldengraben, von links und Süden auf etwa nach Unterqueren der dortigen Höchstenstraße (K 8249) am Rand von Illingen, 2,1 km und ca. 1,1 km². (Der Namensast ist hier 1,8 km lang und hat ein kaum größeres Einzugsgebiet von ca. 1,2 km².) Entsteht auf etwa östlich des Putscherhauses, keine 400 Meter südwestlich des Hauptlaufursprungs. (Klingenbach), von links und Südsüdwesten auf unter im Illwanger Wald, 0,6 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwa nördlich des Putscherhauses. Heidenöschgraben, von rechts und Osten auf etwa im nördlichen Illwangen, ca. 0,9 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf um in zwei Ästen als Raingraben unter der Höhreutener Kuppe Greut (ca. ). Schulterbachgraben, von rechts und Osten auf etwa zwischen Illwangen und der Lorettokapelle bei Mariahof, ca. 0,7 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf etwa nördlich des Wasserreservoirs am Hang Mariahofgraben, von rechts Haldengraben, von rechts und Nordosten auf etwa zwischen Marienhof und dem folgenden See, ca. 0,8 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf etwa nahe dem Birkhofer Wäldle. Etwa an diesem Zulauf gehen vom Andelsbach zwei bis zu 400 Meter lange linke Nebenläufe ab, die ebenfalls in den folgenden See münden. 10px Durchfließt auf den Illmensee beim Hauptort Illmensee der Gemeinde, 66,2 ha. In die Westbucht des Sees zwischen Reute im Süden und dem Ort Illmensee selbst im Norden münden zwei bis zu 0,6 km lange Entwässerungsgräben aus dem Gewann Ob Ried. Seewiesengraben, von links am Südrand von Illmensee. (Entwässerungsgräben aus dem Ried), von rechts und links nördlich von Illmensee, bis zu 0,8 km. 10px Durchfließt auf den Ruschweiler See am Südrand von Ruschweiler, 22,1 ha. Danach Westlauf. Öschlegraben, von links und Süden wenig nach dem Austritt aus dem vorigen, 1,3 km und ca. 1,0 km². Entsteht auf etwa in einer feuchten Mulde südwestlich des Illmenseer Gewerbegebietes. 10px Durchfließt auf den Volzer See wenige Schritte vor der Mündung, 4,3 ha. Krumbach, von links und Südosten auf über zwischen Illmensee und dem Weiler Gampenhof von Ruschenweiler am Westrand des Volzer Hölzles, 4,7 km und 3,3 km².Entsteht auf etwa nordwestlich von Lichtenegg noch vor dem Wald. Hungerberggraben, von rechts und Nordosten auf knapp beim Gampenhof, 2,0 km und 1,9 km². Entsteht auf etwa nördlich eines großen Einzelhofes an der Ruschweiler Sturmbergstraße. Zumeist Raingraben. 10px Entwässert auf unter einen Kleinteich in einem kurzen Muldenwald westlich des Hungerbergs, unter 0,1 ha. In der Folge ungefähr Nordwestlauf. Ab etwa hier reicht die Denkinger Gemarkung der Stadt Pfullendorf ans linke Ufer, nach etwas über zweieinhalb Kilometern fließt der Andelsbach in diese Gemarkung ein. 10px In rund 400 Metern Entfernung vom Lauf liegen die zwei Kiesweiher Denkinger Seen am Südostrand von Denkingen auf unter in einer 19 ha großen ehemaligen Kiesgrube in den Kreuzäckern, die heute unter Naturschutz steht, zusammen 1,1 ha. (Zulauf des gewässerlosen Malaientals), von links und Süden auf Höhe von Denkendorf, etwa 2,0 km. Durchs Malaiental tritt die L 201 ins Andelsbachtal.Laufknick nach Norden, auf unter gut 2 km nach dem vorigen. Kurz danach steigt die L 201 über die linke Randhöhe aus dem Tal. Mistbärengraben, von links und Südsüdwesten auf etwa im Pfullendorfer Unterried einen Viertelskilometer nach der Unterquerung des Damms der Bahnstrecke Altshausen–Pfullendorf, 1,8 km und 2,6 km². Entsteht auf etwa nahe am linken Hangfuß in den hier sehr weiten Aue des Andelsbachs. Hardgraben, von rechts und Osten auf etwa in den Oberen Riedwiesen an der Pfullendorfer Kunstmühle, 2,3 km und 8,2 km². Entsteht auf etwa im Hart vor dem Hangwald Spitz und entwässert im Süden auf 136 ha unter Schutz gestellte Versumpfungsmoor Taubenried, das zum größeren Teil auf der Gemarkung der östlichen Pfullendorfer Nachbargemeinde Ostrach liegt. Harbach, von rechts und Nordosten auf etwa in den Oberen Riedwiesen an der Pfullendorfer Bleiche, 1,9 km und 5,0 km². Entsteht auf unter in der Nordostspitze Riedle des Naturschutzgebietes Taubenried im beginnenden Wald. Entwässert im Norden das Taubenried. Nach dieser Mündung fließt der Andelsbach kurz westlich und wird dabei von der Brücke der Landesstraße Pfullendorf–Ostrach (L 194) überspannt. → (Abgang des Kanals zur Laubsmühle), nach links auf unter am Pfullendorfer Riedhof. Der Andelsbach läuft ab hier sehr gerade etwa nordnordwestlich durch die Pfullendorfer Mittleren und Unteren Riedwiesen. ← (Rücklauf des Kanals zur Laubsmühle), von links auf etwa bei dieser und wenig vor der Brücke der Landesstraße von Pfullingen nach Mengen (L 268), 1,4 km. Mittlerer Riedwiesengraben, von rechts 10px Speist auf etwa 614 – eine Kette von über einem Dutzend Kleinweihern rechts am Lauf im Zeller Oberried, alle teils knapp unter 0,1 ha. Mottschießer Graben, von rechts und Südosten auf etwa beim Pfullendorfer Dorf Zell am Andelsbach, 4,4 km und 4,8 km². Entsteht auf etwa an einem Waldwegkreuz im Alten Hau südöstlich des Pfullendorfer Dorfes Mottschieß. Wenig später quert der Andelsbach die Stadtgrenze zur Gemeinde Krauchenwies. Höllgraben, von rechts auf etwa aus dem Dorf Hausen am Andelsbach, 4,0 km und ca. 3,9 km². → (Kanalabgang), nach rechts kurz nach dem vorigen auf etwa am Sportplatz von Hausen. ← (Kanalrücklauf), von rechts auf knapp am Nordende von Hausen, 0,7 km. Auf der von Kanal und Bach gebildeten Insel und rechts der unteren Kanals liegen rund drei Dutzend Kleinbecken, zusammen unter 1 ha. mini|Zusammenfluss von Andelsbach (links) und Kehlbach (rechts) Waldgraben, von links Sennebach, von rechts Kehlbach, von links und Süden auf etwa zwischen den Dörfern Bittelschieß und Krauchenwies der Gemeinde Krauchenwies am Fuß eines Steinbruchs, 16,0 km und 55,2 km². Entsteht auf etwa südwestlich des Dorfes Rothenlachen der Gemeinde Wald.Nach diesem größten Zulauf bald Nordnordostlauf    Zuflüsse im Artikel Zaunhölzlegraben, von rechts Schwarzer Graben, von rechts und Südsüdwesten auf etwa in Krauchenwies vor der Brücke des Industriegleises, 1,8 km und ca. 1,0 km². Entspringt auf etwa dem Antonsbrunnen wenig nördlich von Hausen am bewaldeten rechten Talhang und läuft sehr bald als Auengraben. Steinertgraben, von rechts nach der Brücke des Industriegleises in Krauchenwies