Die Kardamomberge ( oder Anaimalai Hills, ) sind ein ca. 2800 km² umfassender und maximal knapp hoher Gebirgszug im Süden Indiens. Der Name stammt von den Kardamomplantagen in den kühleren Bergen, wo auch Pfeffer und Kaffee angebaut werden. Außerdem wachsen hier Sandelholzbäume.

Geografie Lage Die Kardamomberge liegen südlich der Palakkad-Lücke an der Grenze der Bundesstaaten Kerala und Tamil Nadu; sie gelten als südlichster Teil der Westghats. Im Nordwesten grenzen die Anaimalai Hills an, im Nordosten die Palani-Berge und im Süden die Pothigai Hills. Berge Die höchste Erhebung in den Kardamombergen und in ganz Südindien ist der hohe Anamudi; zahlreiche weitere Granitgipfel, die auf lang zurückliegende vulkanische Aktivitäten hinweisen, liegen in seiner näheren Umgebung. Flüsse In den Kardamombergen entspringen zahlreiche kleinere Flüsse, die zumeist in den von zwei Stauseen (Idukki-Talsperre und Mullaperiyar-Talsperre) unterbrochenen Periyar oder in den Pamba münden, deren Wasser letztlich in den Süden der Arabischen See fließen. Nach Nordosten wird das Bergland durch den Fluss Pembar entwässert; nach Osten durch einen Nebenfluss des Vaippar. Naturparks In den Kardamombergen befinden sich mehrere Naturschutzgebiete, darunter der Periyar-Nationalpark, der Eravikulam-Nationalpark und das Idukki Wildlife Sanctuary. Orte Wichtigste Stadt im Bereich der Kardamomberge ist das ca. 125 km (Fahrtstrecke) östlich von Kochi gelegene Munnar (ca. 35.000 Einwohner). Daneben ist auch die ca. 63 km südwestlich von Munnar gelegene Kleinstadt Idukki (ca. 15.000 Einwohner) zu erwähnen. Klima Das Klima in den Kardamombergen ist zumeist schwülwarm; lediglich in den höhergelegenen und ehemals von den Briten als Hill Stations genutzten Orten wie dem ca. hoch gelegenen Munnar ist es erträglich. Der reichliche Regen (ca. 2500 mm/Jahr) fällt überwiegend im Sommerhalbjahr (Monsun).

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