Lucius Scribonius Libo war ein römischer Senator zu Beginn der Kaiserzeit.
Lucius Scribonius Libo war vermutlich ein Enkel (nach älteren Rekonstruktionen ein Sohn) des gleichnamigen Konsuls von 34 v. Chr.Ronald Syme, The Augustan aristocracy (1986), S. 256–257. Seine Großtante war Scribonia, die zeitweilige Ehefrau des Augustus. Über seine Mutter Pompeia Magna war er ein Urenkel des Gnaeus Pompeius Magnus.Sie war eine Tochter von Pompeia, Tochter des Pompeius Magnus, und des Lucius Cornelius Cinna; vgl. Syme, The Augustan aristocracy (1986), S. 257, und das Stemma in Prosopographia Imperii Romani VII, II, S. 103. Wahrscheinlich war er der Bruder des Marcus Scribonius Libo Drusus, der 16 n. Chr. wegen angeblicher Verschwörung gegen Kaiser Tiberius angeklagt wurde.Tacitus, Annalen 2,27–32.
Im Jahr 16 n. Chr. bekleidete Libo gemeinsam mit Sisenna Statilius Taurus das ordentliche Konsulat. Nach den Fasten schieden beide Konsuln am 1. Juli aus dem Amt; ihre Nachfolger wurden Gaius Vibius Rufus und Gaius Pomponius Graecinus.
Libo war Mitglied des Priesterkollegiums der Septemviri epulonum.. Möglicherweise gehörte er außerdem zu den Besitzern der Marmorsteinbrüche von Luna; darauf könnte die Weihinschrift eines seiner Freigelassenen hindeuten..
Literatur
Prosopographia Imperii Romani. 2. Auflage. Pars VII, Fasciculus II, de Gruyter, Berlin 2006, S. 102–104 (PIR² S 266).
Anmerkungen
Kategorie:Konsul (Römische Kaiserzeit) Libo, Lucius Scribonius Kategorie:Geboren im 1. Jahrhundert v. Chr. Kategorie:Gestorben im 1. Jahrhundert Kategorie:Mann