Andreas Hamann (* 14. Mai 1904 in Ockholm, Kreis Husum; † 7. Mai 1964 in Oldenburg) war ein deutscher Rechtsanwalt aus Oldenburg und Autor mehrerer rechtswissenschaftlicher Fachbücher.

Leben Nach dem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Kiel, wo er Mitglied der Burschenschaft Teutonia Kiel wurde,Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 171. und der Promotion im Jahre 1932 an der Universität Hamburg war Andreas Hamann als Rechtsanwalt und Notar tätig. Hamann trat zum 1. Dezember 1931 in die NSDAP (Mitgliedsnummer 777.557),Bundesarchiv R 9361-I/54771 Ortsgruppe Hohenwestedt, und am 2. September 1932 in die Sturmabteilung ein. 1934 erfolgte der Umzug nach Siegen, wo er Vorsitzender Richter des Kreisgerichts Siegen-Land und SA-Sturmführer war. 1934/35 übersiedelte er vermutlich aufgrund eines Parteigerichtsverfahrens (1937 eingestellt) nach Oldenburg.Bundesarchiv R 9361-I/54771 In den 1950er Jahren war er auch Lehrbeauftragter an der Hochschule für Sozialwissenschaften in Wilhelmshaven.

Er ist der Vater von Andreas Hamann jr.

Werke Das Kirchenrecht der deutschen Minderheit in Nordschleswig, Diss. Universität Hamburg, 1932 Rechtsstaat und Wirtschaftslenkung, 1953 Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949. Ein Kommentar für Wissenschaft und Praxis, 1956 (2. Aufl. 1961; 3. Aufl. weitergeführt von Andreas Hamann jr. und Helmut Lenz 1970) Deutsches Wirtschaftsverfassungsrecht, 1958 Kommentar zum Milch- und Fettgesetz, 1961

Literatur Rechtsanwalt Dr. Andreas Hamann †. In: Neue Juristische Wochenschrift. 1964, H. 26, S. 1217.

Einzelnachweise

Kategorie:Staatsrechtler (20. Jahrhundert) Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Wilhelmshaven) Kategorie:SA-Mitglied Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1964 Kategorie:Mann Kategorie:Wirtschaftsrechtler (20. Jahrhundert)