Semiarundinaria (Syn.: Brachystachyum ) ist eine Bambus-Gattung der Subtribus Shibataeinae innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae), zu dem auch die Gattung Phyllostachys zählt.
Beschreibung und Verwendung Semiarundaria sind mittelhohe Bambus-Arten (3 bis 14 m), deren Halme im Allgemeinen drei Zweige pro Knoten bilden. Die Halme haben Durchmesser von 1 bis 4 cm. Sie bilden nur wenige Ausläufer und brauchen daher weniger Platz als z. B. Phyllostachys-Arten. Da viele Arten frosthart sind, werden sie auch in Europa kultiviert.
Die Blütenährchen sind sitzend und 2- bis 7-blütig. Die Zahl der Hüllspelzen ist 0 bis 3. Die Deckspelze ist häutig und spitz. Die Vorspelzen sind so lang oder länger als die Deckspelzen. Sie sind an der Spitz abgerundet. Jede Blüte hat 3 Staubblätter, einen Griffel und 3 Narben.
Taxonomie Die Gattung Semiarundinaria wurde 1925 durch Takenoshin Nakai in Journal of the Arnold Arboretum Band 6, Seite 150 erstbeschrieben. Diesen Namen hatte vorher schon Tomitarô Makino im Jahr 1918 veröffentlicht, jedoch ohne Beschreibung. Nakai übernahm von ihm den Namen. Der Name Semiarundinaria besteht aus den Wortteilen semi = „halb“ und Arundinaria, eine Bambusgattung der Subtribus Arundinariinae.
Arten (Auswahl) und Verbreitung Die Gattung besteht aus sechs bis 15 Arten, die hauptsächlich in Japan, Nepal, Bhutan, im östlichen und südlichen China (drei Arten) vorkommen. Hier die Liste der anerkannten Arten: Semiarundinaria albostriata : Anhui. Semiarundinaria densiflora : Südliches China. Narihira-Bambus (Semiarundinaria fastuosa ): Zentrales und südliches Japan. Semiarundinaria fortis : Nördliches und zentrales Kyushu. Semiarundinaria kagamiana : Honshu. Semiarundinaria makinoi : Semiarundinaria shapoensis : Die Heimat ist Hainan. Semiarundinaria sinica : Jiangsu, Zhejiang. Semiarundinaria yashadake : Zentrales und südliches Japan.
Nicht mehr zu dieser Gattung gehört: Semiarundinaria okuboi ⇒ Sinobambusa tootsik Semiarundinaria pantlingii ⇒ Yushania pantlingii ; ist auf etwa 2300 m über dem Meer im Himalaya (Nepal, Bhutan) beheimatet.
Siehe auch Systematik der Bambusoideae
Literatur Simon Crouzet, Oliver Colin: Bambus. Agrarverlag, 2003
Weblinks
Beschreibung. In: Flora of China (englisch) Semiarundinaria. In: Das Bambus Lexikon Semiarundinaria Nakai w3TROPICOS-Datensatz des Missouri Botanical Garden
Einzelnachweise De-Zhu Li & Chris Stapleton: Semiarundinaria Nakai. In: Flora of China, vol. 22, Poaceae. Semiarundinaria
Kategorie:Bambus Kategorie:Bambusoideae