mini|Hugo Werner-Kahle (ca. 1929) Hugo Werner-Kahle, gebürtig Hermann Joseph Hugo Schraplau (* 5. August 1882 in Aachen;Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin-Charlottenburg III, Nr. 49/1910 † 1. Mai 1961 in Berlin), war ein deutscher Schauspieler.

Leben Hugo Werner-Kahle gab nach seiner Ausbildung bei Franz Deutschinger in Wiesbaden 1898 seinen Einstand am dortigen Residenztheater. Nach weiteren Bühnenstationen spielte er ab 1903 mehrere Jahre am Residenztheater von Hannover. Werner-Kahle war vor allem Väterdarsteller, besonders als Jüttner in Alt-Heidelberg, Werner in Minna von Barnhelm, General in Feydeaus Die Dame vom Maxim, Grobitsch in Hartlebens Rosenmontag und Göttling in Sudermanns Stein unter Steinen. Vor dem Ersten Weltkrieg kam er nach Berlin und setzte seine Tätigkeit dort an der Komischen Oper und am Schillertheater fort.

Ab Ende des Ersten Weltkrieges war er auch Filmschauspieler, besonders in Wiener Ateliers. Er wurde zu einem vielbeschäftigten Nebendarsteller. Darüber hinaus agierte er auch am Wiener Volkstheater. Ab 1936 schränkte er seine Filmarbeit deutlich ein. Bedeutung erlangte er nun als Leiter der Schauspielschule am Deutschen Theater (1937–1946).

Nach Kriegsende war er nur noch als Bühnenschauspieler an der Tribüne und am Theater am Kurfürstendamm aktiv. Er war in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Annemarie Steinsieck verheiratet.

Filmografie 1913: Der Excentric-Club 1916: Diebe – und Liebe 1916: Sein süßes Mädel 1917: Katharina Karaschkin 1918: Europa postlagernd 1918: Mitternacht 1920: Der Graf von Cagliostro 1920: Glanz und Elend der Kurtisanen 1922: Das Geld auf der Straße 1924: Die Andere 1924: Gehetzte Menschen 1924: Moderne Laster 1925: Die Frau mit dem Etwas 1925: Der Hahn im Korb 1925: Schatten der Weltstadt 1926: Der Ritt in die Sonne 1926: Das Gasthaus zur Ehe 1926: In der Heimat, da gibt’s ein Wiedersehn! 1926: Die Warenhausprinzessin 1927: Brennende Grenze 1927: Das Erwachen des Weibes 1927: Der goldene Abgrund 1927: Der große Unbekannte 1927: Herkules Maier 1928: Adam und Eva 1928: Freiwild 1928: Geschlecht in Fesseln 1928: Die seltsame Nacht der Helga Wangen 1928: Die Yacht der sieben Sünden 1928: Der Mann mit dem Laubfrosch 1929: Besondere Kennzeichen 1929: Drei machen ihr Glück 1929: Geschminkte Jugend 1929: Kehre zurück! Alles vergeben! 1929: Lux, der König der Verbrecher 1929: Meineid 1929: Mutterliebe 1930: Das Donkosakenlied 1930: Revolte im Erziehungshaus 1930: Hai-Tang. Der Weg zur Schande 1930: Zwei Krawatten 1931: Luise, Königin von Preußen 1931: Schachmatt 1931: Der unbekannte Gast 1932: Grün ist die Heide 1932: Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt? 1932: Der tolle Bomberg 1933: Großstadtnacht 1934: Die englische Heirat 1934: Rosen aus dem Süden 1935: Der alte und der junge König 1935: Frischer Wind aus Kanada 1935: Punks kommt aus Amerika 1935: Einer zuviel an Bord 1935: Der stählerne Strahl 1936: Neunzig Minuten Aufenthalt 1936: Port Arthur 1936: Moskau – Shanghai 1936: Eine Frau ohne Bedeutung 1937: Die gelbe Flagge 1937: Husaren, heraus 1937: Pan 1937: Togger 1937: Gabriele: eins, zwei, drei 1938: Der Maulkorb 1940: Ritorno 1940: Traummusik 1940: Unser Fräulein Doktor 1944: Die Affäre Roedern

Einzelnachweise

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 8: T – Z. David Tomlinson – Theo Zwierski. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 342.

Weblinks

Hugo Werner-Kahle bei cyranos.ch 100 Jahre Schauspielschule Berlin

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