Hans Elwenspoek (* 8. Juli 1910 in Köthen; † 13. Januar 1989 in Bonn) war ein deutscher Schauspieler.
Leben Hans Elwenspoek war das älteste Kind des Regisseurs, Schauspielers und Theaterintendanten Curt Elwenspoek und dessen erster Ehefrau Lotte Hirschberg (geb. Rübsam). Nach Abschluss der Schule erhielt er seine schauspielerische Ausbildung in Berlin bei Ernst Legal.Hermann J. Huber: Langen Müller's Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen. Georg Müller Verlag. München Wien 1986, S. 217. ISBN 3-7844-2058-3
Er gab sein Debüt 1930 an der Württembergischen Landesbühne Esslingen. Ab der Spielzeit 1930/31 war er an der „Württembergischen Volksbühne“ in Stuttgart engagiert. Im November 1930 gastierte er mit dem Ensemble der Württembergischen Volksbühne in dem Volksstück Flieg, Adler von Tirol! von Fred Angermayer, in dem er als ausgewiesener Bursche „eine kleine, aber feine Leistung“ bot, am Stadttheater Biberach.Stadttheater Biberach. Aufführungskritik. In: Anzeiger vom Oberland: Tageszeitung für das Oberamt Biberach und die Stadtgemeinde Biberach vom 18. November 1930. S. 8. Im Januar 1932 gastierte er mit dem Ensemble der Württembergischen Volksbühne als Voigts „Spießgeselle“ Kalle und als Kleiderhändler Krakauer in Carl Zuckmayers Schauspiel Der Hauptmann von Köpenick erneut am Stadttheater Biberach.Stadttheater Biberach. Aufführungskritik. In: Anzeiger vom Oberland: Tageszeitung für das Oberamt Biberach und die Stadtgemeinde Biberach vom 12. Januar 1932. S. 8. Im Mai 1932 gastierte er als Korporal Müller neben Alfred Schieske [als Schlagenhauff] in Walter Erich Schäfers Schauspiel Der 18. Oktober am Stadttheater Biberach und am Stadttheater Bregenz.Stadttheater Biberach. Aufführungskritik. In: Anzeiger vom Oberland: Tageszeitung für das Oberamt Biberach und die Stadtgemeinde Biberach vom 2. Mai 1932. S. 7. Im Juni 1932 spielte er den Spiegelberg in Die Räuber bei einer Freilichtaufführung auf dem Stuttgarter Killesberg.Eröffnung der Spielzeit im Freilichttheater. Aufführungskritik. In: Stuttgarter Neues Tagblatt: Südwestdeutsche Handels- und Wirtschafts-Zeitung vom 30. Juni 1932. S. 9. Im August 1932 folgte beim Stuttgarter Freilichttheater die Rolle des „Mondschein“ [= Schlucker] in Ein Sommernachtstraum.Ein Sommernachtstraum. Aufführungskritik. In: Stuttgarter Neues Tagblatt: Südwestdeutsche Handels- und Wirtschafts-Zeitung vom 15. August 1932. S. 3. In der Spielzeit 1932/33 folgte die Rolle des Brackenburg in Egmont.Stadttheater Biberach. Aufführungskritik. In: Anzeiger vom Oberland: Tageszeitung für das Oberamt Biberach und die Stadtgemeinde Biberach vom 14. November 1932. S. 6. Im August 1933 spielte er den Narren in Was ihr wollt beim Stuttgarter Freilichttheater im Bopferwald.Freilicht-Theater im Bopferwald. Aufführungskritik. In: Schwäbischer Merkur vom 4. August 1933. S. 6. Im Mai 1934 gastierte er mit dem Ensemble der Württembergischen Volksbühne als Hermias Vater in Ein Sommernachtstraum am Stadttheater Biberach.Der „Sommernachtstraum“ im Stadttheater Biberach. Aufführungskritik. In: Oberschwäbische Tagespost vom 16. Mai 1934. S. 6. Im August 1934 war er „faszinierend und voll schauspielerischer Klugheit“ als Spiegelberg in Die Räuber beim Freilichttheater Stuttgart im Bopferwald zu sehen.Olaf Saile: „Die Räuber“ im Freilichttheater im Bopferwald. Aufführungskritik. In: Stuttgarter Neues Tagblatt: Südwestdeutsche Handels- und Wirtschafts-Zeitung vom 20. August 1934. S. 16.
Anschließend folgte ein Festengagement am Landestheater Schneidemühl, wo er in der Spielzeit 1937/38 als „Hilfsspielleiter des Schauspiels“ und als Schauspieler engagiert war.Hans Elwenspoek. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1938. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 49. Jg., Hamburg 1938, S. 567 und 720 (Register). In der Spielzeit 1939/40 war er am Stadttheater Bremerhaven als Spielleiter und Schauspieler verpflichtet.Hans Elwenspoek. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1940. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 51. Jg., Hamburg 1940, S. 268/269 und 741 (Register).