Căianu (veraltet Călian oder Călean; oder Kályán) ist eine Gemeinde im Kreis Cluj in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage miniatur|links|Lage der Gemeinde Căianu im Kreis Cluj Die Gemeinde Căianu liegt im Westen des Siebenbürgischen Beckens. Das Gemeindezentrum befindet sich an der Kreisstraße (drum județean) DJ 161G, ein Kilometer südlich des Drum național 16, etwa 30 Kilometer östlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) entfernt. Die fünf eingemeindeten Dörfer befinden sich zwei bis etwa zehn Kilometer vom Gemeindezentrum auf einer Gesamtfläche von 5511 Hektar entfernt. Fast der Hälfte der Gemeindefläche wird landwirtschaftlich genutzt.

Geschichte Der Ort Căianu von Ungarn gegründet, wurde erstmals 1326 urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert siedelten dann auch Rumänen hier an.Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2. Archäologische Funde auf dem Areal – von den Einheimischen La Feredeu genannt – des Gemeindezentrums,Institutul Național al Patrimoniului, abgerufen am 22. Oktober 2022 (rumänisch). und im eingemeindeten Dorf Văleni (ungarisch Lárgatanya) (rumänisch; PDF; 12,7 MB). deuten auf eine Besiedlung bis in die Römerzeit zurück.

In der Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums sind auf dem Areal des Ortes Căianu (bei Dijmașii), archäologische Funde einer Siedlungen die bis in die Frühgeschichte deuten, vermerkt.

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Mocs im Komitat Klausenburg, anschließend dem historischen Kreis Cluj und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj an.

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 1984 1409 498 2 75 1956 4541 2837 1679 1 24 1992 2700 1543 1129

28 2002 2567 1541 978

48 2011 2355 1369 854

132 (60 Roma) 2021 2191 1304 670

217 (55 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und auch die der Rumänen 1956 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Magyaren (1.691) wurde 1941, die der Roma (68) 1850 und die der Rumäniendeutschen (39) 1900 registriert. 1930 bekannten sich zwei Bewohner als Slowaken.

Sehenswürdigkeiten Die Ruine der ehemaligen Holzkirche Sfinții Arhangheli Mihail și Gavriil in Căianu, 1750 errichtet, steht noch unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Vaida-Cămăraș (ungarisch Vajdakamarás) die reformierte Kirche, im 17. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Bărăi (Báré) die Holzkirche.Angaben zur Kirche in Bărăi bei biserici.org abgerufen am 25. Juli 2017 (rumänisch).

Weblinks

Căianu bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

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