Karl Kässbohrer (* 27. Mai 1901 in Ulm; † 29. April 1973 ebenda) war ein deutscher Unternehmer und Fahrzeugbauer.

Leben und Wirken Als Sohn von Karl Heinrich Kässbohrer übernahm er nach dem plötzlichen Tod des Vaters 1922 gemeinsam mit seinem Bruder Otto das väterliche Unternehmen, die Kässbohrer Fahrzeugwerke.

1928 legten die Brüder sich auf die Spezialisierung auf Omnibusse, Lastkraftwagen und Anhänger fest. In der Folgezeit überstand das Unternehmen die Weltwirtschaftskrise und den Zweiten Weltkrieg dank ständiger Weiterentwicklungen und Innovationen.

Bekannt ist Kässbohrers erster Omnibus mit selbsttragender Karosserie und Heckmotor von Henschel (S 8, 1951), von dem sich der Markenname SETRA ableitet. Ebenfalls aus dem Fahrzeugbau nicht mehr wegzudenken sind die Kässbohrer-Entwicklungen der Luftfederung für Nutzfahrzeuge oder der kugelgelagerte Drehkranz (1929), der Gelenkomnibus sowie der PistenBully (1967).

Familie Karl Kässbohrer war mit Ilse, geb. Graf, verheiratet und hatte mit ihr fünf Söhne und eine Tochter. Sein Sohn Heinrich leitete die Firma Kässbohrer Fahrzeugwerke von 1982 bis 1995 in dritter Generation.

Ehrungen 1953: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1970: Bürgermedaille der Stadt Ulm

Literatur

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