Oleg Michailowitsch Kuleschow (, wiss. Transliteration ; * 15. April 1974 in Omsk, Sowjetunion) ist ein russischer Handballtrainer und ehemaliger Handballspieler. Der 1,84 m große und 95 kg schwere Rechtshänder spielte Rückraum Mitte.

Karriere als Spieler Vereine Kuleschow spielte er für den russischen Erstligisten GK Kaustik Wolgograd. Mit diesem gewann er 1996, 1997 und 1998 die russische Meisterschaft.

Von 1999 bis 2007 spielte er für den SC Magdeburg in der Handball-Bundesliga. Mit diesem wurde er im Jahr 2001 in der Handball-Bundesliga Deutscher Meister, EHF-Pokalsieger und Vereins-Europameister. In der darauffolgenden Saison wurde das Team wieder Vereins-Europameister 2002 sowie Champions-League-Sieger werden. In den folgenden Jahren gewann man 2007 erneut den EHF-Pokal.

Zur Saison 2007/08 wechselte Kuleschow zum VfL Gummersbach, nachdem für die Beendigung seines noch bis 2008 laufenden Vertrags eine „einvernehmliche Lösung gefunden“ wurde. Kuleschow, der in Gummersbach mit der Trikotnummer 20 auflief, war Wunschkandidat des ehemaligen Trainers Alfreð Gíslason, der ihn bereits beim SC Magdeburg trainierte, gewesen.

Seine Spielerkarriere musste er auf Grund zahlreicher Verletzungen vorzeitig beenden.

Nationalmannschaft Kuleschow spielte 123 Spiele für die russische Nationalmannschaft und erzielte dabei 390 Tore. Er trug in der Nationalmannschaft die Nummer 5. Mit der Nationalmannschaft wurde er Europameister 1996 sowie Weltmeister 1997. Bei der Europameisterschaft 2000 wurde er mit seiner Mannschaft Zweiter. Bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen gewann er mit dem Team nach dem Spiel gegen Ungarn die Bronze-Medaille.

Karriere als Trainer Kuleschow war kurzzeitig ab Februar 2010 Co-Trainer bei seinem ehemaligen Verein SC Magdeburg unter Interimstrainer Sven Liesegang, bis es im Mai 2010 zum Zerwürfnis zwischen den beiden kam. Ab Juli 2011 war er Trainer der HF Springe und damit Nachfolger von Sven Lakenmacher. Im November 2012 wurde sein Vertrag auf eigenen Wunsch aufgelöst.

Im März 2012 wurde er als neuer Trainer der russischen Nationalmannschaft präsentiert. Kuleschow setzte sich dabei gegen neun weitere Kandidaten durch. Im Februar 2015 trat er von seinem Amt als Nationaltrainer zurück.

Ab der Saison 2016/17 trainierte er wieder die HF Springe. Nach dem Rückzug des Clubs aus der 3. Liga kehrte er nach Russland zurück und übernahm SKIF Krasnodar. Im August 2019 gab er den Trainerposten von SKIF ab.kuban24.tv: Главный тренер ГК СКИФ Олег Кулешов покинул клуб vom 28. August 2019, abgerufen am 14. Oktober 2020 Im Oktober 2019 übernahm Kuleschow den russischen Erstligisten GK Spartak Moskau;riac34.ru: Олег Кулешов возглавил столичный «Спартак» vom 11. Oktober 2019, abgerufen am 14. Oktober 2020 im Oktober 2020 wurde er dort entlassen.glas.ru: Олег Кулешов покинул пост главного тренера в гандбольном ЦСКА vom 13. Oktober 2020, abgerufen am 14. Oktober 2020 Ab der Saison 2021/22 trainierte er den russischen Frauen-Erstligisten GK Dynamo Wolgograd.vpravda.ru: «Динамо-Синару» будет тренировать Олег Кулешов vom 12. Juli 2021, abgerufen am 12. Oktober 2021 Zur Saison 2024/25 wechselte Kuleschow zum Ligakonkurrenten PGK ZSKA Moskau, den er Ende Oktober 2024 verließ.whccska.ru: Эдуард Акопян, Ольга Акопян и Людмила Бодниева покидают ЦСКА, abgerufen am 19. August 2024championat.com: Олег Кулешов покинул пост главного тренера женского гандбольного ЦСКА, abgerufen am 21. April 2025

Sonstiges Kurz nachdem Kuleschow seinen Vertrag beim SC Magdeburg unterzeichnete, hatte er einen schweren Autounfall mit Knie- und Fußverletzungen, und musste infolgedessen siebenmal operiert werden.

Kuleschow ist von Beruf Sportlehrer/Trainer.Kuleschows Profil beim THW Kiel

Sportliche Erfolge Olympiadritter 2004 Europameister 1996 Weltmeister 1997 EM-Zweiter 2000

Russischer Meister 1996, 1997, 1998 (Kaustik Wolgograd) Deutscher Meister 2001 (SC Magdeburg) Champions-League-Sieger 2002 (SC Magdeburg) Vereins-Europameister 2001, 2002 (SC Magdeburg) EHF-Pokalsieger 2001, 2007 (SC Magdeburg)

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Einzelnachweise

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