Die Endrunde um den DFB-Pokal 2007/08 fand zwischen August 2007 und April 2008 statt. Er wurde zum 65. Mal ausgespielt. Das Endspiel fand am 19. April 2008 statt; dort trafen Borussia Dortmund und der FC Bayern München aufeinander. Austragungsort war traditionell das Olympiastadion in Berlin. Letztmals waren die zweiten Mannschaften von Profivereinen teilnahmeberechtigt.
Bayern München baute mit dem 2:1-Erfolg nach Verlängerung und dem damit verbundenen 14. Sieg bei der 16. Finalteilnahme den Vorsprung als beste Pokalmannschaft weiter aus. Torwart Oliver Kahn übernahm mit dem sechsten Titel zudem die alleinige Führung als erfolgreichster Spieler im Pokal. Allerdings gab es auch für den unterlegenen BVB Grund zur Freude: Durch die Meisterschaft der Bayern in derselben Spielzeit genügte die Endspielteilnahme zur Qualifikation für den UEFA-Pokal. Dort kam aber bereits in der ersten Runde gegen Udinese Calcio nach Elfmeterschießen das Aus.
Überraschend stark spielte der Zweitligist FC Carl Zeiss Jena, der in der zweiten Runde den Titelverteidiger 1. FC Nürnberg, dann Arminia Bielefeld und schließlich den amtierenden Meister VfB Stuttgart besiegte, am Saisonende aber in die 3. Liga abstieg. Erst im Halbfinale war für Jena in Dortmund Endstation. Dieses Spiel fand vor 80.708 Zuschauern statt und ist daher bis dato das bestbesuchte Pokalspiel in Deutschland.bvb.de: Mit der größten Kulisse aller Zeiten ins Endspiel Das Finale fand wegen der bevorstehenden Europameisterschaft früher als üblich statt, zu einem Zeitpunkt, als die Bundesligasaison noch andauerte.
Teilnehmende Mannschaften Für die erste Runde waren folgende 64 Mannschaften qualifiziert: Bundesligadie 18 Vereine der Saison 2006/07 2. Bundesligadie 18 Vereine der Saison 2006/07 Regionalligajeweils die zwei Erstplatzierten der beiden Regionalligen in der Saison 2006/07 Verbandspokal24 Vertreter der 21 Landesverbände des DFB (in der Regel die Landespokalsieger)20px VfB Stuttgart
20px FC Schalke 04
20px Werder Bremen
20px FC Bayern München
20px Bayer 04 Leverkusen
20px 1. FC Nürnberg (TV)
20px Hamburger SV
20px VfL Bochum
20px Borussia Dortmund
20px Hertha BSC
20px Hannover 96
20px Arminia Bielefeld
20px Energie Cottbus
20px Eintracht Frankfurt
20px VfL Wolfsburg
20px 1. FSV Mainz 05
20px Alemannia Aachen
20px Borussia Mönchengladbach20px Karlsruher SC
20px Hansa Rostock
20px MSV Duisburg
20px SC Freiburg
20px SpVgg Greuther Fürth
20px 1. FC Kaiserslautern
20px FC Augsburg
20px TSV 1860 München
20px 1. FC Köln
20px FC Erzgebirge Aue
20px SC Paderborn 07
20px TuS Koblenz
20px FC Carl Zeiss Jena
20px Kickers Offenbach
20px Rot-Weiss Essen
20px SpVgg Unterhaching
20px Wacker Burghausen
20px Eintracht Braunschweig Regionalliga Nord 20px FC St. Pauli
20px VfL Osnabrück
Regionalliga Süd 20px SV Wehen Wiesbaden
20px TSG 1899 Hoffenheim Baden: 20px SV Sandhausen
Bayern: 20px SV Seligenporten
20px Würzburger FV
Berlin: 20px 1. FC Union Berlin
Brandenburg: 20px SV Babelsberg 03
Bremen: 20px Werder Bremen II
Hamburg: 20px SC Victoria Hamburg
Hessen: 20px SV Darmstadt 98
Mecklenburg-Vorpommern: 20px TSG Neustrelitz
Mittelrhein: 20px Bayer 04 Leverkusen II
Niederrhein: 20px Wuppertaler SV Borussia
Niedersachsen: 20px SV Wilhelmshaven
20px TSV Havelse
Rheinland: 20px Eintracht Trier
Saarland: 20px Rot-Weiß Hasborn-Dautweiler
Sachsen: 20px Dynamo Dresden
Sachsen-Anhalt: 20px 1. FC Magdeburg
Schleswig-Holstein: 20px Holstein Kiel
Südbaden: 20px FC 08 Villingen
Südwest: 20px Wormatia Worms
Thüringen: 20px 1. FC Gera 03
Westfalen: 20px SC Verl
20px Rot Weiss Ahlen
Württemberg: 20px 1. FC Normannia Gmünd
Übersicht Die jeweils obige Mannschaft besaß Heimrecht.
V Sieg nach VerlängerungE Sieg im Elfmeterschießen
1. Hauptrunde Die Auslosung der 1. Hauptrunde wurde nach folgendem Modus durchgeführt: Die 24 über den Landespokal Qualifizierten, die vier Absteiger aus der 2. Bundesliga (Essen, Unterhaching, Burghausen und Braunschweig) sowie die vier Aufsteiger in die 2. Bundesliga (St. Pauli, Osnabrück, Wehen und Hoffenheim) genießen Heimrecht; sie werden jeweils gegen eine der 18 Mannschaften der Bundesliga bzw. eine der 14 Mannschaften der 2. Bundesliga, die 2006/07 den Klassenerhalt geschafft haben, gelost. Die Auslosung fand am 30. Juni 2007 im Aktuellen Sport-Studio statt. Dabei gelang ein Novum – zum dritten Mal in Folge wurde die Erstrundenpartie Rot-Weiss Essen gegen Energie Cottbus ausgelost. Gespielt wurde vom 3. bis zum 6. August 2007.
mini|Spiel zwischen dem Hamburger Landespokalsieger SC Victoria Hamburg und dem Bundesligisten und Titelverteidiger 1. FC Nürnberg im Stadion Hoheluft in Hamburg.
2. Hauptrunde Ausgelost wurde die 2. Hauptrunde am 12. August 2007. Dabei wurde zunächst jeder Mannschaft aus dem Topf der Amateurmannschaften eine Mannschaft aus der Bundesliga oder 2. Bundesliga zugelost, anschließend wurden die restlichen Partien unter den verbliebenen Profimannschaften ausgelost. Anders als zur 1. Hauptrunde gelten die noch im Wettbewerb verbliebenen Aufsteiger in die 2. Bundesliga (FC St. Pauli und TSG 1899 Hoffenheim) nun – ihrem aktuellen Status gemäß – als Profimannschaften. Das Heimrecht genießen die Amateurmannschaften; sind alle Amateurmannschaften zugelost, genießt die zuerst in eine Partie geloste Profimannschaft Heimrecht. Gespielt wurde am 30. und 31. Oktober 2007.
Achtelfinale Ausgelost wurde das Achtelfinale am 1. November 2007. Im Gegensatz zur 1. und 2. Runde wurde aus nur einem Topf gelost, Amateurmannschaften wurde bei Partien gegen Profivereine automatisch Heimrecht zugesprochen. Gespielt wurde am 29. und 30. Januar 2008.
Viertelfinale mini|Viertelfinalbegegnung zwischen Bayern München und 1860 München
Das Viertelfinale wurde am 2. Februar 2008 ausgelost und am 26. und 27. Februar ausgetragen:
Halbfinale Die Partien im Halbfinale wurden am 2. März 2008 ausgelost und am 18. und 19. März ausgetragen:
Finale Das Finale fand aufgrund der Fußball-Europameisterschaft 2008 bereits am 19. April 2008 statt.
Siegermannschaft (in Klammern sind die Spiele und Tore angegeben) 1. FC Bayern München60px|Wappen des FC Bayern München Tor: Oliver Kahn (5/–); Michael Rensing (1/–) Abwehr: Lúcio (6/–); Philipp Lahm (5/–); Christian Lell (5/–); Daniel Van Buyten (4/1); Martín Demichelis (4/–); Marcell Jansen (3/–); Willy Sagnol (3/–) Mittelfeld: Mark van Bommel (6/–); Zé Roberto (6/–); Franck Ribéry (5/2); Hamit Altıntop (5/1); Andreas Ottl (4/–); Bastian Schweinsteiger (4/–); José Ernesto Sosa (3/–); Toni Kroos (2/–) Angriff: Miroslav Klose (6/5); Luca Toni (4/5); Lukas Podolski (4/–) Trainer: Ottmar Hitzfeld
Beste Torschützen Nachfolgend sind die besten Torschützen des DFB-Pokals 2007/08 aufgeführt.Beste Torschützen 2007/08 des DFB-Pokals auf kicker.de Sortiert wird nach Anzahl der Treffer, bei gleicher Trefferzahl alphabetisch.
Rang Spieler Verein Tore 1 VfB Stuttgart 6 2 Hansa Rostock 5 FC Bayern München 5 Borussia Dortmund 5 FC Bayern München 5 6 TSV 1860 München 4 Borussia Dortmund 4 Hamburger SV 4 9 FC Schalke 04 3 TSG 1899 Hoffenheim 3 Werder Bremen II 3 Eintracht Frankfurt 3 1. FC Kaiserslautern 3 1. FC Nürnberg 3 hochkant|mini|160px|Mario Gómez
Einzelnachweise
Weblinks Seite des DFB zum Pokal 2007/08
#200708 Kategorie:Fußballsaison 2007/08