mini|hochkant|Isabelle Carré (2016) mini|hochkant|Isabelle Carré (1998)

Isabelle Carré (* 28. Mai 1971 in Paris) ist eine französische Schauspielerin. Zudem ist Carré als Schriftstellerin tätig und hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht; mit ihrem Roman Les rêveurs gewann sie im Jahr 2018 den Grand Prix de l’Héroïne Madame Figaro.

Leben Isabelle Carré verließ das Elternhaus im Alter von 15 Jahren. Sie besuchte bereits während der Schulzeit Schauspielkurse an verschiedenen Einrichtungen in Paris und erhielt kleinere Filmrollen. Nach dem Abitur wurde sie im Jahr 1989 an der Schauspielschule École nationale supérieure des arts et techniques du théâtre (ENSATT) in Lyon aufgenommen, die sie jedoch bereits ein Jahr später wieder verließ. Ihre Filmkarriere begann sie im Jugendalter, als sie parallel zu ersten Theaterauftritten eine Rolle in Milch und Schokolade von Coline Serreau (1989) übernahm.

Carré, die bereits in über 60 Film- und Fernsehproduktionen mitgespielt hat, wurde anfangs oft im Rollenfach der schönen Naiven besetzt, später oft in der Rolle der Perfektionistin oder Intellektuellen. In Die verbotene Frau (1997) stellte sie ein 22-jähriges Mädchen dar, das sich in einen 17 Jahre älteren, verheirateten Mann verliebt, in Kinder haften für ihre Eltern (2001) dagegen eine depressive, drogenabhängige Mutter, und in Claire – Se souvenir des belles choses (2001) brachte sie die Lebensfreude einer jungen Frau, die langsam ihr Gedächtnis verliert, auf die Leinwand. Nach drei Nominierungen für den César als beste Nachwuchsdarstellerin erhielt sie 2003 den wichtigsten französischen Filmpreis in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für die Titelrolle der Claire. Sie setzte sich dabei gegen so bekannte Kolleginnen wie Juliette Binoche (Jet Lag – Oder wo die Liebe hinfliegt) sowie Fanny Ardant und Isabelle Huppert (beide in 8 Frauen) durch, die ebenfalls nominiert waren. Zwei weitere Nominierungen folgten in den Jahren 2004 und 2006 für ihr Mitwirken in Noémie Lvovskys Beziehungsdrama Gefühlsverwirrungen und Anne Fontaines romantischen Krimi In seinen Händen, in dem sie als Ehefrau und Mutter eine Beziehung zu einem einsamen Tierarzt (gespielt von Benoît Poelvoorde) beginnt. Im Jahr 2006 spielte sie in dem Film Herzen von Alain Resnais, in dem nicht eine einzige Sehnsucht ihre Erfüllung findet. 2008 und 2011 folgten César-Nominierungen für Anna M. (2007) und Die anonymen Romantiker (2010).

Neben ihrer Filmkarriere trat Carré auch mit Erfolg am französischen Theater in Erscheinung. Für die Titelrolle in Didier Longs Inszenierung von Arthur Schnitzlers Fräulein Else am Pariser Petit Théâtre erhielt sie 1999 den Theaterpreis Molière als beste Hauptdarstellerin. Im Jahr 2003 folgte eine weitere Auszeichnung für den Part der Florence Michalon in Zabou Breitmans L’Hiver sous la table am Pariser Théâtre de l’Atelier.

Filmografie (Auswahl)

Privatleben Seit dem 26. August 2006 ist Isabelle Carré mit dem Filmproduzenten Bruno Pésery verheiratet, mit dem sie einen Sohn (* 11. Oktober 2008) hat. Ihr Bruder Benoît Carré ist Mitglied der Musikgruppe Lilicub.

Weblinks

Einzelnachweise

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