Buethwiller () ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Kanton Masevaux-Niederbruck und ist Mitglied des Gemeindeverbandes Sud Alsace Largue.Buethwiller auf der offiziellen Webpräsenz der CC Sud Alsace Largue; abgerufen am 25. August 2018 (französisch).

Geografie Buethwiller liegt im Sundgau, vier Kilometer nordöstlich von Dannemarie, 17 Kilometer südwestlich von Cernay und 18 Kilometer südwestlich von Mülhausen, zwischen den Nachbargemeinden Balschwiller im Norden und Hagenbach im Süden. Die Largue fließt durch das GemeindegebietBuethwiller auf annuaire-mairie.fr (französisch) abgerufen am 14. Januar 2010. und der Rhein-Rhône-Kanal verläuft an dessen südlicher Grenze. Buethwiller liegt im löss(-lehm)-bedeckten Sundgauer Tertiärhügelland auf einer flachen Lössanhöhe in hochwassersicherer Lage am Rande des Talraums der stark mäandrierenden Larg.

Geschichte mini|links|Kirche Saint-Étienne Der Ortsname ist zusammengesetzt aus dem germanischen Namen Buodo und dem lateinischen Wort villare, was Weiler heißt und wiederum von villa abgeleitet ist. Buethwiller wurde als Botwilr 1302 erstmals urkundlich erwähntToponymie du nom auf buethwiller.fr (französisch). und taucht 1420 als Buotwiler auf.villare (Wiktionary) Er bedeutet also „Weiler des Buodo“.Ernest Nègre: Toponymie générale de la France. Band 1: Formations préceltiques, celtiques, romanes (= Publications romanes et françaises. Band 193, ). Librairie Droz, Genf 1990, Google Books (französisch) abgerufen am 14. Januar 2010.

Bütweiler war ein alter Dinghof der Priorei Saint-Morand in Altkirch, die den Dinghof der Familie Hagenbach, Herren des gleichnamigen Ortes als Lehen übergab. Die Ortschaft Bütweiler gehörte zur Grafschaft Pfirt (Herrschaft Thann) und kam 1324 durch die Heirat der Johanna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich an Habsburg. Im Westfälischen Frieden 1648 ging der Ort mit dem gesamten habsburgischen Besitz im Elsass an die französische Krone. 1793 erhielt Buettwiller im Zuge der Französischen Revolution den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung.Buethwiller auf Cassini.ehess.fr (französisch) abgerufen am 14. Januar 2010.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) gehörte Bütweiler als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Altkirch, Bezirk Oberelsaß). Im Ersten Weltkrieg blieb Buethwiller bis zum Kriegsende in deutscher Hand. Der Ort lag unweit der Frontlinie und erlitt Schäden durch Artilleriebeschuss. Im Zweiten Weltkrieg erlebten die Einwohner nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 die deutsche Besatzung. Von der Naziherrschaft wurden sie durch Truppen der französischen 1. Armee unter General de Lattre de Tassigny am 21,/22, November 1944 befreit.

Bauwerke Chor und Schiff der Stefans-Kirche (Saint-Étienne) wurden 1736 erbaut. Der Glockenturm (Typ Westturm mit Vorhalle) wurde 1759 hinzugefügt. Vom Vorgängerbau zwei vermauerte Türöffnungen am Schiff, eine profilierte Rundbogentüre und eine Türe mit Kragsturzbogen, beide aus der Zeit um 1600. Der Friedhof wurde 1728 eingerichtet.

Eine ganze Anzahl gut erhaltener Fachwerkbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert in Stockwerkbauweise. In der altertümlichen Ständerbauweise die Häuser Nr. 29, 38 und 45 an der Rue Principale aus dem 17. Jahrhundert. Südlich des Dorfes stand einst eine im Besitz der Herren von Hagenbach befindliche Wasserburg, die 1642 letztmals erwähnt wird und von der heute keine Spuren mehr vorhanden sind.

Die historische Ölpresse stammt ursprünglich aus Hirsingue.Oeuvre d’un passionné auf buethwiller.fr (französisch).

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014 Einwohner 217 174 184 201 218 199 224 273 266

Wappen Das Gemeindewappen zeigt auf rotem Grund zwei goldene Räder, die an zwei ehemalige Wassermühlen auf dem Gemeindegebiet erinnern sollen, und ein silbernes Messer, das aus dem Wappen der Familie und Gemeinde Altenach übernommen wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur Der Kindergarten Les Courlis wurde 1993 eingeweiht. Er wird von den Gemeinden Buethwiller, Balschwiller und Eglingen gemeinschaftlich genutzt.

Haupterwerbszweige in Buethwiller sind Ackerbau und die Zucht von Hausrindern und Hausschweinen.

Literatur Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 291–295.

Weblinks

Einzelnachweise

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