Oberembrach ist eine politische Gemeinde im Bezirk Bülach des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen Blasonierung: In Schwarz ein halber goldener, rot gezungter Löwe

Das Wappen wurde in Umkehrung der Farben von den Herren von Wagenberg übernommen.

Geographie Oberembrach liegt auf im östlichen Zürcher Unterland in einer bewaldeten Landschaft, umgeben von sanften Hügeln. Sie umfasst das Tal des Wildbachs im unteren Tösstal mit den Seitentälern des Moosbachs und Tüfbachs sowie das Dürstental. Das Gemeindegebiet reicht von am Wildbach bei Bächli bis im Langacher, beziehungsweise bis auf der nebenan liegenden, künstlich aufgeschütteten Aussichtsplattform zwischen Oberwagenburg und Stiegen.

Neben dem Dorf Oberembrach gehören zur Gemeinde die Ansiedlungen und Weiler Büelhof, Madlikon, Mühlberg, Ober- und Untermettmenstetten, Ober- und Unterwagenburg, Rothenfluh, Stiegen, Stürzikon und Sunnenbüel (auch Sonnenbüel). Die Weiler Augwil und Vordermarchlen wurden 1871 an Lufingen angegliedert, die Weiler Eigental, Hinter- und Vorderbänikon (heute nur Bänikon genannt) wurden 1927 an Kloten abgetreten.

Von der Gemeindefläche dienen 58,3 % der Landwirtschaft, 34,2 % sind mit Wald bedeckt, 2,8 % sind Verkehrsfläche und 4,4 % Siedlungsgebiet. 0,1 % sind Gewässer und 0,2 % unproduktive Fläche (Stand 2018).Gemeindeporträts. Oberembrach. Flächen. Statistisches Amt des Kantons Zürich, 2018.

mini|Luftbild (1948) von Werner Friedli

Bevölkerung + BevölkerungsentwicklungQuellen: 1850–1960: Eidgenössische Volkszählungen (XLS; 927 kB), danach: Gemeindeporträts. Oberembrach. Bevölkerung (Personen). Statistisches Amt des Kantons Zürich, 1962–2022. Jahr 1850 1900 1950 2000 2005 2010 2015 2020 2022 Einwohner 843 617 571 966 961 966 1066 1097 1083

Politik Gemeindepräsidentin ist Verena Koch Hanselmann (parteilos, Stand November 2023).Gemeinderat. Website der Gemeinde Oberembrach.

Bei der Nationalratswahl 2019 erreichten die Parteien folgende Wähleranteile: SVP 51,27 %, SP 10,18 %, FDP 9,03 %, Grüne 8,74 %, glp 7,24 %, EDU 5,52 %, CVP 2,92 %, BDP 2,10 %, EVP 1,35 % und andere (8) 1,66 %.

Die Wähleranteile bei der Nationalratswahl 2023: SVP 51,78 % (+0,51 %), SP 12,18 % (+2,00 %), FDP 6,98 % (−2,05 %), Die Mitte 6,77 % (+1,76 %), glp 6,75 % (−0,50 %), Grüne 5,02 % (−3,71 %), EDU 4,7 % (−0,82 %), EVP 2,74 % (+1,39 %), Aufrecht Zürich 1,26 %, andere (11) 1,82 %.Nationalratswahl 2023. Kanton Zürich. 25. Oktober 2023.

Geschichte Die Adligen auf der Wagenburg wurden 1263 erstmals urkundlich erwähnt. Durch Heirat Adelheids von Wagenberg mit Hartmann von Heidegg kamen Burg und Herrschaft 1281 in den Besitz der Heidegger Ritter am Baldeggersee. Wagenberg blieb im Besitz der Herren von Heidegg bis 1451.Heinrich Zeller-Werdmüller: Die Zürcher Stadtbücher des XIV. und XV. Jahrhunderts. Band II. Verlag von S. Hirzel, Leipzig 1901, S. 394.

Die Ruine Wagenburg, früher auch Wagenberg genannt, ist die Ruine einer mittelalterlichen Burg östlich von Oberembrach.

miniatur|Gemeindebibliothek Oberembrach

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten Johann Jakob Bänninger (1821–1880), Lehrer in Horgen und Mundartdichter Jakob Bosshart (1862–1924), Schriftsteller von Erzählungen, Novellen, Kurzgeschichten und Gedichten.

Literatur Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. Oberembrach (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1943, , S. 68 f. (Digitalisat).

Weblinks

Offizielle Website der Gemeinde Oberembrach Statistische Daten der Gemeinde Oberembrach

Wagenburg in Burgenwelt

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Kanton Zürich Kategorie:Schweizer Gemeinde