Günther Dockerill (* 14. September 1924 in Hamburg; † 3. September 1988 in Kiel) war ein deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher.

Leben Bekannt wurde Dockerill u. a. als Erzähler in den Folgen 1 bis 56 der Hörspielserie Ein Fall für TKKG. Vorwiegend war er seit den 1950er Jahren aber bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern, vorwiegend beim NWDR Hamburg und dessen Rechtsnachfolger dem NDR als Hörspielsprecher tätig. Dabei war er meistens in Haupt- oder größeren Nebenrollen der unterschiedlichsten Genres zu hören. Darunter auch in einigen niederdeutschen Mundart-Hörspielen, wie mit Heinz Klevenow, Erich Schellow und Maria Janke in Das Obergrunder Paradiesspiel (1951) oder 1957 in Albert Mähls Funkerzählung Julia un de Renaissance an der Seite von Hartwig Sievers, Otto Lüthje und Uwe Friedrichsen. Im Spielfilm Ist das Leben nicht schön? synchronisierte er James Stewart.

Günther Dockerill starb am 3. September 1988 an einer Krebserkrankung und wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf beigesetzt. Die Grabstätte wurde bereits aufgelassen.

Filmografie 1960: Die Stunde der Antigone (Fernsehfilm) 1964: Hafenpolizei – Gefährliche Geschenke (Fernsehserie) 1966: Weihe des Hauses (Fernsehfilm) 1966: Die Rechnung – eiskalt serviert 1967: Die fünfte Kolonne – Ein Anruf aus der Zone (Fernsehserie) 1970: Die Hand im Mund (Fernsehfilm) 1970: Der Portland-Ring (Fernsehfilm) 1971–1982: Tatort (Fernsehreihe) 1971: Der Boss 1971: Der Richter in Weiss 1975: Mordgedanken 1982: Trimmel und Isolde 1976: Menschenfresser (Fernsehfilm) 1979: St. Pauli-Landungsbrücken (Fernsehserie) 1982: Sonderdezernat K1 – Mord um zwei Ecken (Fernsehserie) 1983: Selbst ist die Frau (Fernsehfilm) 1984: Helga und die Nordlichter (Fernsehserie, 7 Folgen) 1985: Schwarz-Rot-Gold – Nicht schießen! (Fernsehserie) 1989: Die Männer vom K3 – Der Mann im Dunkeln (Fernsehserie)

Hörspiele 1950: Thora und Galuth: Zerstörung Jerusalems (Eine Geschichte des jüdischen Volkes) – Regie: Heinrich Ockel 1950: Das vergessene Wort – Regie: Otto Kurth 1950: Einer zahlt seine Schuld – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1951: Geronimo und die Räuber – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1951: Dat Redentiner Osterspill – Regie: Hans Freundt 1951: Interview mit einem Stern – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1951: Aucassin und Nicolette – Regie: Hans Lietzau 1951: Das Obergrunder Paradiesspiel – Regie: Detlof Krüger 1951: Andrée und das große Schweigen – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1951: Europa – Traum oder Wirklichkeit – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1951: Bidon Zinc – Regie: Hans Rosenhauer 1951: Beruf und Berufung – Regie: Hans Rosenhauer 1951: Der Einzelgänger – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Gift – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Die große Masche – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Herz der Welt (nach dem gleichnamigen Filmdrehbuch) – Regie: Harald Braun 1952: Hinter sieben Fenstern brennt noch Licht – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Es war kein Traum (Dokumentarhörspiel) – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Aus dem Leben eines Arztes. Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch erzählt – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Das große Uhrwerk – Allnächtliches Abenteuer auf einem Verschiebe-Bahnhof – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Klasse 2b – zehn Jahre später – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Die Gäste des Herrn Birowski – Regie: Gustav Burmester 1952: Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück (Folge: Der Orgeldieb) – Regie: Gerd Fricke 1952: Ein Paß für Madeleine – Regie: Gerlach Fiedler 1952: Kasan liegt an der Strecke nach Sibirien – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1953: Die vertraulichen Aufzeichnungen und Bekenntnisse eines gerechtfertigten Sünders – Regie: Otto Kurth 1953: Die vergessene Frage – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1953: Sonntagsschule für Negerkinder (Die grünen Weiden) – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1953: Mißtrauen – eingeschrieben – Regie: Hans Rosenhauer 1953: Der Terminkalender – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1953: Die Grasharfe – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1953: Der glaubwürdige Lügner – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1954: Das Jahr Lazertis – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1954: Hexenjagd – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1954: Das Protokoll des Pilatus – Regie: Walter Knaus 1954: Judas Ischariot – Regie: Günter Siebert 1954: Des weißen Mannes Bürde – Regie: Hans Rosenhauer 1954: Der Sonderzug – Regie: Kurt Reiss 1954: Der Fischer, der Dämon und der versteinerte Prinz – Regie: Hans Rosenhauer 1954: Lindbergh-Flug – Regie: Ernst Drolinvaux 1954: Die Geschichte von Hasan, dem Seiler – Regie: Hans Rosenhauer 1954: Das Ende der Teufelsinsel – Regie: Fritz Wendhausen 1955: Lenz – Regie: Friedrich-Carl Kobbe 1955: Merlin ist überall – Regie: Helmut Brennicke 1955: Thekla – Bearbeitung und Regie: Friedrich-Carl Kobbe 1955: Die Wahrheit auf Erden – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1956: Das wissen die Götter – Regie: Hanns Korngiebel 1957: Omar und Omar – Regie: Hans Rosenhauer 1957: Sechstausend Tage nach Mitternacht – Regie: Klaus Stieringer 1957: Die Iden des März – Regie: Gert Westphal 1957: Julia un de Renaissance – Regie: Hans Tügel 1957: Die Golfstrom-Story – Regie: Kurt Reiss 1957: Der Ring des Kalifen (Omar und Omar) – Regie: Hans Rosenhauer 1957: Die Dicken und die Dünnen – Regie: Hans Rosenhauer 1957: Blut will leben – Regie: Roland H. Wiegenstein 1959: Große Fahrt und falsches Spiel – Regie: Otto Kurth 1959: Luzifer – Bearbeitung und Regie: Friedhelm Ortmann 1959: Spionage (7. Teil: Bock zum Gärtner) – Regie: S. O. Wagner 1959: Die Brüder – Regie: Oswald Döpke 1959: Stolz und Vorurteil – Regie Ulrich Lauterbach 1959: Die Spielbank oder Das Experiment mit dem Zufall – Regie: Wolfgang Schwade 1960: Partner von morgen – Regie: Hans Rosenhauer 1960: Dr. Hermann Griepe – Arzt und Geburtshelfer – Regie: Heinrich Koch 1960: Die Versuchung des Paul Cézanne – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1961: Zeit der Schuldigen – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1961: Der Bambus-Sammler – Regie: Edward Rothe 1961: Totentanz – Regie: Martin Walser 1962: Der eingeschriebene Traum – Regie: Joachim Hoene 1962: Vor dem Wort – Regie: Cläre Schimmel 1962: Ein ausgebrannter Fall – Regie: Oswald Döpke 1963: Clausura oder Die Stimme der Frommen – Gespräch mit Nonnen eines italienischen Klosters – Regie: Wolfgang Schwade 1963: Die Mädchen aus Hiroshima – Regie: Oswald Döpke 1964: Der Apfel und das Protokoll – Regie: Horst Loebe 1964: Statistik – Regie: Hans Rosenhauer 1964: Bock als Gärtner (aus der Reihe: Die Jagd nach dem Täter) – Regie: S. O. Wagner 1965: Die Schulfreunde oder: Das Wiedersehen – Regie: Günter Bommert 1966: Ergänzungsbericht – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1968: Va banque – Regie: Armas Sten Fühler 1970: Kein Kündigungsgrund – Regie: Wolfgang Schenck 1971: Das Attentat auf das Pferd des Brasilianers Joao Candia Bertoza – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1973: Finderlohn – Regie: Günter Bommert 1973: Das Glück dieser Erde – Regie: Heinz Hostnig 1973: Hilda – Regie: Peter Michel Ladiges 1973: Negative – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1974: Mit der Zeit ein Feuer – Regie: Jörg Jannings 1974: Zeit und Raum verschwinden mit den Dingen (3. Teil) – Regie: Michael Krüger 1975: Gargantua und Pantagruel (3 Teile) – Regie: Heinz Hostnig 1978: Die Verbände distanzieren sich – Regie: Hans Bernd Müller 1980: Das Buddelkastenschiff – Regie: Otto Düben 1980: Das Indiz – Regie: Gottfried von Einem 1983: Wir entdecken Komponisten: Johann Sebastian Bach – Regie: Dorothée Kreusch-Jacob 1983: Es ist wunderbar, daß niemand an Böhmen denkt (Luthers Aufenthalt auf der Wartburg vom 4. Mai 1521–28. Februar 1522) – Regie: Ursula Langrock 1984: Blutiger Wind – Regie: Marianne Therstappen 1984: Hoffnung, dieser fade Hering – Regie: Heinz Hostnig 1984: Requiem für einen spanischen Landmann – Regie: Bernd Lau 1985: Nach Otjikunino – Regie: Norbert Schaeffer 1987: Aus dem Augenleidenbuch: Eine Mystifikation – Regie: Hans Gerd Krogmann 1988: Die vorletzten Dinge – Regie: Otto Düben

Tondokumente Ludwig Tieck: Das alte Buch. Gelesen von G. D.; Produktion Norddeutscher Rundfunk, 1973, 1 CD, 80 Min, mit Booklet; OCLC 254195791. Der Audio Verlag, 2007. Bibliotheca Anna Amalia, Die Hörbuch-Edition, 12

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