Der Nationale Sicherheitsrat () ist ein Organ der iranischen Regierung, das Entscheidungen im nationalen Interesse über dem iranischen Parlament treffen kann.

Geschichte Ursprung Ursprünglich wurde der Sicherheitsrat in Art. 110 der Verfassung der Islamischen Republik Iran von 1979 als Oberster Rat der nationalen Verteidigung bezeichnet. Er setzte sich aus sieben Personen zusammen:

dem Präsidenten dem Ministerpräsidenten dem Verteidigungsminister dem Chef des Generalstabs dem Oberkommandierenden des Korps der Islamischen Revolutionswächter zwei Berater des Revolutionsführers

Reform Nach der Verfassungsreform in Iran von 1989 wurde aus dem Verteidigungsrat ein Nationaler Sicherheitsrat, der personell und organisatorisch aufgestockt wurde. Neben dem Obersten Richter, dem Vorsitzenden des Wächterrats, Außenminister, Staatsminister und dem Chef des Geheimdienstes wurde unter anderem der Finanzminister in den Sicherheitsrat aufgenommen. Den Vorsitzenden oder Sekretär des Sicherheitsrates, momentan Ali Akbar Ahmadian, ernennt der Präsident, alle anderen Mitglieder kraft seines Amtes der Revolutionsführer.Boell.de Iran Report 10/2013 (abgerufen am 26. Februar 2014)

Macht Der Sicherheitsrat tagt grundsätzlich bei sicherheitsrelevanten Situationen und Debatten. Auch in der iranischen Atompolitik fällt der Sicherheitsrat Entscheidungen, die allerdings stets die Zustimmung des obersten Rechtsgelehrten erfordern.

Sekretäre 1989–2005: Hassan Rohani 2005–2007: Ali Laridschani 2007–2013: Said Dschalili 2013–2023: Ali Schamchani 2023–2025: Ali Akbar Ahmadian 2026: Mohammad Bagher Zolghadr

Aktuelle Mitglieder 1. Präsident, Massud Peseschkian 2. Sekretär des Sicherheitsrates, Ali Akbar Ahmadian 3. Sprecher des Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf 4. Chef der Justiz, Gholamhossein Mohseni-Esche'i 5. Vertreter des obersten Revolutionsführers, Said Dschalili 6. Chef des Generalstabs, Mohammad Bagheri (†) 7. Chef der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran, Abdolrahim Mousavi (†), nunmehr Amir Hatami 8. Kommandeur der Revolutionsgarde, Mohammad Pakpour (†), nunmehr Ahmad Vahidi 9. Außenminister, Abbas Araghtschi 10. Innenminister, Eskandar Momeni 11. Minister des Nachrichtendienstes, Esmaeil Khatib (†) 12. Leiter der Planungs- und Budgetorganisation, Hamid Pourmohammadi

Siehe auch Politisches System der Islamischen Republik Iran Geschichte Irans seit 1979

Literatur Wahied Wahdad-Hagh: Die Islamische Republik Iran. Berlin 2003, ISBN 3-8258-6781-1.

Einzelnachweise

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