Die S-Klasse war die meistgebaute U-Boot-Klasse der britischen Marine aller Zeiten. Die U-Boote wurden hauptsächlich im Zweiten Weltkrieg eingesetzt.
1930 bis 1938 Zwischen 1930 und 1933 werden vier U-Boote der ersten Baugruppe gebaut. Bis 1937 folgen die acht Boote der vergrößerten zweiten Baugruppe. Datum1. Dezember 1930 Swordfish (N61) wird auf der Marinewerft Chatham in Chatham auf Kiel gelegt.3. Januar 1931 Sturgeon (N73) wird auf der Marinewerft Chatham auf Kiel gelegt.14. September 1931 Seahorse (96S) wird auf der Marinewerft Chatham auf Kiel gelegt.29. September 1931 Starfish (19S) wird auf der Marinewerft Chatham auf Kiel gelegt10. November 1931 HMS Swordfish läuft vom Stapel.8. Januar 1932 HMS Sturgeon läuft vom Stapel.15. November 1932 HMS Seahorse läuft vom Stapel.28. November 1932 Die Royal Navy stellt HMS Swordfish in Dienst.Die Quellen uboat.net (Siehe: Weblinks) und Robert Hutchinson (Siehe: Literatur) geben beim Datum der Indienststellung teilweise sehr unterschiedliche Daten an. Bagnasco gibt keine Datumsangaben für einzelne U-Boote an. Der Text nimmt die Angaben aus dem uboat.net als Grundlage. Laut uboat.net wurde die Swordfish am 28. November 1932 in Dienst gestellt. Hutchinson gibt den 16. September 1932 an. Andere Widersprüche werden über weitere Fußnoten erwähnt.27. Februar 1933 Die Royal Navy stellt HMS Sturgeon in Dienst.Das uboat.net gibt für die Indienststellung der Sturgeon den 27. Februar 1933 an. Hutchinson gibt den 15. Dezember 1932 an.14. März 1933 HMS Starfish läuft bei der Marinewerft Chatham vom Stapel.16. Mai 1933 Sealion (N72) wird bei der Cammel Laird Shipyard in Birkenhead auf Kiel gelegt.12. Juni 1933 Shark (N54) wird auf der Marinewerft Chatham auf Kiel gelegt.15. Juni 1933 Salmon (N65) wird bei der Cammel Laird Shipyard in Birkenhead auf Kiel gelegt.18. September 1933 Snapper (N39) wird auf der Marinewerft Chatham auf Kiel gelegt.2. Oktober 1933 Die Royal Navy stellt HMS Seahorse in Dienst.Das uboat.net gibt für die Indienststellung der Seahorse den 2. Oktober 1933 an. Hutchinson gibt den 26. Juli 1933 an.27. Oktober 1933 Die Royal Navy stellt HMS Starfish in Dienst.Das uboat.net gibt für die Indienststellung der Starfish den 27. Oktober 1933 an. Hutchinson gibt den 3. Juli 1933 an.16. März 1934 HMS Sealion läuft vom Stapel.30. April 1934 HMS Salmon läuft vom Stapel.25. Mai 1934 Seawolf (N47) wird bei der Scott’s Shipbuilding & Engineering Co. in Greenock (Schottland) auf Kiel gelegt.31. Mai 1934 HMS Shark läuft vom Stapel.25. Oktober 1934 HMS Snapper läuft vom Stapel.21. Dezember 1934 Die Royal Navy stellt HMS Sealion in Dienst.31. Dezember 1934 Die Royal Navy stellt HMS Shark in Dienst.Das uboat.net gibt für die Indienststellung der Shark den 31. Dezember 1934 an. Hutchinson gibt den 5. Oktober 1934 an.8. März 1935 Die Royal Navy stellt HMS Salmon in Dienst.23. Mai 1935 Spearfish (N69) wird bei der Cammell Laird Shipyard in Birkenhead auf Kiel gelegt.14. Juni 1935 Die Royal Navy stellt HMS Snapper in Dienst.22. Juli 1935 Sunfish (N81) wird bei der Cammel Laird Shipyard in Birkenhead auf Kiel gelegt.30. September 1935 HMS Sunfish läuft vom Stapel.28. November 1935 HMS Seawolf läuft vom Stapel.12. März 1936 Die Royal Navy stellt HMS Seawolf in Dienst.21. April 1936 HMS Spearfish läuft vom Stapel.14. Juli 1936 Sterlet (N22) wird bei der Marinewerft Chatham auf Kiel gelegt.Hutchinson erwähnt die Sterlet nicht. Bagnasco und das uboat.net teilen sie der 2. Baugruppe zu.11. Dezember 1936 Die Royal Navy stellt HMS Spearfish in Dienst.2. Juli 1937 Die Royal Navy stellt HMS Sunfish in Dienst.22. September 1937 HMS Sterlet läuft vom Stapel.6. April 1938 Die Royal Navy stellt HMS Sterlet in Dienst.
1939 Der Zweite Weltkrieg beginnt am 1. September 1939 mit dem deutschen Angriff auf Polen. Am 3. September kommen Frankreich und Großbritannien ihren Bündnisverpflichtungen nach und erklären Deutschland den Krieg. Die letzten polnischen Einheiten kapitulieren am 6. Oktober. Der Krieg im Westen wird auch als Sitzkrieg bezeichnet, weil es zu keinen nennenswerten Kampfhandlungen kommt. Lediglich auf See gibt es einige Gefechte, an denen auch britische S-Boote beteiligt sind. Datum3. September 1939 HMS Spearfish wird 11:04 Uhr, also genau 4 Minuten nach Inkrafttreten der britischen Kriegserklärung an Deutschland, von einem deutschen U-Boot erfolglos angegriffen. Das war die erste Kampfhandlung zwischen deutschen und britischen Einheiten im Zweiten Weltkrieg.14. September 1939 HMS Sturgeon greift 50 NM ostsüdöstlich von Aberdeen (Schottland) bei Position irrtümlich die HMS Swordfish mit drei Torpedos an. Die Torpedos verfehlen das Ziel.17. September 1939 HMS Seahorse greift in der Nordsee bei Position das deutsche U-Boot U 36 vergeblich mit vier Torpedos an.6. Oktober 1939 HMS Seawolf greift 35 NM westlich von Skagen (Dänemark) bei Position den deutschen leichten Kreuzer Nürnberg und das deutsche Torpedoboot Falke erfolglos an.6. November 1939 HMS Sealion greift auf der Doggerbank bei Position das deutsche U-Boot U 21 mit sechs Torpedos erfolglos an.20. November 1939 HMS Sturgeon erreicht den ersten Kampferfolg eines britischen U-Bootes im Zweiten Weltkrieg und versenkt 100 NM westlich von Helgoland (Deutschland) bei Position das deutsche Vorpostenboot V-209/Gauleiter Telschow (428 BRT) mit Torpedos.4. Dezember 1939 HMS Salmon torpediert und versenkt das deutsche U-Boot U 36 in der Nordsee südwestlich von Kristiansand bei Position Das uboat.net gibt für die Position der Versenkung von U 36 unter den Wert an. Unter HMS Salmon wird aber die Position angegeben. Die gesamte Besatzung von 40 Mann wird getötet.13. Dezember 1939 HMS Salmon entdeckt bei Position einen großen deutschen Verband, bestehend aus den drei leichten Kreuzern Nürnberg, Leipzig und Köln und den fünf Zerstörern Z 19 Hermann Künne, Z 14 Friedrich Ihn, Z 15 Erich Steinbrinck, Z 4 Richard Beitzen und Z 8 Bruno Heinemann. Das britische U-Boot greift aus großer Entfernung mit Torpedos an und trifft die Nürnberg am Bug und die Leipzig mittschiffs. Die beiden Kreuzer werden schwer beschädigt und müssen repariert werden. Die Nürnberg muss bis Mai 1940 und die Leipzig bis November 1940 in die Werft.
1940 Am 10. April landen im Rahmen des Unternehmens Weserübung starke deutsche Kräfte in Dänemark und Norwegen. Beide Länder werden in kurzer Zeit besetzt. Die S-Klasse-U-Boote bewähren sich im Kampf gegen die Invasionsflotte, müssen aber auch schwere Verluste hinnehmen. Im Jahr 1940 gehen sieben Boote der Klasse im Kampf verloren. Nachdem Deutschland am 10. Mai auch im Westen eine Offensive beginnt, die mit der Niederlage Frankreichs am 22. Juni endet und Italien am 10. Juni in den Krieg eintritt, werden auch die Biskaya und das Mittelmeer Operationsgebiet britischer U-Boote. Schon im Juni beginnen die ersten italienischen Luftangriffe auf Malta. Die strategisch wichtige britische Kolonie wird bis 1942 von der Achse belagert. Im September kommt es zu ersten Kampfhandlungen in Nordafrika. In der Atlantikschlacht versenken deutsche U-Boote mit relativ geringen eigenen Verlusten viele alliierte Schiffe. Datum7. Januar 1940 Seahorse verlässt am 26. Dezember 1939 Blyth und wird seit dem vermisst. Das U-Boot wird wahrscheinlich 15 sm nordwestlich Helgolands auf der Position durch deutsche Wasserbomben versenkt, keine Überlebenden. (Möglicherweise wurde die Seahorse schon am 29. Dezember 1939 von dem deutschen Sperrbrecher Oakland südöstlich von Helgoland gerammt und versenkt.)8. Januar 1940 Satyr (P214) wird bei der Scott’s Shipbuilding & Engineering Co. in Greenock (Schottland) auf Kiel gelegt.9. Januar 1940 HMS Starfish greift nahe Helgoland auf der Position ein deutsches Minensuchboot erfolglos an. Das Boot wird durch deutsche Wasserbombenangriffe beschädigt, muss auftauchen und sich anschließend ergeben. Die Deutschen nehmen das aufgebrachte U-Boot in Schlepptau. Beim Abtransport sinkt es. Die gesamte Besatzung kann sich retten und geht in Kriegsgefangenschaft.19. Februar 1940 HMS Sunfish greift 30 NM nordöstlich von Helgoland bei Position das deutsche U-Boot U 14 erfolglos mit vier Torpedos an.9. April 1940 HMS Sunfish versenkt im Kattegat bei Position den deutschen Transporter Amasis (7129 BRT) mit Torpedos.10. April 1940 HMS Sunfish greift im Kattegat erfolglos den deutschen Frachter Hanau (5892 BRT) und ein kleines Vorpostenboot an. Am selben Tag torpediert und versenkt das britische U-Boot bei Position das deutsche Transportschiff Antares (2593 BRT).11. April 1940 Das deutsche Transportschiff August Leonhard (2593 BRT) sinkt im Skagerrak bei Position durch einen Torpedoangriff von HMS Sealion. HMS Spearfish greift 6 NM nördlich von Skagen bei Position den schweren Kreuzer Lützow mit Torpedos an. Das deutsche Panzerschiff wird schwer beschädigt und ist erst im März 1941 wieder einsatzfähig.12. April 1940 HMS Snapper versenkt vor Larvik bei Position den kleinen deutschen Tanker Moonsund (322 BRT) mit dem Deckgeschütz.13. April 1940 HMS Sunfish torpediert und beschädigt im Kattegat bei Position die deutsche U-Boot-Falle Schiff 40 / Schürbeck.14. April 1940 HMS Sunfish versenkt im Kattegat bei Position die deutsche U-Boot-Falle Schiff 35 / Oldenburg. HMS Snapper versenkt im Skagerrak bei Position den deutschen Transporter Florida (6150 BRT) mit Torpedos. HMS Sterlet torpediert im Skagerrak bei Position das deutsche Artillerieschulschiff Brummer. Das für die Invasion in Nordeuropa als Transporter genutzte Schulschiff wird schwer getroffen und sinkt am 15. April.15. April 1940 Die deutschen Hilfsminensucher M 1701/H.M. Behrens (525 BRT) und M 1702 / Carsten Janssen (472 BRT) werden nordöstlich von Skagen bei Position von HMS Snapper torpediert und versenkt.18. April 1940 HMS Seawolf versenkt im Skagerrak bei Position das deutsche Frachtschiff Hamm (5874 BRT). Sterlet wird wahrscheinlich im Skagerrak bei Position von den deutschen U-Jägern UJ-125, UJ-126 und UJ-128 versenkt, keine Überlebenden. Möglicherweise ging das U-Boot auch auf dem Rückweg zur Basis durch einen Minentreffer verloren.20. April 1940 HMS Swordfish greift 17 NM vor Larvik bei Position das deutsche Transportschiff Santos (5943 BRT) erfolglos mit sechs Torpedos an.6. Mai 1940 HMS Sealion greift 19 NM südwestlich von Vaderob (Norwegen) den deutschen Transporter Moltkefels (7862 BRT) mit drei Torpedos an, trifft aber nicht. HMS Snapper greift östlich von Dänemark bei Position den deutschen Hilfskreuzer Widder erfolglos mit zwei Torpedos an.20. Mai 1940 HMS Spearfish versenkt in der Nordsee bei Position die dänischen Fischfangfahrzeuge S. 130 und S. 175 mit dem Deckgeschütz.5. Juni 1940 Safari (P211) wird bei Cammel Laird in Birkenhead auf Kiel gelegt.25. Juni 1940 Snapper torpediert und versenkt südlich von Stavanger (Norwegen) bei Position den deutschen Kriegsfischkutter V 1107 / Portland (286 BRT).3. Juli 1940 HMS Snapper versenkt den norwegischen Frachter Cygnus (1334 BRT)Siehe Cygnus auf www.warsailors.com/homefleet. (engl.) westlich von Hadryet bei Position mit Torpedos.