Friedrich Sieber (* 13. August 1893 in Friedersdorf (Spree); † 21. März 1973 in Eberswalde) war ein deutscher Pädagoge und Volkskundler.

Leben und Wirken Er studierte Germanistik und neuere Sprachen und widmete sich der sprachlichen Volksüberlieferung. Insbesondere dem Sagenschatz seiner engeren Heimat (zu dem auch die westslawischen Stämme der Wenden und Sorben zählen), den er sammelte und in mehreren Ausgaben herausgab, blieb er sehr verbunden. Er war zunächst Studienrat in Löbau und nach dem Zweiten Weltkrieg leitete er das Institut für deutsche Volkskunde in Dresden (ab 1954 an die Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin angegliedert), wo er zur Montanethnographie, der Volkskunde des Bergbaus, forschte.

Werke

Literatur Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V. (Dresden), Nachlaß Sieber: Ingeborg Weber-Kellermann: Friedrich Sieber, masch. Ms., 1973 Festschrift für Friedrich Sieber. Lětopis. Jahresschrift des Instituts für sorbische Volksforschung. Reihe C 6/7 (1963/64) Bernd Schöne: Friedrich Sieber. Zur Neubegründung der sächsischen Volkskunde nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Zur Geschichte der Volkskunde, Dresden, 2002, S. 257–276.

Weblinks

Ulrike Schlosser: (PDF-Datei; 670 kB) Susanne Hose, Ines Keller: Ethnografie und Folkloristik. Ein Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte

Einzelnachweise

Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert) Kategorie:Volkskundler Kategorie:Person (Dresden) Kategorie:Person (Neusalza-Spremberg) Kategorie:Mitarbeiter (Akademie der Wissenschaften der DDR) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1893 Kategorie:Gestorben 1973 Kategorie:Mann