mini|Gaetano Arfé Gaetano Arfé (* 12. November 1925 in Somma Vesuviana, Provinz Neapel; † 13. September 2007 in Neapel) war ein italienischer Politiker, Journalist und Historiker.
Leben Arfé schloss sich 1944 in der Resistenza einer Partisanengruppe der Organisation Giustizia e Libertà an und trat 1945 der Sozialistischen Partei Italiens (PSI) bei. Bis 1948 studierte er an der Philosophischen Fakultät der Universität Neapel sowie am von Benedetto Croce geleiteten Istituto Italiano per gli Studi Storici. Ab 1965 lehrte er als Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte an den Universitäten Bari und Salerno. 1973 wurde er auf den Lehrstuhl für Geschichte der politischen Parteien und Bewegungen an der Politikwissenschaftlichen Fakultät der Universität Florenz berufen.
Innerhalb der PSI war er von 1957 bis 1982 Mitglied des Zentralkomitees. Von 1959 bis 1971 war er Mitherausgeber der sozialistischen Monatszeitschrift Mondoperaio und von 1966 an für zehn Jahre Herausgeber der PSI-Tageszeitung Avanti!.
Von 1972 bis 1976 war er Mitglied des italienischen Senats, wo er die Region Emilia-Romagna vertrat. Er war von 1972 bis 1974 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für öffentliche Bildung, anschließend bis 1976 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des Senats. Bei der Parlamentswahl 1976 wurde Arfé als Vertreter des Wahlkreises Parma in die Abgeordnetenkammer des italienischen Parlaments gewählt, der er bis 1979 angehörte. Von 1979 bis 1984 gehörte er dem Europäischen Parlament an, wo er in der Sozialistischen Fraktion saß und Mitglied im Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung, Information und Sport war. Dort stieß er insbesondere zwei Entschlüsse zum Schutz von Minderheitensprachen an (Resolutionen Arfé I und Arfé II).
Nach seinem Austritt aus der PSI 1985 wurde er im Jahr 1987 als Parteiloser auf der Liste der Kommunistischen Partei Italiens (PCI) erneut in den Senat gewählt, dem er bis 1992 angehörte. Dort war er Vorstandsmitglied der Fraktion Sinistra Indipendente sowie von 1989 bis 1992 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultur.
Bibliografie Ciro Raia: Gaetano Arfé. Un socialista del mio Paese. Piero Lacaita Editore, Manduria-Bari, 2003.
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