Die Frauen-Bundesliga (durch einen Sponsoringvertrag offiziell Google Pixel Frauen-Bundesliga) ist die höchste Spielklasse im deutschen Frauenfußball. Ihre Einführung wurde 1989 durch den DFB-Bundestag beschlossen, im Jahr darauf wurde der Spielbetrieb in zwei Staffeln zu je zehn Mannschaften aufgenommen. 1997 bis 2025 wurde die Frauen-Bundesliga bundesweit nach dem Vorbild der Fußball-Bundesliga der Männer eingleisig, jedoch mit nur zwölf Mannschaften, ausgetragen. Zur Saison 2025/26 wurde die Liga auf vierzehn Teams aufgestockt.

Im Ligasystem, bei dem jeder Verein in Hin- und Rückspielen gegen jeden anderen Verein antritt, werden der Deutsche Meister, die weiteren deutschen Vertreter in der UEFA Women’s Champions League sowie die beiden Absteiger in die 2. Bundesliga ermittelt. Letztere ist seit 2004 die zweithöchste, ebenfalls bundesweit ausgespielte Spielklasse unterhalb der Bundesliga.

Rekordmeister der Bundesliga sind der 1. FFC Frankfurt (zuletzt 2008), der VfL Wolfsburg (zuletzt 2022) und der FC Bayern München (zuletzt 2026) mit jeweils sieben Titeln, während die SSG Bergisch Gladbach (zuletzt 1989) mit neun deutschen Meisterschaften Gesamtrekordhalter des deutschen Frauenfußballs ist.

Amtierender Deutscher Meister ist der FC Bayern München.

Modus und Ausrichtung Austragungsmodus Während eines Meisterschaftsjahres, das sich in eine Hin- und Rückrunde unterteilt, treffen alle 14 Vereine der Bundesliga anhand eines vor der Saison festgelegten Spielplans zweimal aufeinander, je einmal im eigenen Stadion und einmal im Stadion des Gegners. Eine Bundesligaspielzeit mit ihren 26 Spieltagen erstreckt sich in der Regel von August oder September bis Mai oder Juni. In Jahren, in denen eine Weltmeisterschaft oder Olympische Spiele stattfinden, kann es vorkommen, dass die Liga über einen Monat lang ruht, da die Weltmeisterschaften nicht immer während der Sommerpause stattfinden. Die WM 2007 wurde z. B. im September 2007 ausgetragen. Europameisterschaften hingegen finden grundsätzlich in der Sommerpause statt. Zwischen Ende Dezember und Ende Februar wird eine Winterpause eingelegt, in der bis 2015 der DFB-Hallenpokal ausgespielt wurde. Die einzelnen Spieltage werden sonntags um 11 bzw. 14 Uhr angepfiffen.DFB-Durchführungsbestimmungen § 13 Nr. 1. Englische Wochen kommen sehr selten vor, da Nachholspiele nach Möglichkeit am Wochenende ausgetragen werden sollen.DFB-Durchführungsbestimmungen § 18.

Der Spielplan wird mit Hilfe einer jede Saison wechselnden Schlüsselzahl festgelegt, die bestimmt, in welcher Systematik bzw. Reihenfolge die Vereine innerhalb einer Saison gegeneinander antreten. Die Schlüsselzahl und damit der Spielplan wird unter Zuhilfenahme eines Computerprogramms unter Berücksichtigung relevanter Parameter wie anderer Großereignisse vorgeschlagen. Die Terminfestsetzung der Spiele richtet sich nach dem Rahmenterminkalender der FIFA und UEFA.

Die Mannschaft, die nach dieser doppelten Punktrunde den ersten Platz belegt, ist Deutscher Meister und nimmt für Deutschland an der UEFA Women’s Champions League teil. Ebenfalls qualifiziert ist der Vizemeister. Sollte ein deutscher Verein die UEFA Women’s Champions League gewinnen und die Bundesligasaison nicht auf einem der ersten beiden Tabellenplätze abschließen, erhält Deutschland einen zusätzlichen Startplatz. Die zwei letztplatzierten Mannschaften müssen in die 2. Bundesliga absteigen, aus der im Gegenzug zwei Mannschaften direkt in die Bundesliga aufsteigen. Bei der Ermittlung der Platzierungen sind zunächst die von einem Verein erzielten Punkte relevant. Hierbei werden für einen Sieg drei Punkte, für ein Unentschieden ein Punkt und für eine Niederlage null Punkte vergeben. Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst die bessere Tordifferenz über die Reihenfolge der Platzierung, bei gleicher Differenz danach die Anzahl der erzielten Tore. Sollte dieser Vergleich immer noch keine Entscheidung bringen, werden die folgenden Kriterien zu Rate gezogen: das Gesamtergebnis aus den Partien gegeneinander, die Anzahl der in diesen Partien erzielten Tore gegeneinander, die Anzahl der auswärts erzielten Tore im direkten Vergleich. Danach entscheiden die erzielten Auswärtstore in allen Spielen. Bringen diese Vergleiche nichts ein, wird auf neutralem Platz ein Entscheidungsspiel ausgetragen. Dies war bisher in der Bundesliga jedoch noch nie der Fall.

Modusänderungen Der Modus der Bundesliga wurde seit der Erstaustragung bislang einmal verändert. Zwischen 1990 und 1997 bestand die Bundesliga aus zwei Gruppen (Nord und Süd) mit jeweils zehn Mannschaften. In der Saison 1991/92 umfassten beide Gruppen je elf Mannschaften, da zwei Vereine aus der ehemaligen DDR aufgenommen wurden. Nach Hin- und Rückspielen qualifizierten sich die zwei erstplatzierten Mannschaften beider Gruppen für das Halbfinale. Das Halbfinale wurde in Hin- und Rückspiel ausgetragen. Wie im Europapokal zählte bei Punkt- und Torgleichheit die höhere Anzahl der Auswärtstore. Das Finale wurde in einem Spiel im Stadion eines der beiden Finalisten ausgetragen. Seit 1997 wird die Liga eingleisig geführt. Die Drei-Punkte-Regel gilt seit der Saison 1995/96. Davor wurden für jedes Spiel Plus- und Minuspunkte vergeben – Sieg: 2:0 Punkte, Unentschieden: 1:1 Punkte, Niederlage: 0:2 Punkte. Seit 1993 gilt auch bei den Frauen die Spielzeit von zweimal 45 Minuten. Zuvor dauerte ein Frauenfußballspiel nur zweimal 40 Minuten.

Ausrichter Ausgerichtet wird die Bundesliga durch den DFB, der sich um die Durchführung, die Lizenzierung und um das Schiedsrichterwesen kümmert. Im September 2026 wurde die Ausgliederung beschlossen, die eine Organisation der Bundesliga durch die FBL ab der Saison 2027/28 vorsieht.

Zur Teilnahme an der Bundesliga benötigt jeder Verein eine vom DFB vergebene Lizenz. Die Lizenz wird aufgrund sportlicher, rechtlicher, personell-administrativer, infrastruktureller und sicherheitstechnischer, medientechnischer sowie finanzieller Kriterien vergeben. Hierbei stehen die genannten Voraussetzungen gleichgewichtig nebeneinander, jedoch entscheidet sich die Vergabe einer Lizenz regelmäßig an den finanziellen Kriterien, welche die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Vereine sicherstellen sollen.

Das Lizenzierungsverfahren ist nicht so umfangreich und aufwändig wie bei der Männer-Bundesliga, da sich die Etats der Bundesligisten im sechsstelligen Bereich befinden. Erhält ein Verein keine Bundesligalizenz, so gilt er vorbehaltlich der dort gültigen Zulassungsvoraussetzungen als Absteiger in die Regionalliga seines Regionalverbandes und rückt somit an den Schluss der Tabelle der 2. Bundesliga der vorangegangenen Spielzeit. Die Anzahl der aus sportlichen Gründen abgestiegenen Mannschaften verringert sich entsprechend. Den Sportfreunden Siegen wurde in der Spielzeit 2002/03 die Lizenz für die Folgesaison aus wirtschaftlichen Gründen verweigert. Wegen Verstößen gegen Lizenzauflagen wurde bisher noch kein Verein mit Punktabzügen und/oder Geldstrafen belegt.

Der DFB ist auch für die Ansetzung der Schiedsrichter zuständig. Seit 1993 werden alle Spiele von Schiedsrichterinnen geleitet. Die entstehenden Kosten werden halbjährlich zu gleichen Teilen auf die Vereine umgelegt.DFB-Durchführungsbestimmungen § 38 Nr. 5.

Die FBL wird ab der Saison 2027/28 für die Organisation des Spielbetriebs und die Vermarktung der Frauen-Bundesliga verantwortlich sein.

Geschichte Saison Deutscher Meister (ges./BL) 1990/91 TSV Siegen (3/1) 1991/92 TSV Siegen (4/2) 1992/93 TuS Niederkirchen 1993/94 TSV Siegen (5/3) 1994/95 FSV Frankfurt (2/1) 1995/96 TSV Siegen (6/4) 1996/97 Grün-Weiß Brauweiler 1997/98 FSV Frankfurt (3/2) 1998/99 1. FFC Frankfurt 1999/00 FCR Duisburg 2000/01 1. FFC Frankfurt (2) 2001/02 1. FFC Frankfurt (3) 2002/03 1. FFC Frankfurt (4) 2003/04 1. FFC Turbine Potsdam 2004/05 1. FFC Frankfurt (5) 2005/06 1. FFC Turbine Potsdam (2) 2006/07 1. FFC Frankfurt (6) 2007/08 1. FFC Frankfurt (7) 2008/09 1. FFC Turbine Potsdam (3) 2009/10 1. FFC Turbine Potsdam (4) 2010/11 1. FFC Turbine Potsdam (5) 2011/12 1. FFC Turbine Potsdam (6) 2012/13 VfL Wolfsburg 2013/14 VfL Wolfsburg (2) 2014/15 FC Bayern München (2/1) 2015/16 FC Bayern München (3/2) 2016/17 VfL Wolfsburg (3)2017/18VfL Wolfsburg (4) 2018/19 VfL Wolfsburg (5) 2019/20VfL Wolfsburg (6) 2020/21 FC Bayern München (4/3) 2021/22VfL Wolfsburg (7) 2022/23 FC Bayern München (5/4) 2023/24 FC Bayern München (6/5) 2024/25 FC Bayern München (7/6) 2025/26 FC Bayern München (8/7)

Vorgeschichte Von 1974 bis 1990 wurde 17-mal die deutsche Fußballmeisterschaft ausgetragen, die der DFB im Frauenfußball ausrichtete. Letztmals fand 1990 diese Frauenfußball-Meisterschaft statt, für die sich vorher 16 Mannschaften als jeweils beste Mannschaft ihres Landesverbandes für die Endrunde qualifiziert hatten.

Bereits seit Mitte der 1980er Jahre wurde über die Einführung einer überregionalen Spielklasse diskutiert. Grund hierfür war vor allem, dass es in den bundesweit verstreuten höchsten Spielklassen zu große Leistungsunterschiede zwischen einigen Spitzenmannschaften und dem Rest der Liga gab. In West- und Norddeutschland wurden 1985 bzw. 1986 verbandsübergreifende Ligen gegründet. In den anderen Regionalverbänden existierten dagegen nur Ligen auf Verbandsebene. Durch eine bundesweite Spielklasse mit gleichmäßig starker Besetzung sollte das Leistungsniveau erhöht werden. Auf dem DFB-Bundestag 1986 in Bremen stimmten die Delegierten fast einstimmig für die Vorbereitung einer solchen Liga. Eingeführt wurde die Bundesliga jedoch nicht. Erst nachdem die Frauennationalmannschaft die Europameisterschaft 1989 im eigenen Land gewonnen hatte, wurde auf dem DFB-Bundestag 1989 in Trier die Einführung einer zweigleisigen Bundesliga zur Saison 1990/91 beschlossen.

Die neugeschaffene Bundesliga sollte eine Nord- und eine Südstaffel umfassen, in der jeweils zehn Vereine gegeneinander antreten sollten. Bereits in der ersten Bewerbungsrunde meldeten sich 35 Vereine für die geplante Bundesliga. Für die Vergabe der 20 vorgesehenen Plätze sollte zunächst – ähnlich wie bei der Einführung der Bundesliga der Männer – ein Punkteschlüssel ausgearbeitet werden, in dem die Erfolge der letzten Jahre als wichtigster Faktor berücksichtigt werden.Kicker-Sonderheft Bundesliga 88/89: Die Zeit ist reif – Damen wollen die Bundesliga, S. 178 f. Schließlich wurde für die Qualifikation festgelegt, dass die jeweils beste Mannschaft jedes der damals 16 DFB-Mitgliedsverbände nach Abschluss der Saison 1989/90 automatisch dabei ist; um die restlichen vier Plätze sollten die zweitbesten Teams der einzelnen Verbände spielen.Kicker-Sonderheft Bundesliga 89/90: Freie Fahrt für die Frauen – Damenfußball-Bundesliga startet 1990, S. 202 ff.

Die 20 Gründungsmitglieder der Bundesliga waren schließlich: Aus der Oberliga Nord: Fortuna Sachsenross Hannover, SC Poppenbüttel, Schmalfelder SV, SV Wilhelmshaven, VfR Eintracht Wolfsburg Aus der Regionalliga West: SSG Bergisch Gladbach, KBC Duisburg, VfB Rheine, TSV Siegen Aus der Oberliga Berlin: 1. FC Neukölln Aus der Oberliga Hessen: FSV Frankfurt, SG Praunheim Aus der Verbandsliga Rheinland: SC 07 Bad Neuenahr Aus der Verbandsliga Saarland: VfR 09 Saarbrücken Aus der Verbandsliga Südwest: TuS Niederkirchen Aus der Verbandsliga Baden: SC Klinge Seckach Aus der Verbandsliga Südbaden: TuS Binzen Aus der Verbandsliga Württemberg: VfL Sindelfingen, VfL Ulm/Neu-Ulm Aus der Bayernliga: FC Bayern München

1990–1997: Die zweigleisige Liga