Amselfing ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Aiterhofen und eine Gemarkung im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.
Lage Das Kirchdorf Amselfing liegt im Gäuboden etwa zwei Kilometer nordöstlich von Aiterhofen zwischen der Kreisstraße SR 19 im Norden und der Bahnstrecke Passau–Obertraubling im Süden.
Die Gemarkung Amselfing (Gemarkungsschlüssel 5627) hat eine Fläche von 2325,22 HektarGemarkung Amselfing auf geolytics.de und die beiden Gemarkungsteile 0 und 1. Der Gemarkungsteil 0 mit einer Fläche von etwa 1887,85 Hektar liegt in der Gemeinde Aiterhofen, Gemarkungsteil 1 mit einer Fläche von etwa 437,37 Hektarnäherungsweise berechnet aus der Differenz zwischen der Gemeindefläche Irlbach (1583,66) und der Gemarkungsfläche Irlbach (1146,29) liegt in der Gemeinde Irlbach. +Gemarkung AmselfingFläche in Hektar Gemeindeteile auf dem Gemarkungsteil2325,22Gemarkungs-teil 0Gemeinde Aiterhofen1887,85Ainbrach, Amselfing, Asham, Fruhstorf, Hermannsdorf, Hunderdorf, Moosdorf, Rohrhof und SandGemarkungs-teil 1Gemeinde Irlbach437,37Entau, Sophienhof
Geschichte Im Jahre 1334 verkauften Hartweich, Altman und Eberwein von Degenberg ihr „guet und gült ze Ansolfing“ mit allen Rechten und Nutzen an das Zisterzienserinnenkloster Seligenthal in Landshut. Dieses konnte 1346 die Jurisdiktionsrechte erlangen und um die gleiche Zeit seine Grundherrschaft am Ort noch erweitern. Die geschlossene Hofmark Amselfing war bei der Güterbeschreibung des Landgerichts Straubing 1599 dem Unteramt Salching unterstellt. Im Konskriptionsjahr 1752 bestand Amselfing aus elf Anwesen.
Bis zur Säkularisation in Bayern 1803 blieb Amselfing im Besitz des Klosters. Danach gingen dessen Güter an die Ludwig-Maximilians-Universität über, die damals ihren Sitz in Landshut hatte, gerichtlich wurden die Bewohner der einstigen Hofmark 1808 provisorisch, 1818 endgültig dem Landgericht Straubing unterstellt. 1808 wurde der Steuerdistrikt Amselfing gebildet, 1818/1821 die Ruralgemeinde Amselfing. An der 1859/1860 erbauten Bahnstrecke Passau–Obertraubling erhielt Amselfing einen Eisenbahnanschluss, da sich das größere Schambach gegen einen solchen ausgesprochen hatte.
Die Gemeinde Amselfing hatte 1952 folgende elf Ortsteile: Amselfing, Ainbrach, Asham, Entau, Fruhstorf, Hermannsdorf, Hunderdorf, Moosdorf, Sand, Sophienhof und Wachtlau. Der ehemalige Ortsteil Lehmbuch war zu diesem Zeitpunkt bereits aufgegeben worden. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde der größte Teil der Gemeinde am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Aiterhofen eingegliedert. Die weit entfernten Ortsteile Sophienhof und Entau kamen zu Straßkirchen und nach der Wiederherstellung der Gemeinde Irlbach 1983 schließlich zu dieser.
Kirchlich gehört Amselfing zur Pfarrei Ittling.
Baudenkmäler Filialkirche St. Stephanus. Das bestehende Gotteshaus wurde im schlichten Barockstil um 1660 gebaut. Die Turmobergeschosse entstanden 1776. Eine Glocke trägt die Jahreszahl 1524. Die 14 Kreuzwegstationen wurden 1870 eingerichtet. 1962 erfolgte eine Neugestaltung der Kirche.
Vereine Bauernhilfsverein Amselfing-Ittling Freiwillige Feuerwehr Amselfing. Sie gehört zum KBI-Bereich II – Straubing Land 2 und wurde erstmals im Jahre 1882 urkundlich erwähnt. KLJB-Ittling-Amselfing Landfrauen Amselfing VdK Amselfing
Literatur Wolfgang Freundorfer: Straubing: Landgericht, Rentkastenamt und Stadt. (= Historischer Atlas von Bayern. I/XXXII). München 1974, ISBN 3-7696-9879-7. (Digitalisat) Hans Aichner: Amselfing – ein Dorf im Gäuboden, Festschrift und Chronik zur 1200-Jahrfeier, 136 Seiten, herausgegeben von der Gemeinde Aiterhofen, 1989.
Weblinks
Hofmark Amselfing im Historischen Atlas von Bayern Die Filialkirche St. Stephanus Amselfing
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Straubing-Bogen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Straubing-Bogen) Kategorie:Aiterhofen Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Straubing-Bogen