Hainbronn (oberfränkisch: HammbrunnJ. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 18. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hambrúnn“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Pegnitz im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Hainbronn hat eine Fläche von 17,242 km². Sie ist in 3801 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4536,16 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Hammerbühl, Heroldsreuth, Horlach, Nemschenreuth, Neudorf, Stein, Weidelwangermühle, Weidmannshöhe und Willenberg.
Lage Das Dorf bildet mit Reisach im Osten eine geschlossene Siedlung. Diese liegt links der Pegnitz der Stadt Pegnitz direkt gegenüber. Die Staatsstraße 2162 führt nach Pegnitz (1,5 km nordwestlich) bzw. nach Weidlwang (2 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Lobensteig zur Kreisstraße BT 25 (1,8 km östlich) und nach Pegnitz ebenfalls zur BT 25 (1,9 km südöstlich).
Geschichte Im Jahr 1179 wurde in einer Urkunde des Klosters Michelfeld ein „Otto dem Haimenbrunnen“ erwähnt. Dies ist zugleich die erste Erwähnung des Ortes. Der Ortsname bedeutet ‚Brunnen im Heim‘ bzw. ‚Brunnen im Hain‘.J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 18. Hainbronn gehörte zu den 18 Forsthuben, von denen früher der Veldensteiner Forst verwaltet wurde. Der Name stammt vom damaligen Urkundenzeugen Otto de Hainbrunnen. Eines der ältesten erhaltenen Anwesen ist die Hainbronner Mühle. Es wird vermutet, dass sie 1618 zunächst als Kloster erbaut wurde, was noch aus dem Namen der anliegenden Straße, Zechthof (Zehnthof) erkennbar ist.
Hainbronn lag im Fraischbezirk des brandenburg-bayreuthischen Oberamtes Pegnitz.G. P. Hönn: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises, S. 256. Von 1791/92 bis 1810 unterstand der Ort dem preußischen Justiz- und Kammeramt Pegnitz.
Mit dem Gemeindeedikt wurde 1812 der Steuerdistrikt Hainbronn gebildet. Zu diesem gehörten Hammerbühl, Heroldsreuth, Horlach, Nemschenreuth, Neudorf, Stein, Weidelwangermühle und Willenberg. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Hainbronn, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Schnabelwaid (1842 Landgericht Pegnitz umbenannt) und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Pegnitz. Ab 1862 gehörte Hainbronn zum Bezirksamt Pegnitz (1939 in Landkreis Pegnitz umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Pegnitz (1879 in Amtsgericht Pegnitz umgewandelt). Weidmannshöhe wurde 1927 auf dem Gemeindegebiet errichtet. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 17,356 km². 1970 kam Hufeisen-Waldhaus hinzu. Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Hainbronn im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Pegnitz eingegliedert.
Seit 1981 gibt es im Ort ein Gemeindehaus, das als Begegnungsstätte für die Einwohner dient. Am 9. Mai 1998 wurde der Kinderspielplatz an der Brunnbachquelle eingeweiht.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Hainbronn Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 641 773 765 788 751 768 792 972 854 773 752 759 813 745 748 769 729 694 716 961 956 944 1007 1427HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 138 140 142 136 131 143 181 Quelle Für die Gemeinde Hainbronn inklusive Hammerbühl (S. 44), Höratsreuth (S. 52), Horlach (S. 54), Nemschenreuth (S. 81), Neudorf (S. 82), Stein (S. 118), Weidelwangermühle (S. 134) und Willenberg (S. 138).
Ort Hainbronn Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 1993Einwohner 192 212 227 241 255 190 208 233 404 400 490Häuser 39 37 32 34 44 96 125Quelle
Religion Hainbronn ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Pegnitz) gepfarrt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Baudenkmäler In Hainbronn gibt es drei Baudenkmäler: Pegnitztalstraße 28: ehemalige Mühle zwei Viadukte
Bodendenkmäler In der Gemarkung Hainbronn gibt es sechs Bodendenkmäler.
Natur Karstwunder am Wasserberg Wachbergfelsen am südlichen Rand des Dorfes
Regelmäßige Veranstaltungen Faschingsfeier im Gemeindehaus Hainbronn Hainbronner Dorffest Hainbronner Metalfestival Hainbronner Johannisfeuer
Infrastruktur Verkehr Die Busse der Regionalbuslinie 8404 des OVF (Pegnitz–Mosenberg, der VGN-Linie 450) und der Linie 8405 (Pegnitz–Troschenreuth, VGN 385) fahren durch Hainbronn. Die nächstgelegene Autobahn ist die A 9, der nächste Bahnhof befindet sich in Pegnitz und hat Anschluss an den im Zwei-Stunden-Takt haltenden Regional-Express der Linien RE 30 Nürnberg–Bayreuth–Hof und RE 31 Nürnberg–Marktredwitz–Hof sowie RE 33 Nürnberg–Cheb.
Freiwillige Feuerwehr 1876 wurde nach mehreren großen Bränden die Freiwillige Feuerwehr gegründet. 1974 bekam Hainbronn einen neuen Glockenturm, der Turm auf der Schmiede war für die Glocke zu schwach geworden und musste ersetzt werden.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Pegnitz (Stadt) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Ersterwähnung 1179 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Ort an der Pegnitz Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth