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BusinessEurope (eigene Schreibweise BUSINESSEUROPE) ist ein europäischer Arbeitgeber- und Lobbyismusverband mit Sitz in Brüssel. Ihm gehörten im Jahre 2023 42 Mitgliedsverbände aus 36 Ländern an.
Geschichte Unter dem Namen bestand der Verband seit 1949. 1958 wurde er in umbenannt, 1987 in . Dieser Namen blieb bis zur 2007 erfolgten Umbenennung zum heutigen Namen.
Die Organisation besteht aus 60 Arbeitsgruppen. In diesen Gruppen arbeiten 1200 Fachleute, um Gesetzesentwürfe und EU-Programme zu analysieren und aus unternehmerischer Perspektive zu optimieren. Businesseurope zählt nach dem European Roundtable of Industrialists (ERT), die mit Businesseurope zusammenarbeitet, mitunter zu den größten Lobbyorganisationen mit Sitz in Brüssel.
Leitung
An der Spitze des Verbands steht ein Präsident. Dieses Amt hatten folgende Personen inne: 1958–1961: Léon Bekaert 1961–1962: Georges Villiers 1962–1967: Hans de Koster 1967–1971: Fritz Berg 1971–1975: Paul Huvelin 1975–1980: Pol Provost 1981–1983: Guido Carli 1984–1986: Ray Pennock 1986–1990: Karl Gustaf Ratjen 1990–1994: Carlos Ferrer 1994–1998: François Perigot 1998–2003: Georges Jacobs 2003–2005: Jürgen Strube 2005–2009: Ernest-Antoine Seillière 2009–2013: Jürgen Thumann 2013–2018: Emma Marcegaglia 2018–2022: Pierre Gattaz 2022–2026: Fredrik Persson seit 2026: Maciej Witucki
Leiter der Verwaltung ist ein Generaldirektor. Seit 2013 wird diese Position von Markus Beyrer ausgeübt.
Aktivitäten Der europäische Arbeitgeberverband ist einer der aktivsten Unterstützer des geplanten TTIP-Abkommens. Seit 2014 findet jährlich der BusinessEurope Day statt. Das selbsterklärte Ziel besteht darin, eine ausgesuchte Gruppe an Führungspersonen aus Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern zusammenzubringen, um über bestimmte, den Handel betreffende Politikthemen zu diskutieren.
Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte im September 2018 ein Strategiepapier von Businesseurope, in welchem unterschiedliche Methoden vorgestellt werden, mit dem Ziel Maßnahmen zum Klimaschutz einzubremsen: Man könne sich mit einer Strategie der „freundlichen Umarmung“ „eher positiv“ zu Vorschlägen verhalten, solange diese nicht konkret würden. Alternativ könne man sich auch gegen Vorschläge stellen, „unter Gebrauch der üblichen Argumente eines globalen Spielfelds, wir können nicht für andere kompensieren etc.“. Ferner könne man Entscheidungsprozesse in Frage stellen („challenge the process“). Es könne etwa anzweifelt werden, „dass die Klimaziele fair und transparent berechnet wurden“. Die Folgenabschätzung könne in Frage gestellt werden oder neue Risiken hervorgehoben werden. Außerdem könne man argumentieren, dass es andere große Volkswirtschaften zu überzeugen gelte, und deshalb Stabilität nötig sei, „um Investitionen zu mobilisieren“.
Literatur
Weblinks Offizielle Website (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Arbeitgeberverband Kategorie:Europäischer Interessenverband Kategorie:Internationale Organisation (Brüssel) Kategorie:Europaweit agierende Interessengruppe Kategorie:Verbandsgründung 2007