Sado (jap. ) ist eine Stadt auf der Insel Sado in der Präfektur Niigata in Japan.
Geschichte mini|links|Vorläufergemeinden der Stadt Sado Die Stadt Sado wurde am 1. März 2004 aus der Shi Ryōtsu (, -shi), den Machi Aikawa (, -machi), Sawada (, -machi), Kanai (, -machi), Hatano (, -machi), Mano (, -machi), Ogi (, -machi), Hamochi (, -machi), sowie den Mura Niibo (, -mura) und Akadomari (, -mura) gegründet. Die Stadt erstreckt sich damit über die komplette Insel.
Verkehr Straße Nationalstraße 350
Söhne und Töchter der Stadt Aka Akasaka (* 1988), Mangaka und Schriftsteller Arita Hachirō (1884–1965), Diplomat Fubō Hayashi (1900–1935), Schriftsteller Homma Masaharu (1887–1946), Führungsoffizier Itō Sekisui V. (* 1941), Keramiker und Lebender Nationalschatz Kita Ikki (1883–1937), Politischer Philosoph der Shōwa-Zeit Kenkichi Saitō (1895–1960), Schwimmer und Leichtathlet
Sehenswürdigkeiten Über das seit dem Zusammenschluss der Ortschaften sehr ausgedehnte Stadtgebiet sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten verteilt. Der Tempel Myōsen hat als einziger in der Präfektur Niigata eine fünfstöckige Pagode und liegt rund 5 km östlich von Mano. Die Pagode wurde von zwei Generationen von Zimmerleuten errichtet und nach dreißigjähriger Bauzeit 1825 vollendetShobunsha Publications: Niigata to Sadogashima, S. 241. Tokyo 2002, ISBN 4-398-14261-4. Der Tempel wurde von einem Samurai gegründet, der sich später der Lehre Nichirens anschloss. Unweit des Myōsen-Tempels ist der abseits gelegene, kleine Daizen-Schrein sehenswert. Auf seinem Gelände ist der im 19. Jahrhundert errichtete, hölzerne Bau eines traditionellen Nō-Theaters, in dem noch Vorstellungen stattfinden, zu sehen. In der Umgebung des Daizen-Schreins sind noch vereinzelte Bauernhöfe im traditionellen Stil erhalten. Im Dorf Niibo fast genau in der Mitte der Insel ist der Tempel Konpon sehenswert. Er wurde im 17. Jahrhundert an der Stelle errichtet, wo Nichiren während seiner Verbannung auf die Insel (1271–74) anfangs lebte. In dem kleinen Hafenort Ogi im Südwesten der Insel wurden früher große hölzerne Tröge, auf Japanisch taraibune genannt, als Wasserfahrzeuge genutzt, um Muscheln und Seetang zu sammeln. Touristen wird diese Tradition noch heute vorgeführt. Außerdem ist in Ogi das Museum Ogi Minzoku Hakubutsukan besuchswertChris Taylor: Japan, S. 534. Stefan Loose Verlag, Berlin 1998. Nichiren lebte zwei Jahre lang einige Kilometer nordöstlich der heutigen Stadt Sawata an der Stelle, an der heute der Myosho-Tempel steht. Dieser Tempel, der von einem Garten umgeben ist, ist heute das Ziel vieler Pilger, ebenso der unweit südlich gelegene Jisso Ji. Er wurde an einer Stelle errichtet, die Nichiren häufig zur Meditation aufsuchte. Die Kiefer, an der Nichiren sein Gewand aufzuhängen pflegte, ist heute noch zu sehenShobunsha Publications: Niigata to Sadogashima, S. 243. Tokyo 2002, ISBN 4-398-14261-4. Unweit des Tempels wurde ein großes, weithin sichtbares Nichirendenkmal errichtet An der Westküste der Insel ist das Art and Natural History Museum of Sado sehenswert, das sich zwischen Sawata und Mano befindet. In seinem Garten wurden Pfahlbauten rekonstruiert, die dem ursprünglichen Baustil der Bewohner Sados entsprechen. Außerdem beherbergt das Museum einige ausgestopfte Exemplare des seltenen Nipponibisses, dem im Dorf Niibo ein Denkmal gesetzt wurde. An der kaum bewohnten Nordküste der Insel sind einige markante Felsformationen bekannte Ausflugsziele. Zu ihnen zählen der wie zwei Schildkröten geformte Futatsugame sowie der 167 m hohe Onogame, in dem eine Shinto-Gottheit leben soll. Unweit des Dorfes Kitaebisu ist die Bucht Senkakuwan besuchenswert, in der zahlreiche weitere bizarr geformte Felsen zu sehen sind. In der Nähe von Aikawa an der Westküste der Insel lösten 1601 Goldfunde einen bis 1867 dauernden Goldrausch aus, so dass Aikawa zu einer Stadt von zeitweise rund 100 000 Einwohnern heranwuchsChris Taylor: Japan, S. 532. Stefan Loose Verlag, Berlin 1998. In der Nähe Aikawas sind die zu einem Museum umgestaltete Goldmine Sado Kinzan, die erst 1989 geschlossen wurde, sowie das ehemalige Tagebauwerk Doyu no Waretu besuchenswert. Aikawa verfügt über zwei weitere Museen: Das Volkskundemuseum Kyodo Hakubutsukan und das Kunstmuseum Sado Hangamura, in dem Holzschnitte von Künstlern, die auf Sado tätig waren, gezeigt werden und auch käuflich zu erwerben sind.
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Ort in der Präfektur Niigata Kategorie:Ort mit Seehafen
Kategorie:Shintō-Wallfahrtsort Kategorie:Gemeindegründung 2004