mini|Junge lässt sich einen Topf Suppe geben (Leipzig 1951) mini|Kinder während des Essens an einer Holztafel im Freien (1952)

Als Ausspeisung wird die Versorgung von Kindern, Armen und Hilfebedürftigen mit warmem Essen bezeichnet. (Kirchlicher Dank für Spenden)

Der Begriff ist in Deutschland (veraltend), Österreich und der Schweiz belegt.Ulrich Ammon, Hans Bickel, Jakob Ebner u. a.: Variantenwörterbuch des Deutschen. Gruyter, Berlin / New York 2004, ISBN 3-11-016574-0, S. 77 (Auszug: Ausspeisung). Auch historisch wurde dieser Terminus in offiziellen Aufschrieben verwendet. (historische Verwendung für Verpflegung). Württembergische Landtagsakten, Hrsg.: Württembergische Kommission für Landesgeschichte. Kohlhammer, Stuttgart, erschienen: Reihe 1, 1.1498/1515 (1913).

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs führten in Deutschland und ÖsterreichDuden: insbesondere die US-Besatzungsmacht und die Kinderhilfe des Schweizerischen Roten Kreuzes solche Ausspeisungen durch, teilweise aber auch die besser gestellten Kommunen, manche Pfarrgemeinden, die Caritas und andere Hilfsorganisationen.

Beispielsweise wurden und werden in Wien und Niederösterreich auch Schulausspeisungen durchgeführt, also ganze Schulklassen mit Armensuppe und anderer Nahrung versorgt. Später kamen Kinderhilfs-Programme auch in Form von Essenspaketen für Familien und durch monatsweise Verschickungen auf Kindererholungs- und Ferienlager hinzu. Auch heute finden noch Schulausspeisungen statt.

Im heutigen Sprachgebrauch wird der Begriff Ausspeisung auch für das Einnehmen von Mahlzeiten in Justizvollzugsanstalten (Gefängnissen) genutzt. vom 6. April 2006, abgerufen am 13. März 2011.

Siehe auch Kinderhilfswerk, Armenversorgung Hunger, Nahrungsmittelhilfe

Einzelnachweise

Kategorie:Ernährungshilfe Kategorie:Soziale Arbeit