Elbach (, mundartlich Erbe) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).

Geografie Elbach liegt im Sundgauer Tertiärhügelland im Bereich der Burgundischen Pforte, zehn Kilometer westlich von Altkirch und drei Kilometer westlich von Dannemarie. Knapp einen Kilometer südlich des Ortes verläuft der Rhein-Rhône-Kanal, der hier die Wasserscheide zwischen Rhein und Rhone überwindet. Der Ort liegt am namengebenden Elbächlein, das unterhalb des Ortes parallel zum Rhein-Rhône-Kanal verläuft und bei Wolfersdorf in die Larg mündet.

Der Ort liegt an der alten Sprachgrenze: die Flurnamen sind deutsch, die der westlichen Nachbargemeinden französisch.

Die Nachbargemeinden im Uhrzeigersinn sind Traubach-le-Bas im Norden, Wolfersdorf im Osten, Retzwiller im Südosten, Valdieu-Lutran im Südwesten, Chavannes-sur-l’Étang im Westen und Bréchaumont im Nordwesten.

Geschichte 1271 in den Urkunden als Elnbach erwähnt. Auf dem Schlossberg Spuren einer prähistorischen Verteidigungsanlage. Eine Delle (Dattenried) und Breisach verbindende Römerstraße verlief etwas östlich des heutigen Dorfes.

Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt (Herrschaft Thann) und kam dann durch die Heirat der Johanna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich an Habsburg. Im Westfälischen Frieden 1648 ging der Ort mit dem ganzen elsässischen Besitz der Habsburger an die französische Krone. Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Elbach als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Altkirch im Bezirk Oberelsaß). Im Ersten Weltkrieg war der Ort von Mitte August 1914 bis zum Kriegsende in französischer Hand. Im Zweiten Weltkrieg erlebten die Einwohner nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 die deutsche Besatzung. Am Ende des Kriegs erfolgte die Befreiung von der Naziherrschaft am 21. November 1944 durch Truppen der 1. französischen Armee unter General de Lattre de Tassigny.

Im 19. Jahrhundert wohnten mehrere jüdische Viehhändler im Dorf.

Bauwerke Die Peter-und-Paul-Kapelle trägt das Baudatum 1770. Im Inneren ein volkstümliches Vesperbild und eine Sankt-Peter-Statue aus der Barockzeit.

Mehrere gut erhaltene Fachwerkbauten, zumeist in Stockwerkbauweise aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Besonders altertümlich das Fachwerk des Hauses Nr. 1 an der Rue de Traubach: Ständerbauweise mit traufwandhohen Wandständern und Langstreben, altertümlich weitabständigem Fachwerk. Wohl noch 16. Jahrhundert. – Auch der Winkelhakenhof am Eingang der Rue de l’Étang ist noch in der altertümlichen Ständerbauweise mit traufwandhohen Wandständern und Langstreben errichtet. Die kniestockartige Aufstockung auf der Hofseite ist eine spätere Bauveränderung.

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Bevölkerungsentwicklung Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017 Einwohner 138 138 140 160 243 256 276 270 259

Literatur Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 304.

Weblinks

Elbach auf der Website des Gemeindeverbands (französisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Grand Est