mini|Karel Šebor (1886) Karel Šebor (* 13. August 1843 in Brandeis; † 18. Mai 1903 in Königliche Weinberge, Prag) war ein tschechischer Komponist.
Leben Zur Musik führte ihn sein Großvater, ein Lehrer, bei dem er auch erzogen wurde. Mit zwölf Jahren besuchte er das erste Mal das Prager Konservatorium, damals unter Leitung von Jan Bedřich Kittel. 1861 übernahm er eine Stelle als Musiklehrer im damals russischen Polen, 1863 bot man ihm die Stelle des Theaterkapellmeisters in Erfurt an. Dort blieb er bis 1865, als er zum 2. Kapellmeister des Landestheaters in Prag berufen wurde. Hier wurden fünf von ihm geschriebene Opern uraufgeführt. 1871 verließ er Prag wegen Auseinandersetzungen mit der Theaterleitung und nahm die Stelle des ersten Kapellmeisters in Lemberg an. Wegen Erfolglosigkeit bewarb er sich als Kapellmeister des Militärorchesters zunächst bei der Infanterietruppe in Kaschau. Beim Militär blieb er 20 Jahre. Erst ein halbes Jahr vor seinem Tod kehrte er in das Zivilleben zurück und wurde zum Stadtkapellmeister ernannt.
Werke Instrumentalstücke Konzertouvertüren (1860) uraufgeführt am Prager Konservatorium Streichquartett (1860) Große Kantate zur Eröffnung des Nationaltheaters Májová noc, Kantate Daneben komponierte er zahlreiche Quintette, Klavierstücke, Lieder und Militärmusik.
Opern Templáři na Moravě (1865), eine der ersten Opern in tschechischer Sprache Drahomíra (1867) Husitská nevěsta (1868) Blanka (1870), Libretto Eduard Rüffer Zmařená svatba (1879), Libretto Marie Červinková-Riegrová
Literatur
V. Svobodová: Opery Karla Šebora v Prozatímním divadlu. In: Studie k dejinám Moravy v 19. a 20. století 38, 1953, , S. 150–162.
Weblinks
Šebor bei operone
Kategorie:Komponist (Romantik) Kategorie:Komponist (Oper) Kategorie:Komponist (Blasmusik) Kategorie:Militärmusiker Kategorie:Komponist (Tschechien) Kategorie:Person (Königreich Böhmen) Kategorie:Militärperson (Österreich-Ungarn) Kategorie:Person (Kaisertum Österreich) Kategorie:Tscheche Kategorie:Geboren 1843 Kategorie:Gestorben 1903 Kategorie:Mann