Max Helmuth Rehbein (* 9. Dezember 1918 in Köln; † 13. November 2015, abgerufen am 23. Juni 2016Wir im NDR, Zeitschrift für Mitarbeiter des NDR, Januar 2016), manchmal auch Max Heimo Rehbein genannt, war ein deutscher Dokumentarfilmer, Filmproduzent, Journalist und Publizist.
Leben Rehbein wuchs in Berlin auf. Sein Vater Arthur Rehbein war Geheimer Hofrat und Schriftsteller und vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten Vorsitzender des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller. Nach seinem Abitur im Jahr 1938 absolvierte Rehbein eine Offizierslaufbahn in der 23. Infanterie-Division im Zweiten Weltkrieg und wurde schwer verwundet. Am 5. März 1945 wurde ihm als Hauptmann der Reserve und Kommandeur des Pionier-Bataillons 23 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.Veit Scherzer: Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 617. Vorher hatte er am 7. September 1944 das Deutsche Kreuz in Gold erhalten.
Nach dem Krieg schrieb sich Rehbein für ein Philosophie- und Literaturgeschichte-Studium an der Universität Hamburg ein. Daneben machte er als Volontär seine ersten Reportagen für Radio Hamburg, dem Vorläufer des NWDR. 1947 bekam er eine Anstellung als Berichterstatter und Korrespondent beim NWDR und machte sich mit Radiointerviews einen Namen (u. a. 1948 mit Hans Albers). Darüber hinaus wurde er Sonderkorrespondent für Politik und Auslandsberichterstattung. 1952 wurde er Chefreporter beim NWDR und 1957 übernahm er die Leitung der Ressorts Außen- und Innenpolitik sowie Wirtschaft und Innenpolitik in der Hauptabteilung Zeitgeschehen beim NDR. 1968 schuf er die erfolgreiche Sendereihe Pioniere und Abenteurer, die elf Jahre im NDR-Fernsehen lief. 1978 entstand im Rahmen seiner New-York-Trilogie der Film Lefty – Erinnerung an einen Toten in Brooklyn über jugendliche Gangmitglieder in New York, für den er mit dem Adolf-Grimme-Preis und der Goldenen Kamera ausgezeichnet wurde.
1993 zeigte das ZDF die sechsteilige Fernsehserie Flash – Der Fotoreporter mit Oliver Tobias, Catherine Alric und Diether Krebs, die auf Rehbeins eigenen Erfahrungen als Reporter basiert.
Filmografie (Auswahl) 1960: Ein kaltes Land und eine heiße Sonne 1961: Der Schritt ins Dunkel 1965: Expedition nach Bayern 1966: Die Mächtigen, die Reichen, die Prominenten 1967: Zum Beispiel Mahipar 1968: Dienst im Halbdunkel – Nächte und Tage der Jugendschutztrupps 1978: New-York-Trilogie, Teil 1: Lefty – Erinnerung an einen Toten in Brooklyn 1979: New-York-Trilogie, Teil 2: Marathon in New York 1980: New-York-Trilogie, Teil 3: Ein Mann in Eile 1983: Le Mans Fieber 1989: Retter ohne Ruhm 1992: Teufel im Paradies – Untergang des Pantanal 1997: Widerstand der Wehrlosen 1998: Ein Bulle in Tallinn
Auszeichnungen 1978: Goldene Kamera für Lefty – Erinnerung an einen Toten in Brooklyn 1979: Adolf-Grimme-Preis mit Gold für Lefty – Erinnerung an einen Toten in Brooklyn, gemeinsam mit Jens-Uwe Scheffler und Eckhard Dorn 1980: Goldener Gong für Marathon in New York, gemeinsam mit Jens-Uwe Scheffler 1989: Goldener Gong für Report aus der Hölle, gemeinsam mit Co-Autor/Regisseur Dietrich von Ruffer 1990: Telestar für die ZDF-Fernsehreihe Action
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Einzelnachweise
Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Publizist Kategorie:Fernsehjournalist Kategorie:Journalist (Deutschland) Kategorie:Hauptmann (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes Kategorie:Träger des Deutschen Kreuzes in Gold Kategorie:Grimme-Preisträger Kategorie:Person (Film, Hamburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1918 Kategorie:Gestorben 2015 Kategorie:Mann