mini|Nikolai Olimpijewitsch Grizenko (1970) Nikolai Grizenko (russisch ; * 24. Juli 1912 in Jassynuwata, Russisches Kaiserreich (heute: Ukraine); † 8. Dezember 1979 in Moskau, Sowjetunion) war ein sowjetischer Film- und Theaterschauspieler.
Leben und Werk Nikolai Grizenko wurde 1912 in der Stadt Jassynuwata in der heutigen Ukraine geboren. 1931 beendete er sein Studium an der Dnepropetrowsker Fachschule, arbeitete in der Folgezeit in diversen Städten, als er eine Anstellung in der technischen Abteilung eines Hüttenwerks in Makijiwka erhielt. Dort kam er in Kontakt mit dem Theater und ließ sich an der hiesigen Theaterfakultät zum Darsteller ausbilden. 1934 besuchte er die Schauspielschule in Kiew, zwei Jahre später die Theaterschule der Roten Armee, bis er 1940 seine Ausbildung an der Schtschukin-Theaterhochschule beendete. Anschließend wurde er Mitglied des Ensembles des Moskauer Wachtangow-Theaters, dem er bis zu seinem Tod angehörte. Er avancierte zu einem renommierten Charakterdarsteller am Theater und später auch im Film, wo er 1942 in Juli Raismans Literaturadaption von Vladimir Nabokovs Maschenka debütierte.
Zu seinen bekanntesten Filmen zählt die Alexei-Tolstoi-Trilogie Der Leidensweg und der Film Anna Karenina nach Leo Tolstoi. Seine letzte Rolle spielte er 1978 in der sowjetischen Literaturverfilmung Vater Sergej, als er an einer schweren Krankheit und dem Verlust des Gedächtnisses leidend die Dreharbeiten nur mühselig beenden konnte.
Er war der ältere Bruder der Schauspielerin Lilija Grizenko (1917–1989).Biografie Lilija Grizenkos auf kino-teatr.ru (russisch), abgerufen am 2. November 2021
Filmografie 1942: Maschenka () 1946: Liebe siegt () 1953: Feindlicher Wirbelwind (Вихри враждебные/Wichri wraschdebnyje) 1954: Marinas Schicksal () 1954: Das schwedische Zündholz () 1954: Eine große Familie (, Bolschaja semja) 1958: Das Jahr Achtzehn () 1958: Die Schwestern () 1959: Trüber Morgen () 1966: Die Rechnung geht nicht auf () 1967: Anna Karenina () 1973: Talente und Verehrer () 1973: Sannikow-Land () 1973: Siebzehn Augenblicke des Frühlings () 1976: Leben und Tod des Ferdinand Luce () 1976: Der schwarze Prinz () 1978: Vater Sergej ()
Auszeichnungen 1951: Stalinpreis für die Teilnahme am Film Ritter des goldenen Sterns 1955: Darstellerpreis der Filmfestspiele von Cannes für Eine große Familie (gemeinsam mit dem übrigen Schauspielensemble) 1964: Volkskünstler der UdSSR Staatspreisträger der Russischen SFSR
Weblinks
ozon.ru
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Träger des Stalinpreises Kategorie:Volkskünstler der UdSSR (Darstellende Kunst) Kategorie:Volkskünstler der RSFSR Kategorie:Verdienter Künstler der RSFSR Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit Kategorie:Träger der Medaille „Für heldenmütige Arbeit im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“ Kategorie:Träger der Medaille „Sieg über Deutschland“ Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1912 Kategorie:Gestorben 1979 Kategorie:Mann