Die Deutsche Indianer Pionier Mission (DIPM) ist ein im Jahr 1962 von James Rathlef gegründeter evangelikaler Verein zur Missionierung unter südamerikanischen Indianern.Reinhard Hempelmann (Hrsg.): Handbuch der evangelistisch-missionarischen Werke, Einrichtungen und Gemeinden. Christliches Verlagshaus Stuttgart, Stuttgart 1997, ISBN 978-3-7675-7763-3, S. 117 f. Rathlef war 1959 nach Brasilien gereist und hatte für sich den Eindruck von geistlicher und sozialer Not der Indianer Südamerikas. Der er in dieser Zeit Leiter der Zeltmissionsvereinigung Süd e.V. war, wurden die Aufgaben der Zeltmission bald nach der Gründung der DIPM von dieser übernommen wurden. Dadurch verlief die Arbeit der DIPM von Anfang an zweigleisig: auf der einen Seite die Missionstätigkeit, auf der anderen die evangelistische Arbeit in Deutschland, besonders in Baden-Württemberg.
Die DIPM hat angekündigt, ihren Namen am 17. Januar 2027 in Pioniermission ändern zu wollen.Aus DIPM wird Pioniermission auf der Webpräsenz der DIPM, 11. August 2026, abgerufen am 23. September 2026
Arbeitsschwerpunkte Ihren wichtigsten Auftrag sieht die DIPM darin, ihren Anteil an der Ausführung des Missionsauftrages beizutragen und die Menschen zu einem persönlichen Glauben an Jesus Christus zu führen. Die Missionare wirken seit 1967 in Brasilien (unter anderem in Porto Velho und in Pirajuí) und seit 1973 in Paraguay unter mehreren Indianerstämmen. 2017 waren 53 Missionare in Paraguay und Brasilien sowie 38 Mitarbeiter in Deutschland tätig. Darüber hinaus pflegt sie auch kirchliche Kontakte nach Tansania.
Die Arbeitsschwerpunkte sind: Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus medizinische Betreuung Alphabetisierung Hilfe zur Überlebenshilfe, z. B. in der Landwirtschaft.
In Deutschland teilt sich ein Team von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern die Verantwortung für die verschiedenen Arbeitsbereiche wie Zeltevangelisation, Gottesdienste, Haus- und Gebetskreise, Freizeiten, Bibelwochen, Missionsvorträge, sowie die Kinder- und Jugendarbeit mit Kinderbibelwochen und anderen Angeboten. Seit 2007 besteht eine Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern und seit 2008 auch in der Uckermark.
Die gesamte missionarische Tätigkeit wird von einem freiwilligen Beter- und Spenderkreis aus dem Bereich der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, evangelischer Freikirchen und von Gemeinschaftskreisen getragen.
Der Sitz der DIPM befindet sich auf dem Kirchberg in St. Johann-Lonsingen.
Periodika Werdet meine Zeugen (WMZ; Zweimonatsschrift); Lahr: St.-Johannis-Druckerei, seit 2003; ; 1994–2003: Ihr werdet meine Zeugen sein; St. Johann: DIPM, 1994–2003;
Literatur James Rathlef: Ich gedenke der Taten des Herrn. Mit Jesus in 3 Erdteilen (= Edition C: T 40). Verlag der St.-Johannis-Druckerei Schweickhardt, Lahr-Dinglingen, 1981, ISBN 978-3-501-00224-7. Reinhard Hempelmann (Hrsg.): Handbuch der evangelistisch-missionarischen Werke, Einrichtungen und Gemeinden. Christliches Verlagshaus Stuttgart, Stuttgart, 1997, ISBN 978-3767577633, Seite 117 f.
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Einzelnachweise
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