Georg Graßl genannt „Maler Schorschi“ (* 27. Mai 1926 in Ramsau bei Berchtesgaden; † 4. Januar 1995 ebenda) war ein deutscher Politiker (CSU).
Leben und Beruf Graßl besuchte die Volksschule in Ramsau und die Oberschule in Berchtesgaden. Die Schullaufbahn musste er aufgrund der frühzeitigen Einberufung zum Wehrdienst ohne Abschluss beenden. Nach der Entlassung absolvierte er eine Lehre im Malerhandwerk. 1948 legte er die Gesellenprüfung, 1955 die Meisterprüfung ab. Später machte er sich in Ramsau bei Berchtesgaden selbständig. Von 1957 bis 1978 war er stellvertretender Obermeister der Malerinnung Bad Reichenhall.
Von 1957 an gehörte er dem Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Ramsau an, welche 1969 in der Raiffeisenbank Berchtesgaden aufging. Dort war er stellvertretender Vorsitzender des Vorstands, ab 1980 Vorstandsvorsitzender.100 Jahre Volksbank Raiffeisenbank Berchtesgadener Land eG, S. 25, abgerufen am 27. Juni 2026
Politik Graßl gehörte von 1960 bis 1984 dem Ramsauer Gemeinderat an und davon von 1972 bis 1984 als 1. Bürgermeister. Er war Mitglied des Kreistages des Landkreises Berchtesgadener Land und des Stiftungsrates der Berchtesgadener Landesstiftung (sog. Kehlsteinstiftung). Graßl gehörte der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand an (heute Mittelstands-Union (MU)).
Von 1978 bis 1986 gehörte er dem Bayerischen Landtag an. Im Landtag widmete er sich unter anderem der Mittelstandspolitik. Er war der erste und bisher einzige Landtagsabgeordnete aus dem Gebiet der ehemaligen Fürstpropstei Berchtesgaden seit der Zugehörigkeit zu Bayern im Jahre 1810.
1989 gehörte er der 9. Bundesversammlung an, welche Richard von Weizsäcker erneut zum Bundespräsidenten wählte.
Weblinks
Einzelnachweise
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