Die Hohe Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) war das 1952 eingerichtete Exekutivorgan der Gemeinschaft. Die Hohe Behörde hatte neun Mitglieder, von denen acht durch die nationalen Regierungen ernannt und das neunte von den übrigen acht kooptiert wurde. Kein Mitgliedstaat durfte mehr als zwei Mitglieder stellen. In der Praxis stellten Frankreich und Deutschland jeweils zwei Mitglieder, Italien, die Niederlande, Belgien und Luxemburg ein bis zwei Mitglieder. Sitz der Hohen Behörde war in Luxemburg und nicht Brüssel, wo heute die Europäische Kommission ihren Sitz hat.
Mit dem Inkrafttreten des Fusionsvertrags im Jahr 1967 ging die Hohe Behörde in der Kommission der Europäischen Gemeinschaften auf.
Präsidenten
Nr. Bild Name (Lebensdaten) Amtsantritt Ende der Amtszeit Mitgliedstaat Partei Politische Richtung 1 130px Jean Monnet (1888–1979)Europäische Kommission: Jean Monnet – Einende Kraft in der Geburtsstunde der Europäischen Union. In: Website der Europäischen Union. (PDF, 186 kB) 10. August 1952 3. Juni 1955 –– 2 130px René Mayer (1897–1972) 3. Juni 1955 13. Januar 1958 PRS radikalliberal 3 130px Paul Finet (1897–1965) 13. Januar 1958 15. September 1959 – gewerkschaftsnah 4 130px Piero Malvestiti (1899–1964) 15. September 1959 22. Oktober 1963 DC christdemokratisch 5 130px Dino Del Bo (1916–1991) 22. Oktober 1963 28. Februar 1967 DC christdemokratisch 6 130px Albert Coppé (1911–1999) 1. März 1967 30. Juni 1967 CVP christdemokratisch
Mitglieder
Einzelnachweise
Kategorie:Europäische Kommission Kategorie:Geschichte der Europäischen Gemeinschaften Kategorie:Gegründet 1952 Kategorie:Aufgelöst 1967 Kategorie:Organisation (Luxemburg, Stadt)