Die The Sultan of Oman’s Armed Forces (; ) ist die Armee des Sultanats Oman. Oberbefehlshaber ist Sultan Haitham bin Tariq bin Taymur. In Oman besteht keine Wehrpflicht. Im Dezember jeden Jahres wird der Streitkräftetag (engl. Armed Forces Day) gefeiert, der an den endgültigen Sieg des Sultans im Jahre 1975 über die Aufständischen im Süden erinnern soll. Das Verteidigungsministerium und der Generalstab haben seit 1978 ihren Sitz in Muaskar al-Murtafa'a in der Nähe des Flughafens Seeb. Die omanischen Streitkräfte bestehen aus folgenden drei Teilstreitkräften: Die Königlich-Omanische Armee, die Königlich-Omanische Luftwaffe und die Königlich-Omanische Marine.
Landstreitkräfte mini|Omanische Luftabwehrtruppen während einer Parade, 1981 Das Königlich Omanische Heer (engl.: The Royal Army of Oman, abgekürzt RAO) besteht aus 25.000 Soldaten und wird vom Generalmajor Matar Bin Salim Bin Rashid Al Balushi geführt. Die Landstreitkräfte gliedern sich in eine Panzerbrigade, zwei Infanteriebrigaden (acht Infanterieregimenter, drei Artillerieregimenter, zwei Pionierregimenter und eine Kampfunterstützungseinheit), eine selbstständige Infanteriekompanie, eine Luftlandeeinheit, ein Transportregiment und ein Flugabwehrregiment. 1975 wurden die ursprünglich irregulären Firqat-Truppen in die Streitkräfte integriert. Am Sultan Qaboos Military College werden die Heeresoffiziere ausgebildet.
Artillerie Die Sultan of Oman’s Artillery (SOA) besteht aus vier Artillerieregimentern: drei Feldregimentern, die mit Geschützen unterschiedlicher Kaliber (105 mm, 130 mm und 155 mm) ausgestattet sind und einem Flugabwehrregiment.
Die SOA hat ihren Hauptsitz in Izki, an dem sich das Hauptquartier und die Artillerieschule befinden. Daneben sind dort auch zwei Artilleriefeldregimenter stationiert. Ein weiterer Stützpunkt mit einem Artilleriefeldregiment befindet sich in Salala. Seit 2011 ist die omanische Feld-Artillerie mit einem Artillerie-Feuerleitsystem ausgerüstet, welches alle Feldgeschütztypen der SOA unterstützt. Die Schulung erfolgt in zwei Ausbildungszentren in Izki oder Salala. In diesen Ausbildungszentren werden alle Funktionen vom Geschützteam bis auf Brigadeebene geschult. Ein Hauptaugenmerk wird auf die Ausbildung der Artilleriebeobachter gelegt, die an einem Simulator alle Szenarien durchspielen können.
Ausrüstung (Daten aus:) Fahrzeuge + Typ Herkunft Funktion Version Anzahl Challenger 2 Kampfpanzer Bergepanzer38 4 M60 Kampfpanzer A1 A36 73 Scorpion Spähpanzer FV101 FV103 FV10537 6 13 Véhicule Blindé Léger Spähpanzer124 Pars Spähpanzer Schützenpanzer Mannschaftstransporter Pionierpanzer Bergepanzer III 6×6 III 8×8 III AEV III ARV12 72 62 6 8 Stormer Mannschaftstransporter10 Mowag Piranha Mannschaftstransporter Bergepanzer175 2 Saxon Mannschaftstransporter15 M88 Bergepanzer A12 Samson Bergepanzer3
Artillerie + Typ Herkunft Kaliber Funktion Anzahl Denel G-6 155 mm Panzerartillerie24 Pars III 120 mm Panzermörser12 L118 Light Gun 105 mm Haubitze42 D-30 122 mm Haubitze30 FH-70 155 mm Haubitze12 M-46 Typ 59 130 mm Kanone12 81 mm Mörser69 M30 107 mm Mörser20 Thomson-Brandt 120 mm Mörser12
Panzer- und Flugabwehrwaffen + Typ Herkunft Kaliber Funktion Anzahl Véhicule Blindé Léger TOW Panzerabwehrfahrzeug8 FGM-148 Panzerabwehrlenkwaffe MILAN Panzerabwehrlenkwaffe BGM-71 TOW Panzerabwehrlenkwaffe Mistral 2 Flugabwehrrakete8 Javelin Flugabwehrrakete 9K32 Strela-2 Flugabwehrrakete SU-23 23 mm Flugabwehrkanone4 L/60 40 mm Flugabwehrkanone12 Skyguard 35 mm Flugabwehrsystem10
Seestreitkräfte mini|Im Vordergrund die Korvette Al Shamikh und im Hintergrund das Patrouillenboot Al Seeb mini|Segelschulschiff Shabab Oman Die Königlich Omanische Marine (engl.: The Royal Navy of Oman, abgekürzt RNO) umfasst eine Personalstärke von 4200 Mann und operiert von der Said-bin-Sultan-Marinebasis in Widam A´Sahil am Golf von Oman. Wichtigste Aufgabe ist die Überwachung der Straße von Hormus, welche durch den dort hindurchlaufenden Ölverkehr wichtige Bedeutung hat, und die Sicherung der eigenen Küstengewässer. Die Marine wird vom Konteradmiral Saif bin Nasser Al Rahbi geleitet.
2014 wurde ein neues Segelschulschiff, die Shabab Oman II, in Dienst gestellt. Das ehemalige Landungsboot Al Munassir wurde 2003 als künstliches Riff südwestlich von Muskat versenkt. Das dieser Teilstreitkraft zugeordnete National Hydrographic Office (NHO) veröffentlicht Seekarten von omanischen Gewässern. Folgende Schiffe stehen gerade im aktiven Dienst der Marine von Oman:
+KlasseHerkunftFunktionAnzahlSchiffe Name Kennung Khareef Korvette 3 Al ShamikhAl RahmaniAl Rasikh Q40Q41Q42 Qahir Korvette 2 Qahir Al AmwajAl Muazzar Q31Q32 Province Schnellboot 1 Al Ofouq Patrouillenboot 4 Al SeebAl ShinasSadhHassab Z20Z21Z22Z23 P400 Patrouillenboot 3 Al BushraAl MansurAl Najah Z1Z2Z3 Landungsschiff 1 Nasr Al Bahr A2
Des Weiteren verfügen die Seestreitkräfte über fünf weitere Landungsschiffe, sechs Hilfsschiffe und zwei Schulschiffe.
Luftstreitkräfte
Königlich-Omanische Garde
Die Königlich-Omanische Garde (engl. , Abkürzung RGO) bewacht den Sultan Omans. Es ist eine Spezialeinheit, die für Kampfeinsätze und repräsentative Einsätze eingesetzt wird. 1981 wurde es vom Regiment zur Brigade verstärkt und besteht seitdem aus vier Linien-Regimentern und einem Unterstützungsregiment. Außerdem verfügt es über eine Reiterabteilung, eine Motorrad-Abteilung, eine Fallschirm-Schau-Abteilung und mehrere Militär-Musikkapellen (in einer der berittenen Kapellen dienen nur Frauen). Außerdem verfügt es über das Royal Guard College.
Weitere Einrichtungen Das Al-Khoudh gilt als eines der besten Militärhospitäler der Region. Außerdem existiert ein Militärmuseum im ehemaligen Streitkräfte-Hauptquartier in Bait al-Falaj.
Siehe auch Liste der Streitkräfte
Weblinks
Englischsprachige Information über die Royal Air Force of Oman
Einzelnachweise
Kategorie:Streitkräfte