In der Liste der Baudenkmale in Oderaue sind alle Baudenkmale der brandenburgischen Gemeinde Oderaue und ihrer Ortsteile aufgelistet. Grundlage ist die Veröffentlichung der Landesdenkmalliste mit dem Stand vom 31. Dezember 2021.
Legende
Denkmalbereich
Baudenkmale in den Ortsteilen Altmädewitz Auf dem Gebiet des Ortes wurden Scherben aus spätslawische Scherben aus dem 11./12. Jahrhundert gefunden. Der heutige Ort bestand schon im Mittelalter, eine erste Erwähnung gab es 1349 als „Medewitz“. Hier lebten Fischer, mit Trockenlegung des Oderbruches wurde Landwirtschaft betrieben. Im Jahre 1830 brannten mehrere Höfe ab, 1838 wurde das Dorf überschwemmt. Seit 1997 gehört es zur Gemeinde Oderaue.Ilona Rohowski in Zusammenarbeit mit Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1, Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Oderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, ISBN 3-88462-230-7, S. 241.
Altreetz Bereits in der Jungsteinzeit siedelten hier Menschen. Im Jahre 1994 wurden nordwestlich Hinweise auf eine Befestigungsanlage gefunden. Erwähnt wurde Altreetz das erste Mal im Jahre 1339. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf niedergebrannt. Im Jahre 1824 wurden durch ein Feuer die Kirche, die Häuser um den Dorfplatz und weitere Gebäude zerstört. Bei dem Wiederaufbau wurde das Dorf mit einer anderen Struktur aufgebaut. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Altreetz zu einem Zentrum für die umliegenden Dörfer. Neben einer Apotheke, einem Arzt gab es Handwerker und Händler. Im Jahre 1892 erhielt Altreetz einen Bahnhof an der Bahnstrecke Wriezen–Jädickendorf.Ilona Rohowski in Zusammenarbeit mit Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1, Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Oderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, ISBN 3-88462-230-7, S. 261.
Altwustrow Auf dem Gebiet des Ortes siedelten schon zur Früheisenzeit Menschen. Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahre 1450 als „Wustrowe“. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort in Brand gesetzt. Mit Gründung von Neuwustrow nach der Odertrockenlegung im Jahre 1755 wurde der Ort in Altwustrow umbenannt. Zu der Zeit wurden aus den Fischern Bauern. Zwei Dorfbrände gab es in den Jahren 1811 und 1812. Danach wurde der Anger mit der Kirche wieder aufgebaut. Seit 1997 ist Altwustrow ein Teil von Oderaue und gehört somit zum Amt Barnim-Oderbruch.Ilona Rohowski in Zusammenarbeit mit Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1, Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Oderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, ISBN 3-88462-230-7, S. 277.
Croustillier Das ehemalige Vorwerk wurde 1768 angelegt. Der Name leitet sich von französischen la Croustille (deutsch: Kruste) ab, (Alt)Ranft ist der mittelhochdeutsche Begriff für Kruste.Ilona Rohowski in Zusammenarbeit mit Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1, Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Oderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, ISBN 3-88462-230-7, S. 292.
Neuküstrinchen Neuküstrinchen entstand ab 1755 als Kolonistendorf. Die Häuser wurden auf Siedlungshügel aus Vorsorge vor einem Hochwasser errichtet. Es wurden drei verschiedene Typen von Häuser erbaut, die Größe richtete sich nach der Größe des Hofes. Die Siedler kamen aus Oberösterreich, der Kurpfalz und aus Polen. Im Jahre 1776 lebten 192 Personen im Dorf. Diese Anlage des Dorfes ist heute noch sichtbar.Ilona Rohowski in Zusammenarbeit mit Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1, Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Oderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, ISBN 3-88462-230-7, S. 336–337
Neureetz Die ehemaligen Dörfer Adlig Reetz und Königlich Reetz haben sich 1952 zur Gemeinde Neureetz zusammengeschlossen. Die Namen der Dörfer sind in den Straßennamen erhalten geblieben. Die beiden Dörfer wurde ab 1755 nach der Trockenlegung des Oderbruches angelegt. In beiden Dörfer siedelten etwa 58 Familien.Ilona Rohowski in Zusammenarbeit mit Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1, Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Oderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, ISBN 3-88462-230-7, S. 227Ilona Rohowski in Zusammenarbeit mit Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1, Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Oderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, ISBN 3-88462-230-7, S. 318
Neurüdnitz Auf dem Gebiet von Neurüdnitz wurden Gegenstände aus der Eisenzeit gefunden. Das heutige Neurüdnitz entstand ab 1754 auf dem Gebiet von Rüdnitz einem Ortsteil vom heutigen Cedynia. Der Ort entwickelte sich um den Fluss Schneller Strom. Der Ort wurde mehrmals von Hochwasser heimgesucht, unter anderem 1838.Ilona Rohowski in Zusammenarbeit mit Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1, Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Oderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, ISBN 3-88462-230-7, S. 357–358
Neuwustrow Neuwustrow wurde ab 1755 errichtet. Es war eine königliche Gründung.
Wustrow
Zäckericker Loose Zäckericker Loose ist eine Streusiedlung. Das erste Mal wurde der Ort im Jahre 1355 erwähnt. Nach der Trockenlegung des Oderbruches wurde der Ort wesentlich erweitert. Dabei teilte der neue Flussverlauf das Dorf. 1754/1755 erbaute man in der Nähe des Ortsteils Zollbrücke eine Brücke. Im Jahre 1892 erhielt der Ort einen Bahnanschluss an der Bahnstrecke Wriezen–Jädickendorf.Ilona Rohowski in Zusammenarbeit mit Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1, Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Oderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, ISBN 3-88462-230-7, S. 400
Zollbrücke Zollbrücke entstand im 18. Jahrhundert nach der Oderregulierung. Den Namen erhielt der Wohnplatz nach einer Zollbrücke über die Oder im Jahre 1755. Ab 1756 gab es ein Dammkrug. Ab 1805 gab es ier eine Kettenfähre, die bis Ende 1945 im Betrieb war. Die Hofanlagen des Ortes sind aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.Ilona Rohowski in Zusammenarbeit mit Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1, Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Oderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, ISBN 3-88462-230-7, S. 402
Einzelnachweise
Weblinks
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