Ranspach-le-Haut (, elsässisch Oberraischbe) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Mulhouse, zum Kanton Saint-Louis und zum Gemeindeverband Saint-Louis Agglomération.

Geografie Die Gemeinde Ranspach-le-Haut liegt im Sundgau, etwa 18 Kilometer östlich von Altkirch und 13 Kilometer westlich von Basel.

Nachbargemeinden von Ranspach-le-Haut sind Helfrantzkirch im Norden, Ranspach-le-Bas im Osten, Michelbach-le-Haut im Südosten, Knœringue im Süden sowie Berentzwiller im Westen.

Geologie Ranspach-le-Haut liegt im lössbedeckten Sundgauer Tertiärhügelland im Bereich der unter der Lössdecke lagernden Sundgauschotter. Diese sind die Hinterlassenschaft einer einst (im Pliozän und Altpleistozän) über Doubs, Saône und Rhône zum Mittelmeer entwässernden Ur-Aare. Unter den die (oberen) Talhänge bildenden Sundgauschottern liegen die sandig-mergeligen Schichten der oligozänen Elsässer Molasse (Molasse alsacienne).

Geschichte Urkundliche Ersterwähnung 1103. Im Mittelalter gehörte Ranspach-le-Haut zu Vorderösterreich. Im Westfälischen Frieden kam der Ort mit dem ganzen habsburgischen Besitz im Elsass 1648 an die französische Krone.

1802 wurde Ranspach-le-Haut, das zuvor Filial der Niederranspacher Kirche gewesen war, eigenständige Kirchengemeinde. Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Oberranspach als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Mülhausen, Bezirk Oberelsaß). Ranspach wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs am 20. November 1944 durch Truppen der 1. französischen Armee unter General de Lattre de Tassigny von der Naziherrschaft befreit. Dies geschah im Zuge der Offensive der Alliierten gegen den von den Deutschen hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass (poche de Colmar).

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017Einwohner 366 309 320 337 350 387 414 528 628

Sehenswürdigkeiten Kirche Saint-Étienne, Monument historique mini|links|Kirche Saint-ÉtienneKirche Sankt Stefan (St. Étienne): Erbaut 1773–76. Ein Gemälde des 18. Jahrhunderts im Chor zeigt die Steinigung des Kirchenheiligen. Die barocke Kanzel und die Seitenaltäre stammen aus Landser.

Gut erhaltene Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, alle in Stockwerkbauweise. Auf den sonst im Sundgau verbreiteten Krüppel- oder Halbwalm über dem Giebel wurde hier fast überall verzichtet.

Literatur Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 628–629.

Weblinks

Nachweise

Kategorie:Ort in Grand Est