Pasquale Squitieri (* 27. November 1938 in Neapel; † 18. Februar 2017 in Rom) war ein italienischer Filmregisseur und Politiker.

Leben Squitieri wandte sich nach einer Assistenzzeit bei dem Regisseur Francesco Rosi und journalistischen Tätigkeiten für die Zeitung Paese Sera dem Filmgeschäft zu. Ende der 1960er Jahre debütierte er mit Io e dio als Regisseur und thematisierte, wie auch in diversen späteren Werken, die Geschichte und die Gegenwart seiner Heimatregion. Mit Io e dio setzte er sich kritisch mit der Religion in Sizilien auseinander, während er mit Camorra – Reden heißt sterben die Unterwelt Neapels darstellte.

Von 1975 bis in die 2000er Jahre lebte er mit der italienischen Schauspielerin Claudia Cardinale zusammen.Fernsehsendung Thé ou café, Antenne 2, 20.2.2005, abgerufen am 26. September 2025. Mit ihr hatte er eine gemeinsame Tochter, Claudia. 2013 heiratete Squitieri die Schauspielerin und Sängerin Ottavia Fusco.

Der überzeugte Kommunist stellte mit Vorliebe die Lebens- und Machtstrukturen sowie die allgemeinen, zumeist schlechten Lebensbedingungen des Volkes dar und kombinierte seine Weltanschauung mit Möglichkeiten der Veränderung. Zu seinem Werk gehören aber auch zwei unter dem Pseudonym William Redford gedrehten Italo-Western Django sfida Sartana (1970) und Drei Amen für den Satan (1971).

Mit der Zeit bewegte er sich politisch nach rechts. 1994 wurde er für die postfaschistische Partei Alleanza Nazionale in den italienischen Senat gewählt.

Filmografie (Auswahl) 1969: Io e Dio 1970: Django sfida Sartana (Regie, Drehbuch und Schnitt) 1971: Drei Amen für den Satan (La vendetta è un piatto che si serve freddo) 1972: Camorra 1974: Die Rache der Camorra (I guappi) 1975: Harley Riders – Sie kannten kein Erbarmen (L’ambizioso) 1977: Der eiserne Präfekt (Il prefetto di ferro) 1978: Der Aufstieg des Paten (Corleone) 1979: The Gun (L’arma) 1980: Savage Breed (Razza selvaggia) 1984: Claretta Petacci (Claretta) 1985: Der Denunziant (Il pentito) 1988: Russicum – Die Vatikan-Verschwörung (Russicum – I giorni del diavolo) 1991: Act of Sorrow (Atto di dolore) 1999: Li chiamarono … briganti! 2003: L’avvocato de Gregorio

Weblinks

Pasquale Squitieri. auf Mymovies.it (italienisch) Italienischer Regisseur Pasquale Squitieri tot. auf orf.at, 18. Februar 2017

Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Senator (Italien) Kategorie:Alleanza-Nazionale-Mitglied Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1938 Kategorie:Gestorben 2017 Kategorie:Mann