zentriert|177px|Statue Gregors II. an der Fassade von St. Bonifatius, Heidelberg Gregor II. wird als Nachfolger von Konstantin I. Papst. zentriert|163px|Der Hl. Liutwin (Wallfahrtsbild aus dem 19. Jahrhundert) Milo folgt Liutwin als Bischof von Trier. 715 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 163/164 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 707/708 Buddhistische Zeitrechnung 1258/59 (südlicher Buddhismus); 1257/58 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 56. (57.) Zyklus Jahr des Holz-Hasen 乙卯 (am Beginn des Jahres Holz-Tiger 甲寅) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 77/78 (Jahreswechsel April) Iranischer Kalender 93/94 (um den 21. März) Islamischer Kalender 96/97 (4./5. September) Jüdischer Kalender 4475/76 (2./3. September) Koptischer Kalender 431/432 Römischer Kalender ab urbe condita MCDLXVIII (1468) Ära Diokletians: 431/432 (Jahreswechsel November) Seleukidische Ära Babylon: 1025/26 (Jahreswechsel April) Syrien: 1026/27 (Jahreswechsel Oktober) Spanische Ära 753 Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 771/772 (Jahreswechsel April)

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen

Frankenreiche

miniatur|links|Das Frankenreich beim Tod Pippins des Mittleren (714)

In Neustrien wird nach dem Tod des karolingischen Hausmeiers Pippin zunächst der 6-jährige Theudoald, der Sohn Grimoalds des Jüngeren und Enkel der Plektrudis und Pippins, zum Hausmeier bestimmt, doch setzt sich Raganfrid in der Schlacht von Compiègne am 26. September gegen ihn durch. Zugleich lässt Plektrudis Karl Martell, den illegitimen Sohn von Pippin und Chalpaida, in Köln gefangensetzen.

Die internen Auseinandersetzungen im Frankenreich um die Macht nehmen neben den Friesen auch Eudo von Aquitanien und Antenor in der Provence zum Anlass, sich von der fränkischen Zentralgewalt freizumachen. Auch Bischof Savaric von Auxerre erkämpft sich eine eigene Machtposition, indem er Orléans, Nevers, Avallon und Tonnerre unterwirft.

Die Sachsen nutzen die inneren fränkischen Wirren und verheeren – wahrscheinlich im Bund mit dem Friesenherzog Radbod – den fränkischen Grenzgau Hatteri (Hatuarien) im späteren Niederlothringen.

Dagobert III., fränkischer König seit 711, stirbt Ende 715 oder Anfang 716 im Alter von nur 16 Jahren. Plektrudis und Raganfrid übergehen die Thronansprüche von Dagoberts Sohn Theuderich IV., da dieser noch ein kleines Kind ist, und setzen stattdessen Chilperich II., den Sohn des früheren Königs Childerich II., auf den Thron.

Islamische Expansion

Sulaimān ibn ʿAbd al-Malik wird Kalif des Umayyaden-Reiches. Er folgt auf seinen am 23. Februar gestorbenen Bruder Al-Walid I. Zunächst kommt es zu einiger Unruhe in der Verwaltung der östlichen Provinzen, als Sulaimān die Amtsträger von al-Haddschādsch, dem im Vorjahr gestorbenen Statthalter des Irak, absetzt und verfolgt, weil sie sich seiner Thronfolge widersetzt haben. Dies führt auch zur Revolte von Qutaiba ibn Muslim in Chorassan, die aber schnell unterdrückt werden kann. Qutaiba wird von den Mitgliedern seines eigenen Haushalts ermordet. Die islamischen Eroberer der iberischen Halbinsel nehmen unter anderem Saragossa, Évora und Porto ein.

Byzantinisches Reich

Mai: Theodosios III., vormals byzantinischer Finanzbeamter, stürzt Anastasios II. und wird selbst Kaiser des Byzantinischen Reiches.

Britannien

Schlacht von Woodborough (Wodensbarrow) zwischen Mercia und Wessex

Japan

2./3. Oktober: Genshō wird 44. Kaiserin von Japan; sie ist Nachfolgerin der Kaiserin Gemmei. Die Wadō-Ära wird damit von der Reiki-Ära abgelöst.

Urkundliche Ersterwähnungen

Bitburg wird erstmals urkundlich erwähnt.

Religion

19. Mai: Gregor II. wird Papst. Er ist Nachfolger des am 9. April gestorbenen Konstantin. 11. August: Germanos I. wird Patriarch von Konstantinopel als Nachfolger von Johannes VI. Milo wird Nachfolger seines Vaters Liutwin als Bischof von Trier. Gründung eines Frauenstiftes in Köln

Geboren

Hiltrud, Herzogin von Bayern († 754) 712 oder 715: Zhang Ji, chinesischer Dichter um 715: Malik Ibn Anas, Gründer der islamischen Rechtsschule der Malikiten († 795) um 715: Chrodegang, Bischof von Metz († 766)

Gestorben

Todesdatum gesichert

23. Februar: Al-Walid I., Kalif der Umayyaden (* 668) 9. April: Konstantin I., Papst 18. Juli: Muhammad ibn al-Qasim, umayyadischer Feldherr (* 695)

Genaues Todesdatum unbekannt

Aptatus, Bischof von Metz Qutaiba ibn Muslim, arabischer Eroberer von Transoxanien (* 670) Mūsā ibn Nusair, arabischer Heerführer und Statthalter in Ifriqiya (* 640)

Gestorben um 715

Anno I., Bischof von Köln Johannes VI., Patriarch von Konstantinopel 715 oder 716: Dagobert III., merowingischer König des Frankenreichs (* 699) 715 oder 717: Erhard von Regensburg, Wanderbischof

Weblinks