Die Gmina Łambinowice ist eine Landgemeinde im Powiat Nyski, in der Woiwodschaft Opole im südwestlichen Teil Polens. Gemeindesitz ist das Dorf Łambinowice ( Lamsdorf).

Geographie Das Gemeindegebiet erstreckt sich nordöstlich der Kreisstadt Nysa (Neisse).

Politik Gemeindevorsteher An der Spitze der Gemeindeverwaltung steht der Gemeindevorsteher. Seit 2018 ist dies Tomasz Karpiński vom Wahlkomitee „Gemeinsame Lösungen“

Die turnusmäßige Wahl im April 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. Juni 2024. Tomasz Karpiński (Wahlkomitee „Gemeinsame Lösungen“) 70,0 % der Stimmen Tomasz Taratuta (Wahlkomitee „Freie Gemeinde“) 22,0 % der Stimmen Marek Ciesielski (Wahlkomitee „Neue Perspektive“) 8,0 % der Stimmen

Damit wurde Amtsinhaber Karpiński bereits im ersten Wahlgang für eine weitere Amtszeit wiedergewählt.

Bei der turnusmäßigen Wahl im Oktober 2018 wurde Tomasz Karpiński ohne Gegenkandidaten mit 87,9 % der Stimmen gewählt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. September 2020.

Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und wird von der Bevölkerung in Einpersonenwahlkreisen gewählt. Die Gemeinderatswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. Juni 2024. Wahlkomitee „Gemeinsame Lösungen“ 54,7 % der Stimmen, 13 Sitze Wahlkomitee „Neue Perspektive“ 17,8 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee „Gemeinsame Lösungen“ 16,2 % der Stimmen, kein Sitz Wahlkomitee „Positiv – Klub für soziale Initiativen“ 11,3 % der Stimmen, 1 Sitz

Die Gemeinderatswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. September 2020. Wahlkomitee „Gemeinsame Lösungen“ 42,7 % der Stimmen, 13 Sitze Wahlkomitee „Unsere Selbstverwaltung“ 12,3 % der Stimmen, 1 Sitz Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 9,2 % der Stimmen, kein Sitz Wahlkomitee Justina Sikacka 8,8 % der Stimmen, kein Sitz Wahlkomitee Kamila Krzywicka 6,6 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee für eine bessere Zukunft 5,8 % der Stimmen, kein Sitz Wahlkomitee „Forum Selbstverwaltung 2002“ 5,7 % der Stimmen, kein Sitz Wahlkomitee Paweł Sobula 4,6 % der Stimmen, kein Sitz Koalicja Obywatelska (KO) 4,4 % der Stimmen, kein Sitz

Gemeindegliederung Die Landgemeinde Łambinowice umfasst zwölf Schulzenämter (sołectwo) (deutsche Namen amtlich bis 1945):

Bielice (Bielitz, 1939–1945 Bielitzfelde) Budzieszowice (Bauschwitz) Drogoszów (Neusorge) Jasienica Dolna (Niederhermsdorf) Lasocice (Lassoth, 1936–1945 Grünfließ O. S.) Łambinowice (Lamsdorf) Malerzowice Wielkie (Groß Mahlendorf) Mańkowice (Mannsdorf) Okopy (Kaltecke) Piątkowice (Rothhaus) Sowin (Sabine, 1936–1945 Annahof) Szadurczyce (Schaderwitz, 1936–1945 Schadeberg) Wierzbie (Wackenau)

Lager Lamsdorf

Seit 1864 war in der Nähe des Dorfes Lamsdorf ein preußischer Truppenübungsplatz eingerichtet worden. In den Kriegen 1870/71 und 1914 bis 1918 gab es dort jeweils Kriegsgefangenenlager, von denen bis heute die Gräber auf dem Friedhof Zeugnis ablegen. Historische Bedeutung erlangte das Dorf durch das Kriegsgefangenenlager Stalag VIII B (344) Lamsdorf, das von 1939 bis 1945 als eines der größten deutschen Kriegsgefangenenlager betrieben wurde und vom 18. Juni 1945 bis Herbst 1946 als Internierungs-/Arbeitslager im Rahmen der Vertreibung der Deutschen aus Oberschlesien diente. Ein erheblicher Teil der Lagerinsassen kam dabei um. Das Lager befand sich auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Lamsdorf.

Weblinks

Einzelnachweise