Johannes Mertens (* 25. April 1935 in Münster; † 27. November 1999) war ein deutscher Handelslehrer und CDU-Politiker in Hamburg.
Leben Johannes Mertens, Sohn von Maria Mertens, geborener Schröer, und des Transportunternehmers Hermann Mertens, machte 1954 Abitur und studierte von 1954 bis 1959 an den Universitäten von Münster und Hamburg. 1956 absolvierte er eine Prüfung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Es folgte 1959 die Prüfung zum Diplom-Handelslehrer und 1960 das zweite Examen. 1959/1960 war er in Hamburg als Tutor beim internationalen Franziskus-Kolleg tätig. Ab 1960 war er als Studienrat und ab 1971 als Oberstudiendirektor und Schulleiter des Wirtschaftsgymnasiums in der City Nord tätig. 1968 veröffentlichte er das Schulbuch Mathematik für Wirtschaftsschulen. Von 1968 bis 1974 war er zudem Mitglied des Hamburger Landesvorstands der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und in der Kasserverwaltung geschäftsführend tätig. 1997 wurde er pensioniert. Er war katholisch, ab 1964 verheiratet mit Eva-Beate Mertens, geborener Porsch, und hatte drei Kinder (Marianne, Michael und Markus).
Politik Mertens trat 1974 in die CDU ein und war ab 1980 Kreisvorsitzender der CDU in Hamburg-Eimsbüttel; ebenfalls ab 1980 war er Mitglied des Hamburger Landesvorstands. Von Juni 1982 bis zu seinem Tode saß er für die CDU Hamburg in der Hamburger Bürgerschaft. Dort war er für die CDU-Fraktion unter anderem im Ausschuss für die Situation und die Rechte der Ausländer, Ausschuss für Inneres und für den Öffentlichen Dienst sowie im Haushaltsausschuss. Ein weiterer Schwerpunkt in seiner politischen Arbeit war die Schul- und Sozialpolitik. Zudem arbeitete er mit in dem sogenannten Untersuchungsausschuss „Filz“. Der damalige Bürgermeister Ortwin Runde schrieb 1999 in seinem Kondolenzbrief an die Frau des Politikers: „Johannes Mertens hatte die Verpflichtung des Mandats wahrhaft ernst genommen, er war ein fairer, ein verlässlicher und ein kompetenter Streiter in der Sache. […] Ihr Mann hat sich ganz besonders durch sein vorbildliches Engagement in der Hamburgischen Bürgerschaft um unsere Stadt verdient gemacht. Über die Parteigrenzen hinweg werden wir alle Johannes Mertens stets in bester Erinnerung behalten.“
Quellen Mertens, Johannes. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 831. Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg, 14. Wahlperiode, Redaktion Hinnerk Fock, Hamburg 1992. Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg, 16. Wahlperiode, Hamburg 1997 (Stand August 1999), S. 52.
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