mini|Alexander Adolph Alexander Adolph (* 10. November 1965 in München), der zeitweise den Künstlernamen Nanouk C. Wilmer benutzt, ist ein deutscher Drehbuchautor und Regisseur.
Leben Nach dem Abitur studierte Adolph an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität Rechtswissenschaften und legte das Erste und Zweite Staatsexamen ab.Alexander Adolph bei weltbild.de, abgerufen am 26. Mai 2024 Schon während dieser Zeit schrieb er Hörspiele, Features und Reportagen. 1997 erhielt er für das Hörspiel Flirt den internationalen Hörspielpreis U.R.T.I. (Grand Prix de la Radio).
Seit Mitte der 1990er Jahre ist Alexander Adolph vorwiegend als freier Drehbuchautor und Regisseur tätig. Das erste Drehbuch aus seiner Feder war 1996 der WDR-Tatort Der Spezialist. Für eine weitere Tatort-Folge, Im freien Fall, welche Kunstfälschung zum Thema hatte, wurde Adolph 2002 mit einem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Einen weiteren Grimme-Preis erhielt er für die erste Folge Verdecktes Spiel der von ihm entwickelten ZDF-Reihe Unter Verdacht mit Senta Berger. Für die zweite Folge dieser Reihe mit dem Titel Eine Landpartie bekam er 2003 den Deutschen Fernsehpreis sowie den Juliane-Bartel-Preis. Im selben Jahr wurde Adolph mit dem Autorenpreis der Cologne Conference ausgezeichnet. Der nach Alexander Adolphs Drehbuch 2004 entstandene Film Kleine Schwester erhielt den VFF TV-Movie Award und wurde 2005 für den Grimme-Preis nominiert.
Aufsehen erregte sein Dokumentarfilm Die Hochstapler: Vier wegen Betruges verurteilte Straftäter sprechen darin vor laufender Kamera über ihre Taten; der Film selbst enthält sich jeder moralisierenden oder wertenden Geste und lief auf Festivals in Nyon, Amsterdam, Solothurn, London, Neuseeland und München. Im Frühjahr 2009 kam der von Alexander Adolph geschriebene und inszenierte Spielfilm So glücklich war ich noch nie mit Devid Striesow, Nadja Uhl und Jörg Schüttauf in die Kinos. Devid Striesow wurde für seine Darstellung eines Hochstaplers in der Kategorie „Bester Schauspieler“ für den Deutschen Filmpreis nominiert. Adolphs Spielfilm Der letzte Angestellte mit Christian Berkel, Jule Ronstedt und Bibiana Beglau startete im Oktober 2011 bundesweit im Kino.
Seit 2002 unterrichtet Alexander Adolph an der Hochschule für Fernsehen und Film München, der Internationalen Filmschule Köln sowie der Filmakademie Baden-Württemberg. Er ist Mitglied im Bundesverband Regie (BVR).Alexander Adolph beim BVR, abgerufen am 26. Mai 2024
Filmografie (Auswahl)
Auszeichnungen 2002: Adolf-Grimme-Preis für Tatort – Im Freien Fall 2003: Autorenpreis der Cologne Conference 2003: Deutscher Fernsehpreis für Unter Verdacht – Eine Landpartie 2003: Juliane-Bartel-Preis für Unter Verdacht 2003: Adolf-Grimme-Preis für Unter Verdacht – Verdecktes Spiel 2004: VFF TV-Movie Award für Kleine Schwester 2007: Preis der Jury 16, Kinofest Lünen für Die Hochstapler 2010: Silver Melies/Melies d’Argent Filmfestival Leeds für Der letzte Angestellte 2010: Bernd Burgemeister Fernsehpreis für Kongo 2011: Best Film und Best Director, Festival Internacional de Cine de Horror dela Ciudad de México für Der letzte Angestellte 2013: Deutscher Fernsehkrimipreis – bestes Drehbuch für Tatort – Der tiefe Schlaf
Weblinks
Alexander Adolph bei der Agentur Funke & Stertz
Einzelnachweise
Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Fernsehregisseur Kategorie:Hochschullehrer (IFS Köln) Kategorie:Hochschullehrer (Filmakademie Baden-Württemberg) Kategorie:Hochschullehrer (HFF München) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Mann Kategorie:Mitglied der Deutschen Filmakademie