mini|hochkant|Manuela Kasper-Claridge (2019) Manuela Kasper-Claridge (geb. Kasper; * 26. Oktober 1959 in Berlin) ist eine deutsche Journalistin. Sie war von 2020 bis 2025 Chefredakteurin der Deutschen Welle (DW).Chefredakteurin DW dw.com. Abruf am 5. Mai 2020
Ausbildung und Karriere Nach dem Abitur studierte Manuela Kasper-Claridge von 1979 bis 1984 Volkswirtschaft und Soziologie an der Freien Universität Berlin und schloss den Studiengang 1984 mit Diplom ab. Anschließend folgte von 1985 bis 1986 ein Volontariat beim Sender Freies Berlin (SFB). Kasper-Claridge arbeitete bis 1988 als Trainerin für Fernsehredakteure und Regisseure. Danach wurde sie Redakteurin bei RIAS-TV. Schwerpunkte der Berichterstattung waren die Wiedervereinigung Deutschlands sowie Mittel- und Osteuropa. Zeitweise lebte und arbeitete Manuela Kasper-Claridge in Washington D.C., USA.
Beruflicher Werdegang DW Kasper-Claridge begann ihre Karriere bei der Deutschen Welle 1992, als Reporterin und Produzentin für Reportagen und Dokumentationen über Europa, USA und Asien. Sechs Jahre später wurde sie Leiterin der Wirtschaftsredaktion, der 2001 noch das Ressort Wissenschaft zugeordnet wurde. Ab 2014 leitete sie die neu geschaffene Hauptabteilung Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt.
Am 1. Mai 2020 wurde Kasper-Claridge als Nachfolgerin von Ines Pohl zur Chefredakteurin der DW ernannt. Im selben Monat startete sie eine Diversitätsinitiative und erweiterte die Chefredaktion um fünf Kolleginnen und Kollegen, die die kulturelle und journalistische Diversität der DW repräsentieren. Sie beraten und unterstützen die Chefredakteurin und sind Ansprechpersonen für alle Mitarbeitende.
Aus Anlass der Corona-Pandemie initiierte sie das mehrsprachige TV-Format COVID-19 Special, das sich mit den wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der globalen Pandemie befasste. Es wurde von zahlreichen Sendern weltweit übernommen und adaptiert.
Als Chefredakteurin nahm sie regelmäßig an internationalen Veranstaltungen teil, u. a. dem Weltwirtschaftsforum in Davos und Women Political Leaders in Reykjavik.
Zum Jahresbeginn 2026 trat sie in den Ruhestand ein. Als Chefredakteur folgte ihr Mathias Stamm nach.
Projekte, Kooperationen und Mitgliedschaften Für das Wissenschaftsmagazin „Projekt Zukunft/Tomorrow Today“ von DW-TV verantwortete Manuela Kasper-Claridge die Reihe „Kluge Köpfe – Junge Wissenschaftler in Deutschland“. Im April 2008 startete sie das neue Globalisierungsmagazin „Global 3000“. Kooperationspartner sind die Vereinten Nationen.
Ende 2009 startete Manuela Kasper-Claridge ein multimediales Klimaprojekt für die Deutsche Welle. „Global Ideas“ stellt weltweit Klimaschutzprojekte mit Best Practice-Charakter vor. Das Projekt wird von der Internationalen Klimaschutzinitiative unterstützt. Seit 2009 ist so die weltweit größte mehrsprachige und multimediale Klimaschutzplattform entstanden. Sie hat zahlreiche nationale und internationale Kooperationspartner (u. a. das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, British Council, UN University Tokio-Our World 2.0).
Manuela Kasper-Claridge begründete Partnerschaften mit dem WEF und der Schwab-Stiftung. Sie ist Mitglied des Kuratoriums des ifo Instituts in München und in diversen Jurys (Ernst-Schneider-Preis, Mittelstandspreis u. a.) und leitet Podiumsdiskussionen in deutscher und englischer Sprache. mini|Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Feier zum 65-jährigen Bestehen der DW Manuela Kasper-Claridge initiierte auch eine Kooperation mit den Lindauer Nobelpreisträgertagungen.Homepage der Lindauer Tagung für NobelpreisträgerSondersendung der DW: Kasper-Claridge führte zahlreiche Exklusivinterviews mit Nobelpreisträgern, darunter Steven Chu (Physik), Mario J. Molina (Chemie), Barry Marshall (Medizin) und Alvin Roth (Wirtschaft).Interview mit Alvin Roth
In der Vergangenheit nahm Manuela Kasper-Claridge mehrfach an der Fortune-Konferenz „Most Powerful Women“ teil, bei der in London Frauen in Führungspositionen zusammenkommen – darunter Vertreterinnen aus Wirtschaft, Politik, Medien und Kunst. Seit Juni 2016 ist sie Mitglied im Vorstand der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts.Gesellschaft der Freunde und Förderer des HWWI gGmbH e.V.
Auszeichnungen Manuela Kasper-Claridge gewann mit ihren Filmreportagen diverse Preise bei internationalen Veranstaltungen, unter anderem 2015 den UmweltMedienpreis der Deutschen Umwelthilfe in der Kategorie „Online“.Deutsche Umwelthilfe verleiht UmweltMedienpreis 2015. In: Pressemitteilung. 10. November 2015. Auf DUH.de, abgerufen am 31. Oktober 2019.
Ausgezeichnet wurden auch u. a. die „Saigas in distress – The mystery of the dead antelopes“ bei den Cannes Corporate Media & TV AwardsKategorie C27: Web Dokumentationen – Gold Gewinner: Saigas in distress – The mystery of the dead antelopes (DE). In: Preisträger 2017 – Hauptkategorie C: Corporate Online Medien. Auf CannesCorporate.com, abgerufen am 31. Oktober 2019. oder der Beitrag „Passion & Profit – Sounddesigner Kling Klang Klong“ beim Banff World Media Festival 2017.Hall of Fame – Winners 2017. Auf WorldMediaFestival.org, abgerufen am 31. Oktober 2019
Beim New York Festival 2018 gewann die Dokumentarfilmserie Founders Valley diverse Preise. 2018. Auf NewYorkFestivals.com (englisch), abgerufen am 31. Oktober 2019.
Weblinks
Grand Jury Perspective: Manuela Kasper-Claridge
Einzelnachweise
Kategorie:Chefredakteur Kategorie:Journalist (Deutschland) Kategorie:Fernsehjournalist Kategorie:Person (Deutsche Welle) Kategorie:Träger des Umweltmedienpreises Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1959 Kategorie:Frau