Walle ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwülper in Niedersachsen. Die Ortschaft hat etwa 1350 Einwohner und ist Teil der Samtgemeinde Papenteich im Landkreis Gifhorn.
Geografie rechts|Walle in Deutschland Geografische Lage Walle befindet sich nur wenige Kilometer nordwestlich der Stadt Braunschweig direkt an der Bundesautobahn 2 zwischen den Abfahrten Braunschweig-Watenbüttel und Braunschweig-Hafen. Der Ort liegt zwischen der Oker und der Schunter, welche nordwestlich von Walle in die Oker mündet. Damit befindet sich Walle vor dem südwestlichen Teil der Hochfläche des Papenteiches.
Verwaltungsmäßig gehört Walle bereits zum Landkreis Gifhorn. Walle bildet zusammen mit den Ortschaften Groß Schwülper, Lagesbüttel und Rothemühle die Gemeinde Schwülper und befindet sich etwa einen Kilometer südwestlich des Hauptortes Groß Schwülper. Nächstgelegene Stadt ist Braunschweig; weitere größere Städte in der Umgebung sind Celle, Gifhorn, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg.
Nachbargemeinden * Entfernungsangaben beziehen sich jeweils auf die Entfernung bis zum Ortszentrum. Stadt Gifhorn (20 km) Ortsteil Groß Schwülper (1,5 km) Ortsteil Lagesbüttel (1,5 km) Ortsteil Rothemühle (3 km) Datei:Windrose klein.svg Braunschweig-Harxbüttel (3 km) Stadt Wolfsburg (27 km) Ortsteil Hülperode (3 km) Bundesautobahn 2 (100 m) A2 (Abfahrt BS-Hafen) (2 km) Braunschweig Stadtzentrum (9 km)
Bevölkerung Jahr EinwohnerRenate Brand: Papenteich in alten Ansichten. Eschenbach 1995, ISBN 3-89570-057-6. Jahr EinwohnerPapenteicher Nachrichten. Ausgabe 395 – Mai 2007, Seite 5.Papenteicher Nachrichten. Ausgabe 526 – April 2018, Seite 6. 1821 221 1961 591 1871 277 1970 708 1912 382 1980 1032 1925 408 1990 1182 1933 365 2000 1365 1939 380 2018 1476 1950 607
Geschichte mini|Wallkrone der Scheverlingenburg mini|Bauernhaus mit gekreuzten Pferdeköpfen in Walle (1892)
Das heutige Walle entstand aus der mittelalterlichen Scheverlingenburg, die im Jahre 1091 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ihr Niedergang wird im 14. Jahrhundert vermutet. Vorläufer der Burg war eine Wallburg mit einem mächtigen, heute noch bis zu zehn Meter hohen Wall aus der vorrömischen Eisenzeit zwischen dem fünften und dem siebten Jahrhundert v. Chr. Der Ortsname Walle bezieht sich auf die alte Wallanlage: Die Bevölkerung lebte im Walle oder auf dem Walle.
1800 erfolgte der Bau des neuen Schulgebäudes. 1855 entstand eine Ziegelei, die 1938 abgerissen wurde. Während des Zweiten Weltkriegs wurden am 29. Februar 1944 mehrere Gebäude schwer beschädigt. Durch einen Volltreffer im Hause des Friseurs wurden vier Erwachsene und drei Kinder getötet.
Persönlichkeiten Der Manager Wilfried Lochte (1928–2011) stammte aus Walle.
Literatur C. Brandt: Schwülper. Ein Stück niedersächsischer Heimatgeschichte. Selbstverlag, Hildesheim 1912. Heinz Klose: Geschichtliches aus dem Papenteich. Meine 1983, ISBN 3-87040-029-3. Wolfgang Meibeyer: Siedlungskundliches über den Papenteich. Schriftenreihe des Landkreises Gifhorn, Gifhorn 1994. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Der Landkreis Gifhorn. (= Die Landkreise in Niedersachsen. Bd. 26) Bremen 1972, ISBN 3-87172-327-4.
Weblinks
Website der Gemeinde Schwülper Website der Samtgemeinde Papenteich
Quellen
Kategorie:Ort im Landkreis Gifhorn Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Gifhorn) Kategorie:Schwülper Kategorie:Ersterwähnung 1091 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974 Kategorie:Ort an der Oker